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VandalenKürten hat weniger Probleme am neuen Aufstellplatz für Altkleidercontainer

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Das Foto zeigt einen Altkleidercontainer in Bensberg

Ein Altkleidercontainer in Bensberg

In Kürten sieht Bürgermeister Mario Bredow weniger Probleme am neuen Aufstellplatz für Altkleider- und Elektrokleingeräte

Die interkommunale Zusammenarbeit funktioniert offenkundig zwischen Kürten und der Nachbarstadt Bergisch Gladbach. Es geht um die Container für Altkleider und Elektrokleingeräte. Die Gemeinde hat sie vor ein paar Wochen, angesichts des weiter zunehmenden Vandalismus, vom Sammelplatz am Kürtener Sportplatz zur Buswendeschleife nach Broch, in der Nähe des Fertighausbauers Nordhaus, umgesiedelt. Eine erste Bilanz der Verwaltung gibt es mittlerweile.

„Es ist besser geworden. Aber es ist nicht problemlos“, sagt Bürgermeister Mario Bredow (parteilos). Er berichtet, dass zuvor Personen in die Container geklettert seien, um Kleidung herauszuholen. Das Chaos danach war entsprechend groß, auf dem Gehweg nahe des Schulzentrums mussten Kinder und Jugendliche häufig durch einen Berg an Altkleidern waten.

Austausch mit Gladbach

Mit VideoüberwachungIn Bergisch Gladbach wird versucht, zehn besonders schwierige Standorte mit Videokameras überwachen zu lassen. Da ist noch nicht alles spruchreif. Die Kürtener Verwaltung tausche sich aber aus mit den Kollegen, sagt Bredow. Die Videoüberwachung, dann am neuen Standort in Broch, wäre eine Möglichkeit, deutete Bredow während der Sitzung des Gemeinderates an.

„Es ist ungefähr jetzt, wie an anderen Standorten“, so der Bürgermeister. Er denkt an einen dreistufigen Prozess: Im ersten Schritt könnten Hinweisschilder aufgestellt werden. Diese Hinweisschilder gibt es auch in Bergisch Gladbach an den Sammelstandorten.

Beleuchtung und Video

Nutzende werden informiert, dass der Sammelplatz ordentlich zu verlassen ist und, dass saftige Bußgelder oder sogar strafrechtliche Konsequenzen drohen, wenn der Platz zugemüllt hinterlassen wird. Stufe zwei wäre die Installation von Beleuchtung am Sammelplatz. Stufe drei eine Videoüberwachung. Als letzte Konsequenz könnte die Kommune alle Container stilllegen und auf eine Haussammlung umstellen. So weit solle es aber nicht kommen. Für den Standort in Broch hofft Kürtens Bürgermeister auf eine langsame Besserung.

Es habe sich aber leider noch nicht herumgesprochen, dass auch neben den Containern nichts abgestellt werden dürfe. Die Verwaltung werfe ein intensives Auge auf den neuen Standort, informierte Bredow. Wer in der Gemeinde unterwegs ist, dem entgehen auch andere Standorte nicht, die öfters in einem verwahrlosten Zustand erscheinen.

Der Anlauf der Verwaltung beschränkt sich bislang nur auf den Hauptort Kürten. Als Entree ins Dorf machten die zugemüllten Container keinen guten Eindruck auf Besucher, hatten sich zuletzt Bürgerinnen und Bürger beschwert.