Das spendenfinanzierte Projekt entstand durch die Zusammenarbeit der DKMS mit Autorin Jutta Maas, Ex-Höhner-Sänger Henning Krautmacher und großzügigen Spendern.
Krautmacher vermittelt SpendenBuch soll Kindern und Erwachsenen das Thema Leukämie erklären

Der Gartenzwerg Herr Lehmann mit seiner Erschafferin Jutta Maas und Ex-Höhner-Sänger Henning Krautmacher.
Copyright: Arton Krasniqi
Herr Lehmann war schon in der ganzen Welt unterwegs, um Geschichten für seine Besitzerin Frau Sauertopf zu sammeln und die Welt kindgerecht zu erklären. Herr Lehmann ist ein neugieriger, sprechender Gartenzwerg, erschaffen von Autorin Jutta Maas und Illustratorin Saskia Gaymann. Seine Reisen führten ihn bereits nach Neuseeland und Alaska. Doch seine neueste Geschichte dürfte die bisher emotionalste für ihn gewesen sein.
Denn der Gartenzwerg beschäftigt sich mit dem Thema Leukämie, also Blutkrebs. Gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) will Jutta Maas mit ihrer Geschichte Kinder und Erwachsene über die Krankheit aufklären. Aber auch darüber, wie sie mit Hilfe der lebensrettenden Stammzellspende besiegt werden kann. Möglich machten das Projekt zwei Spenden über je 5000 Euro. Eine kam vom Kölner Abend in Kitzbühel von Veranstalter Jürgen Schwarz. Eine weitere vom Lions Club Bensberg-Königsforst um Charles von Auersperg. Am Mittwoch nahm DKMS-Geschäftsführer Stephan Schumacher die beiden Spendenchecks entgegen. Die wichtige Rolle des Vermittlers nahm Ex-Höhner-Sänger Henning Krautmacher ein. Er war es, der den Spendengebern die DKMS als Spendenziel ans Herz legte.
Krautmacher legte den Spendengebern die DKMS ans Herz
„Im Buch geht es vor allem darum, dass man an Leukämie nicht sterben muss, und es Maßnahmen gibt, wie man von der Krankheit gerettet werden kann“, sagt Krautmacher. „All das wird auf eine unfassbar liebevolle Art und Weise erklärt.“ Der eine oder die andere werde bei der Lektüre sicherlich ein Tränchen verdrücken, glaubt Krautmacher, der sich schon seit über 35 Jahren für die DKMS engagiert.
Krautmacher stellte auch die Verbindung zwischen Jutta Maas und der DKMS her. Als er mit der Idee auf die befreundete Autorin zukam, war diese zunächst unsicher, wie sie dieses Thema aufgreifen sollte, ohne die Kinder zu überfordern. Sie traf sich mit einer Psychologin, die in der Onkologie arbeitet. Die riet ihr: „Solange in dem Buch die Wahrheit drinsteht, haben Sie alles richtig gemacht.“ Der Protagonist der Geschichte ist Benni, ein Freund von Herrn Lehmann. Benni hatte bereits Leukämie und konnte durch eine Stammzellenspende gerettet werden. Bei einer Gartenparty trifft Benni auf seine Spenderin, eine Amerikanerin.

Die Unterstützer des Projekts sind Jürgen Schwarz, Michael Geyssel, Holger Pinsdorf, Thomas Kurscheid (untere Reihe von links nach rechts) Stephan Schumacher, Jutta Maas, Henning Krautmacher, Michael Rivera, Charles von Auersperg (mittlere Reihe von links nach rechts), Manfred Hemmersbach und Jörg Niedermeier (obere Reihe von links von rechts).
Copyright: Arton Krasniqi
Das Hörbuch, gesprochen von Henning Krautmacher, ist schon fertig. Mit Hilfe der Spenden soll das Buch nun auch gedruckt und kostenlos in Kinderarztpraxen und Krankenhäusern zur Verfügung gestellt werden. „Das Projekt ist sehr wichtig für uns, weil es um Aufklärung in jungen Jahren geht“, sagt DKMS-Geschäftsführer Stephan Schumacher. „Wir wissen mittlerweile, dass junge Spender die besten Spender sind. Wir wollen vor allem Menschen für die Stammzellspende gewinnen, die 18 Jahre alt oder unwesentlich älter sind.“
DKMS will junge Menschen für die Spenderdatei gewinnen
Auch auf Schulen will die DKMS in Zukunft verstärkt zugehen. Auch dort könne das Buch zum Einsatz kommen. „In den Schulen können wir auch gesunde Kinder erreichen, die bisher noch nicht mit dem Thema in Kontakt gekommen sind“, sagt Jutta Maas.
Die DKMS hofft, mit dem Projekt verstärkt junge Menschen davon zu überzeugen, sich perspektivisch mit einer Registrierung bei der DKMS auseinanderzusetzen. Denn noch immer gebe es zu viele Betroffene mit Blutkrebs, die vergeblich auf einen passenden Stammzellspender warten. Mit einem einfachen Wangenabstrich können sich gesunde Menschen zwischen 17 und 55 Jahren in die Datei aufnehmen lassen. Weitere Informationen zur Arbeit der DKMS gibt es online.www.dkms.de