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KürtenSchulkonferenz spricht sich für Neubau der Gesamtschule aus

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Ein weißes Flachdachgebäude, vier Stockwerke, daran angebaut eins mit zwei Stockwerken.

Die Debatte um den Fortgang der Kürtener Gesamtschule dauert an.

Das Schulgremium stimmt mit großer Mehrheit für ein neues Gebäude nahe dem bisherigen Standort. Es lehnt eine Dauerbaustelle ab. Der Rat entscheidet im Juli

Derzeit wird in Politik und Verwaltung über den Fortgang der Schulsanierung debattiert, eine weitere Vorberatung wird es am 1. Juli im Sanierungsausschuss geben. Der Gemeinderat soll am 15. Juli über eine Variante entscheiden.

Die Auslagerung des Schulbetriebs wäre mit erheblichen organisatorischen, pädagogischen und sozialen Nachteilen verbunden.
Dr. Markus Hintze-Neumann, Schulleiter Gesamtschule Kürten

Der Kürtener Schulleiter erklärt, dass es mehrere Gründe für die Entscheidung gegeben habe. „Die Belastungen der Schülerinnen und Schüler sowie für die Beschäftigten werden für die kommenden Jahre deutlich reduziert.“ Die in anderen Varianten vorgesehene Auslagerung des Schulbetriebs sei mit erheblichen organisatorischen, pädagogischen und sozialen Nachteilen verbunden. Hintze-Neumann betont, dass die „Planungsgruppe Darmstadt“ in ihren Variantenuntersuchungen einen Neubau in unmittelbarer Nähe des Schulzentrums als wirtschaftlichsten Weg ermittelt habe. In einem Neubau habe die Gesamtschule auch die größte Chance, moderne Lern- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, ohne den laufenden Schulbetrieb über viele Jahre hinweg massiv zu beeinträchtigen.

Trotz eines seit drei Jahren laufenden Bauprozesses beschränkten sich bisher die Vorbereitungen für die beiden Turnhallen auf Abbrucharbeiten, die eigentliche Sanierung stehe noch aus. Dies zeige, dass eine Sanierung im laufenden Schulbetrieb erhebliche Belastungen und auch weitere Verzögerungen mit sich bringen könne. Auch eine Mindestsanierung, wie in einer der Varianten vorgeschlagen, sei nicht zielführend. Mittlerweile spüre die Schule auch, dass einige Eltern wegen der langjährigen Bauarbeiten vor einer Anmeldung ihrer Kinder in der fünften Klasse Bedenken hätten. Aktuell gebe es 118 Anmeldungen für die fünften Klassen, die Fünfzügigkeit sei damit weiter gegeben. Die Schule könne aber bis zu 135 Schüler im Jahrgang aufnehmen (fünf Klassen zu 27 Schülern).

Ein Sportplatz weit außerhalb wäre wegen Fahrtzeiten wenig sinnvoll

Idealerweise werde bei der bevorzugten Variante ein Neubau des Sportplatzes in Schulnähe gelingen, hofft Hintze-Neumann. Ein Sportplatz auf der grünen Wiese weit außerhalb sei wegen der dann erforderlichen Fahrtzeiten mit dem Schulbus wenig sinnvoll. „Die Gemeinde prüft offenbar Möglichkeiten, wo ein Sportplatz in Schulnähe entstehen könnte“, sagt Hintze-Neumann.

Nach Berechnungen der „Planungsgruppe Darmstadt“ kostet die Neubau-Variante 116 Millionen Euro und wäre in zweieinhalbjähriger Bauzeit fertiggestellt. Allerdings müssten wohl zunächst weitere Vorplanungen vorgenommen werden, die wiederum Zeit benötigten. Auch Auswirkungen auf die Grundsteuer B wären zu kalkulieren. Die Referenzvariante, Sanierung in zwei Abschnitten mit Auslagerung, soll laut Planern 124 Millionen Euro kosten und eine Bauzeit über fünf Jahre erforderlich machen. In einer Nutzwertanalyse hatte die Variante „Neubau auf dem Schulgelände“ mit Abstand am besten abgeschnitten.