Odenthal – Zwar ist die Flut schon einige Zeit her und so schnell wie sie kam, war sie auch verschwunden. Aber die Schäden, die die wütende Dhünn beim Überlaufen im Juli hinterlassen hat, werden noch lange sichtbar sein. Dafür interessierte sich am Samstag Innenminister Herbert Reul, der in Odenthal zu Gast war. Er schaute sich Teile der in Mitleidenschaft gezogenen Grundschule Odenthal an und zeigte sich betroffen.
Es ist nicht das erste von der Flut beschädigte Gebäude, das der Innenminister in den letzten Monaten gesehen hat. Er war an vielen Stellen im Land, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Doch als er die Odenthaler Grundschule betrat und ihm der muffige Geruch entgegenströmte, fiel ihm nur ein Satz ein: „Das ist unvorstellbar!“ Immer noch ist deutlich zu sehen, wie viel Zerstörungskraft die Dhünn letzten Sommer hatte.
Bis der Neubau steht, wird es noch lange dauern
Den Betrieb im Gebäude aufrechtzuerhalten, war nicht mehr möglich. Seitdem sind die Kinder auf die Grundschulen in anderen Orte verteilt, für viele Eltern ein großer Umstand. Sie seien daran interessiert, dass der Nachwuchs im Ort beschult wird, erklärte Heinz Hubert Fischer, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU in Odenthal.
Bis aber das alte Gebäude abgerissen ist und ein Neubau steht, kann es noch eine ganze Weile dauern. Deshalb wird es ab dem Sommer Container auf dem Schulgelände geben, wo dann der Unterricht für die Klassen eins bis vier stattfinden kann.
Minister Reul zeigt sich bei dem Rundgang betroffen
„Ich habe mir gerade gestern Abend noch die passenden Artikel aus der letzten Zeit durchgelesen“, berichtet Reul über seine Vorbereitungen auf den Tag. „Aber ich bin dankbar, jetzt vor Ort sein zu können und mir das selbst anzusehen, auch, um dabei etwas zu lernen.“ Auch die Turnhalle blieb von der Flut nicht verschont und wird vom Minister ebenfalls unter die Lupe genommen.
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Es sei eine Frage von Geld und Fachpersonal, das Problem an der Wurzel zu packen. Darin sind er und die Vertreter aus der Politik in Odenthal, die bei dem Rundgang mit von der Partie sind, sich einig. Denn auch im Gemeinderat wird aktuell über Lösungsansätze diskutiert.