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Weitere Mängel gefundenSanierung des Familienzentrums Odenthal könnte teurer werden

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Eine Frau dreht eine Heizung auf.

Neben der Heizung sind auch Teile der Küche und der Abwasserkanal sanierungsbedürftig. (Symbolbild)

Handwerker haben dem zuständigen Caritasverband Rhein-Berg bisher nicht beachtete sanierungsbedürftige Positionen in der Kita gemeldet.

Weil einige Bereiche des Caritas Familienzentrums Odenthal sanierungsbedürftig sind, hatte der Caritasverband Rhein-Berg beim Rheinisch-Bergischen Kreis einen Antrag auf die Übernahme von 30 Prozent der dafür nötigen Kosten gestellt. Dem hatte der Jugendhilfeausschuss einstimmig zugestimmt. Allerdings könnten die Sanierungsmaßnahmen nun doch teurer werden.

Veranschlagt waren laut Kreisverwaltung rund 159.000 Euro, 48.000 Euro davon würde der Kreis übernehmen. Die restlichen 70 Prozent muss der Verband beim Land Nordrhein-Westfalen beantragen. Sämtliche Anträge dafür seien bereits vorbereitet gewesen, sagt Raphaela Hänsch vom Vorstand des Verbandes auf Nachfrage.

Das Mauerwerk der Küche weist einen Feuchtigkeitsschaden auf

Doch dann hätten Handwerker der Caritas bisher nicht beachtete Positionen in der Kindertagesstätte gemeldet. Diese beträfen einzelne Bereiche in der Küche, beispielsweise die Leitungen, so Hänsch.

Auch sonst steht es laut Caritasverband schlecht um die Küche, genauer um das Mauerwerk. Das weise einen Feuchtigkeitsschaden auf. „Die Kücheneinrichtung wurde deutlich über die übliche „Lebenszeit“ hinaus genutzt“, hatte der Träger laut Kreisverwaltung mitgeteilt.

Das kritischste Problem ist der sanierungsbedürftige Abwasserkanal

Inwiefern sich die nun ans Licht gekommenen weiteren Mängel auf die Kosten auswirken und wie teuer die Sanierung im Endeffekt ausfallen werde, könne Hänsch zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht genau sagen. Eine neue Kostenrechnung sei nötig, mit dem Kreis sei man diesbezüglich in Kontakt.

Neben der Küche gibt es im Familienzentrum, das Platz für 55 Kinder bietet, außerdem Probleme mit der Heizung. Diese ist nach Angaben des Caritasverbandes seit 30 Jahren in Betrieb. Mittlerweile sei sie störanfällig und wiederholt ausgefallen. Das kritischste Problem ist laut Hänsch aber der Abwasserkanal. In diesen sind Wurzeln eingewachsen, er müsse dringend saniert werden.

Drei Wochen sind für die Sanierung veranschlagt worden

Geplant war nach Angaben der Kreisverwaltung, die vom Caritasverband genannten Mängel in der Sommerschließung des Familienzentrums zu beheben. Das sind drei Wochen in den Sommerferien. Für drei große Bereiche ein knapper Zeitrahmen.

„Gerade der Abwasserkanal sollte in dieser Zeit saniert werden“, sagt Hänsch. Denn dafür muss das Wasser der Einrichtung abgestellt werden, was im Normalbetrieb nicht zumutbar wäre. Bei der Küche sei der Zeitrahmen flexibler, vereinzelt sei der Betrieb dieser nicht notwendig. „Man könnte mit den Kindern dann beispielsweise einen Grilltag machen. Aber auf fließendes Wasser können wir nicht verzichten“, betont Hänsch.