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Windpark Bedburg A44nNoch kein Termin für Demontage des gebrochenen Rotorblatts

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Zu sehen ist ein abgebrochenes Rotorblatt an einem Windrad.

Noch immer baumelt der gebrochene Flügel am Windrad, auch die Urache für den Rotorbruch ist noch nicht bekannt.

Der Hersteller Nordex hat auch noch keine Hinweise auf den Grund für den Bruch des Flügels. Das Windrad wird rund um die Uhr bewacht.

Noch immer gibt es keinen Termin für die Demontage des Windradflügels, der am 7. Januar bei winterlicher Witterung gebrochen war. Für mehrere Stunden hatte die nahegelegene Autobahn A44n gesperrt werden müssen, da nicht auszuschließen war, dass das kaputte Rotorblatt auf die Fahrbahnen stürzt.

„Von Anbeginn ist es das Ziel aller Beteiligten, die Demontage des beschädigten Rotorblatts so schnell wie möglich durchzuführen und das Rotorblatt kontrolliert und sicher zu Boden zu bringen“, sagt nun Felix Losada, Sprecher des Herstellers Nordex. Fachfirmen seien bereits verpflichtet, mit den Experten prüfe man das sichere Vorgehen. „Wir haben entsprechende Konzepte erarbeitet.“

Bedburg: Nach wie vor gilt ein Sicherheitsradius um das Windrad

Doch wann das geschieht, steht in den Sternen. Die Arbeiten seien „stark von den Witterungs- und insbesondere Windbedingungen abhängig, weshalb derzeit keine verbindlichen Zeitangaben möglich sind“, sagt Losada. „Der Standort befindet sich in einem sehr windexponierten Gebiet.“

Rund um das betroffene Windrad, das auf RWE-Betriebsgelände steht, gilt ein Sicherheitsradius von 400 Metern, der nicht betreten werden darf. Die Absperrung überwacht ein Sicherheitsdienst. „Die Turbine wird kontinuierlich rund um die Uhr überwacht“, sagt Losada. 

Die Ursache des Schadens ist derzeit noch nicht geklärt, bestätigt der Nordex-Sprecher. Ein Expertenteam untersuche den Vorfall. „Drohneninspektionen wurden bereits durchgeführt“, sagt Losada. „Betroffene Teile des Rotorblatts werden nach der Demontage sorgfältig untersucht werden, das wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Hinweise auf Risiken für andere Anlagen liegen aktuell nicht vor.“

Weltweit seien über 6000 Rotorblätter desselben Typs im sicheren Einsatz, betont der Sprecher. Und weiter: „Bei den vier weiteren Turbinen im Windpark Bedburg wurden keine Auffälligkeiten oder Abweichungen festgestellt, die aus Sicht von Nordex einer Wiederinbetriebnahme entgegenstehen würden.“

Das betroffene Rotorblatt ist den Angaben zufolge 74 Meter lang und wiegt über 19 Tonnen. Es besteht aus faserverstärkten Verbundmaterialien. „Das beschädigte Blatt wird nach der Demontage – und einige Teile später nach ihrer Untersuchung – über spezialisierte Unternehmen fachgerecht entsorgt beziehungsweise recycelt“, sagt Losada.