Microsoft siedelt sich auch in Bedburg und Elsdorf an. In Bergheim sind bereits Erdarbeiten in Gang.
Drei Ansiedlungen im KreisMicrosoft-Standort in Bergheim am weitesten fortgeschritten

In Bergheim-Paffendorf sind die Vorbereitungen für den Baubeginn der Hyperscaler in Microsoft im Gange.
Copyright: Rafael Greboggy
In Bergheim-Paffendorf sind bereits zahlreiche Fahrzeuge dabei, den Bau des Microsoft-Hyperscalers vorzubereiten. Wie ein Sprecher des US-Konzerns erklärt, sei Bergheim von allen drei Microsoft-Standorten im Rhein-Erft-Kreis am weitesten fortgeschritten.
Aktuell fänden vorbereitende Erdbaumaßnahmen statt, so der Microsoft-Sprecher. Die Pressestelle der Stadt Bergheim erklärte auf Anfrage:„ Zu den derzeitigen Arbeiten auf der Microsoft-Fläche können wir städtischerseits aktuell sagen, dass Erd- und Fundamentarbeiten stattfinden und dass wir zwei Teilbaugenehmigungen erteilt haben.“
Bergheim: Spatenstich für Hyperscaler im ersten Halbjahr
Volker Mießeler (CDU), der Bürgermeister der Kreisstadt, sagte im Gespräch mit dieser Redaktion, dass mit den bisher erteilten Genehmigungen Tiefbauarbeiten stattfinden können, etwa die Erschließung der Fläche mit Kanalanlagen, ein Regenwasserauffangbecken und der Anschluss an das Straßennetz.
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In Paffendorf sind die Vorbereitungen für den Baubeginn der Hyperscaler in Microsoft im Gange
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„Im Moment arbeiten wir an der Hauptbaugenehmigung“, sagte Mießeler, mit dieser könne der Bau dann starten. Er gehe davon aus, dass diese Genehmigung Anfang März erteilt werden könne. „Mein Wunschtermin ist es, am 12. März den Spatenstich zu haben.“ Die Inbetriebnahme des Hyperscalers war nach Bekanntgabe des Projekts für 2026 anvisiert.
Microsoft investiert in das Rheinische Revier
Mit dem bisherigen Zeitplan ist Mießeler absolut zufrieden. Es sei gelungen, in 13 Monaten den Bebauungsplan zum Satzungsbeschluss zu bringen. „Das ist ja keine Hundehütte, die man da plant und zu genehmigen hat“, so der Bürgermeister.
Das Projekt habe einen erheblichen Umfang und es gelte viele Dinge mitzuberücksichtigen. „Es ist auch kein Geheimnis, dass das Thema Abwärme ein herausragendes Thema ist, was ja im Energieeffizienzgesetz geregelt ist. Es gibt schon Herausforderungen, die es da zu meistern gibt. Da sitzen wir dran.“ Das Grundstück dort ist in etwa 20 Hektar groß. „Wenn man regelmäßig da vorbeifällt, sieht man, wie rasend schnell das da vorangeht“, sagt Mießeler.
Microsoft schafft auch Rechenzentren in Bedburg und Elsdorf
Microsoft siedelt sich auch in Bedburg und Elsdorf an. Je Standort sollen etwa 150 Arbeitsplätze entstehen. Mießeler erklärte bereits, dass die Ansiedlung des US-Techkonzerns eine enorme Strahlkraft und Sogwirkung für zahlreiche Unternehmen entwickelt habe.
Diese sei immer noch zu beobachten, es gebe Austausch mit potentiellen Invesotren, auch was den Digitalpark angeht, mittlerweile in Innovation Park umgetauft. „Da sind wir ganz konkret in Austausch mit einem Investor“. Es habe bereits ein Treffen in Basel gegeben. Beim Invesotr handle es sich um einen Unternehmen, der den Betrieb eines solchen Digitalparks komplett übernehme.
Das Projekt gilt als Meilenstein für die Entwicklung der Region. Microsoft hatte bereits 2024 erklärt, in den kommenden Jahren insgesamt 3,2 Milliarden Euro in Deutschland zu investieren. Ein Großteil des Geldes solle dabei ins Rheinische Revier fließen.


