Auf dem Gelände der Zuckerfabrik sollen 30 High-Tech-Arbeitsplätze entstehen. Was das Unternehmen dort plant.
35-Millionen-InvestitionBioweg will in Elsdorf biologisch abbaubare Rohstoffe herstellen

Auf dem Gelände der Zuckerfabrik will das Unternehmen Bioweg 35 Millionen Euro in ein Werk zur Produktion von biologisch abbaubarer bakterieller Zellulose als Ersatz für fossiles Mikroplastik investiere.
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Das Unternehmen Bioweg wird sich auf dem Gelände der Zuckerfabrik ansiedeln. Das teilen das in Quakenbrück (Niedersachsen) ansässige Unternehmen und die Landtagsabgeordnete Romina Plonsker (CDU) mit. Bioweg will nach eigenen Angaben 35 Millionen Euro in Elsdorf investieren. 10,3 Millionen Euro steuert laut Plonsker die EU im Rahmen des Förderwettbewerbs „Produktives.NRW“ bei.
Bioweg stellt hochleistungsfähige, biologisch abbaubare Bakterienzellulose als Ersatz für fossile Polymere und absichtlich zugesetzte Mikroplastikpartikel her. Die weltweit einzigartige Anlage wird in Elsdorf jährlich bis zu 10.000 Tonnen produzieren. Die Inhaltsstoffe von Bioweg sind laut Unternehmensangaben bereits kommerziell im Einsatz. Der Standort Elsdorf wird demnach derzeit aufgebaut, „um der steigenden Nachfrage nach diesen Produkten gerecht zu werden“.
Elsdorf: Neuansiedlung schafft 30 qualifzierte Arbeitsplätze
In der Landwirtschaft böten die mikroplastikfreien Düngemittel- und Saatgutbeschichtungen des Unternehmens die erforderliche Funktionalität bei einer bis zu 70 Prozent geringeren Dosierung als herkömmliche synthetische Alternativen. Auch in den Bereichen Kosmetik, Körperpflege und Haushaltspflege sollen die Inhaltsstoffe auf der Grundlage vollständig biobasierter, biologisch abbaubarer Rohstoffe eingesetzt werden.
Plonsker begrüßt die Förderentscheidung als „wichtigen Schritt für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Elsdorf und das Rheinische Revier. In Elsdorf entsteht eine hochinnovative Produktionsstätte mit europäischer Strahlkraft“. Aus einer innovativen Idee entstehe industrielle Wertschöpfung, es würden neue Arbeitsplätze geschaffen „und gleichzeitig werden fossile Rohstoffe und Mikroplastik vermieden“, so Plonsker, die Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtags und im Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier ist. In Elsdorf entstehe „Europas größte Produktionsanlage für bakterielle Zellulose“.
„Die Ansiedlung von Bioweg verdeutlicht die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Elsdorf und ist ein wichtiger sowie weiterer Baustein im Strukturwandel. Nach der langen Zucker-Tradition in unserer Stadt, entsteht nun eine neue Branche mit guten Arbeitsplätzen. Wir freuen uns sehr, dass sich das innovative und zukunftsorientierte Unternehmen für Elsdorf entschieden hat“, kommentiert Elsdorfs Bürgermeister Andreas Heller.
Baubeginn soll schon im letzten Quartal 2026 sein. Das Unternehmen will am Standort rund 30 High-Tech-Arbeitsplätze schaffen. Erste kommerzielle Mengen werden laut Bioweg für 2028 erwartet. Damit werde die Produktion eines Materials, das Europa heute fast ausschließlich importiere, auf europäischem Boden etabliert.
