40 Fahrerinnen und Fahrer waren unterwegs für einen guten Zweck.
Dat kölsche HätzKnapsacker Knatterköpp sind mit Vollgas für krebskranke Kinder unterwegs

Die „Evil Eichhorns“ aus Mechernich fuhren mit ihren Mofas und Mopeds auf dem Gewerbehof ein, um den goldenen Spendentank als Stafette an die „Knapsacker Knatterköpp“ weiterzugeben.
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Einen kühlenden Wassersprinkler, einen Container als Pool, kalte Getränke, Outdoordusche, Werkstatt, einen mobilen Imbiss und Schlafplätze hatten die Knatterköpp für den Empfang der Evil Eichhorns aus Metternich vorbereitet. Rund 40 Fahrerinnen und Fahrer trafen nach rund 50 Kilometern auf ihren kleinen Mofas und Mopeds vorzeitig im Gewerbehof im Bertramsjagdweg ein, wo sich die Knatterköpp 2021 gegründet hatten. 40 Kilometer waren sie auf den kleinen Maschinen gefahren und haben dabei Spenden im „goldenen Tank“ gesammelt. Noch am Abend sollten in zeremonieller Tankübergabe, die Stafette an die Knatterköpp weitergereicht werden, die verantwortlichen für die nächste Etappe am 18. Tag der Momoto 2026. Nur auf den ursprüngliche geplanten Stopp am Otto-Maigler-See hatten die Evil Eichhorns verzichtet. „Dort war es uns zu voll“, sagte einer von ihnen.
Hürth: Knatterköpp sind auf dem Weg nach Issum bei Düsseldorf
Alle zwei Jahre starte die Momoto als Benefiztour zur „Reise des goldenen Tanks“ zu einem Staffellauf mit Mofas und Mopeds in 31 Etappen vom Bodensee bis zur Ostsee, schilderte Tim Lais, als der „General“ verantwortlich für das reibungslose Funktionieren der Tour. Am 28. Juli sei die Tour mit den Bavarian Barbarians in Uckersdorf in der Oberpfalz gestartet worden. Am 20. August werde sie in Geltorf zwischen Kiel und Flensburg beendet. Ziel sei es bei jedem Stopp der auffälligen Truppe Geld für Kinder zu sammeln. An welche Vereinigung das Geld gespendet werden solle, entschieden die Klubs selbst, so Tim Lais. Im Jahr 2024 seien so insgesamt 48.000 Euro gesammelt worden.

Heiner und Dirk sind mit ihren Mofas seit dem Start im Süden Deutschlands dabei und wollen die ganze Tour bis Geltorf im Norden mitfahren, 32 Tage lang.
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Ihren „goldenen Tank“ wollten die Knapsacker Knatterköpp an den Förderverein für krebskranke Kinder Dat kölsche Hätz spenden, erläuterte der Sprecher Steve Dvorschak. Am Freitag wollten sie nach Issum bei Düsseldorf starten: „Wir haben 110 Kilometer an der Hacke.“ Schon zur letzten Spendenfahrt hatten sie sich in Bergheim einer Etappe angeschlossen, jetzt richteten sie selbst eine aus. „Die Mehrheit unseres technikbegeisterten und mofaverrückten Haufens vergnügter Biertrinker ist allerdings im Urlaub“, sagte Dvorschak. Aber Sascha, Patrick, Dirk, Peter, Robert und er selbst würden sich auf die Mofas, vorzüglich der Marke Piaggio, schwingen, begleitet von Dominique im Besenwagen. Verstärkt von etwa 17 Durchfahrern werde die Gruppe dennoch nicht allzu klein werden, schätzte es Steve Dvorschak ein.
„Die Leute stehen am Straßenrand und klatschen, wenn wir in Kolonne vorbeiziehen“, schilderte Thomas, der seit einer Woche auf seiner Kreidler Florett mit Vier-Gang Fußschaltung unterwegs ist. Entsprechend hoch sei die Spendenbereitschaft. Heiner, Dirk und Mirko gehörten zu den Durchfahrern von Beginn an. „Die Fahrt für den guten Zweck ist es einfach wert, dass ich mir dafür Überstunden aufspare und unbezahlten Urlaub nehme“, findet Heiner. Am Donnerstag zählten die Fahrer der Zweitaktmaschinen ihre 50. Panne, ein Kupplungszug war gerissen und schnell repariert, erzählt Nils.
Pannen bei den alten Maschinen gehörten einfach dazu, selbst Motorschäden könne man reparieren dank der großen Community, die spätestens bei den abendlichen Stopps für Ersatzteile sorge. „Es ist toll zu sehen, wie schnell Leute diese Maschinen so kreativ reparieren können“, sagte die angehende Technikerin für Maschinenbau Gina. Die 28-jährige auf ihrer Puch war eine von drei Frauen bei den Ankömmlingen.
