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Leerstehendes LadenlokalKölner Maler Georg Siep stellt Kunstwerke im Hürth-Park aus

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Ein Mann steht neben seinen ausgestellten Bildern.

Werke des Kölner Malers Georg Siep sind derzeit in einem Schaufenster im Hürth-Park zu sehen.

Schon seit einiger Zeit bietet das Einkaufszentrum vornehmlich Kunstschaffenden aus der Region eine Plattform.

„Das ist eine Superidee, die mir sehr gefällt“, begeisterte sich Dirk Maria Verbrüggen vor einem Schaufenster im Hürth-Park, in dem Werke des Malers Georg Siep zu sehen sind. Verbrüggen ist selbst im Bereich der Objektkunst tätig und kann sich gut vorstellen, irgendwann an gleicher Stelle seine Kunstwerke zu zeigen.

Schon seit einiger Zeit bietet das Einkaufszentrum vornehmlich Kunstschaffenden aus der Region eine Plattform. Den Anfang hat der Kerpener Graffiti-Künstler Simon Stolzenbach gemacht, der drei große Flächen im Außenbereich gestaltet hat.

Hürth-Park: Kölner Georg Siep nutzt leer stehendes Ladenlokal als Präsentationsfläche

Aktuell nutzt der Kölner Georg Siep im Einkaufszentrum ein leer stehendes Ladenlokal gegenüber dem Currywurststand als Präsentationsfläche. „Das ist ein guter Platz, um Leute zu stoppen und um mal kurz innezuhalten“, findet Center-Managerin Hella Dubrowsky. Als „gute Ecke mit viel Frequenz“ lobt auch Siep den Standort, an dem sich zum Künstlergespräch ein Grüppchen kunstinteressierter Menschen eingefunden hatte.

Als Moderatorin fungierte die Künstlerin und Kunstvermittlerin Sabine Schumacher, die den Kontakt mit dem Center-Management hergestellt hatte und auch künftig „Kunstschaffende und Flächen zusammenbringen will“. „Die Leute bleiben stehen“, stellte sie zufrieden fest. Tatsächlich sind die farbstarken abstrakten Mischtechniken und Ölgemälde, die vor einer hellen LED-Wand auf filigranen Staffeleien platziert sind, ein Hingucker. Für den Künstler, dessen Werke in zahlreichen Ausstellungen zu sehen waren, ist die Schaufenster-Präsentation „mal ein Experiment“.

Inspiration bezieht er aus der gegenständlichen Welt. Während des Malprozesses verselbstständigen sich dann die Motive. Struktur, Farbe und Raum sind die bestimmenden Elemente seiner Kunst, in denen Gleichgewicht und Spannung fein ausbalanciert sind. Lob gab es auch von Manfred Tennié. „Diese Aktion bringt die Kunst dorthin, wo die Menschen sind, das ist ein niederschwelliges, offenes Angebot.“

Georg Sieps Werke sind noch bis zum 30. März zu sehen, zu Monatsbeginn gibt es einen Wechsel. Die Bilder kosten zwischen 1300 und 1700 Euro, Interessenten können per E-Mail Kontakt aufnehmen. Für Hella Dubrowsky ist klar, dass die Schaufenster-Ausstellungen fortgesetzt werden, auch wenn das Ladenlokal wieder vermietet wird. „Irgendwo finden wir einen Platz“, versichert sie.