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„The Max“Köln bekommt neue Open-Air-Location – mit Beachclub, Biergarten, Sport

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Uli Tanas auf dem Max-Becker-Areal an der WIddersdorfer Straße

Veranstalter Uli Tanas auf der großen asphaltierten Fläche an der Widderdorfer Straße 206, die sich als Marktplatz anbietet. Im Hintergrund ist das sogenannte Uhrenhaus zu sehen. Das soll im Wohnquartier später erhalten bleiben.

Auf einem Teil des Max-Becker-Areals in Ehrenfeld wollen die Betreiber bereits mit ersten Angeboten ab Ende Juli starten. Die Genehmigungen der Stadt stehen noch aus. 

Köln hat bekanntlich ein Flächenproblem. Und trotzdem werden demnächst 24.000 Quadratmeter in Ehrenfeld für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Beachvolleyballfelder mit Beachclub, wechselnde Märkte, ein Biergarten unter Bäumen und eine Bühne für Konzerte und andere Events: Auf einem Teil des ehemaligen Max-Becker-Areals an der Widdersdorfer Straße ist eine Mischung aus Kultur, Gastronomie und Sport geplant. Seit dem 1. Mai mietet Veranstalter Uli Tanas zusammen mit weiteren Akteuren das Gelände vom Entwickler Pandion AG an.

Die Pandion AG baut auf dem Industriegelände des Schrottverwerters Max Becker, der inzwischen am Niehler Hafen sitzt, ein neues Stadtquartier mit 1700 Wohnungen. Auf diesem Teil an der Widdersdorfer Straße 206 sollen die Bagger voraussichtlich erst im Jahr 2031 anrollen, da Pandion AG an anderer Stelle mit den Bauarbeiten starten wird. Wann, ist allerdings noch nicht klar, zuletzt hieß es noch in diesem Jahr.

Kölns neue Open-Air-Location heißt The Max und soll fünf Jahre bestehen

Kölns neue Open-Air-Location mit dem Namen „The Max“ ist also von vorneherein als fünfjährige Zwischennutzung geplant. Das sei für ihn völlig in Ordnung, sagt Uli Tanas, den wir bei strahlendem Wetter vor Ort antreffen. „Hier war vorher der Schrottplatz, daher handelt es sich nicht um Gentrifizierung und Wohnungen sind auch sehr wichtig. Wir freuen uns, dass wir diesen schönen Ort nun fünf Jahre bespielen dürfen“, so Tanas, Gründer der Agentur 2Bild TV Events & Media, die unter anderem seit über 20 Jahren für das Telekom-Electronic-Beats-Programm arbeitet. Tanas produziert auch Kochsendungen für den WDR und hat zuletzt Anteile des c/o pop-Festivals übernommen, weil Gründer Norbert Oberhaus sich nach und nach zurückzieht. Er baute zudem den ehemaligen Musiksender Viva2 mit auf.

Uli Tanas auf grpßer asphaltierter Fläche des neuen Open-Air-Geländes The Max

Uli Tanas auf dem Max-Becker-Areal. Im Hintergrund die Gaskugel, die ebenfalls erhalten bleiben wird.

Das Industriegelände an der Widdersdorfer Straße liegt seit ungefähr sieben Jahren brach und war sich selbst überlassen, entsprechend verwildert fand Tanas es vor. Ab Ende Juli soll es für das Publikum geöffnet werden. Das sind zumindest die ambitionierten Pläne von Tanas und seinem Kollegen Sebastian Seick, Betreiber des Technoclubs Fi, der vor zwei Jahren ebenfalls an der Widdersdorfer Straße eröffnet hat. „Wir sind optimistisch. Mit der Stadt sind wir im Gespräch: Politik und Stadt wollen das Projekt. Auch die Familie Becker unterstützt es“, sagt Tanas. Den Bauantrag haben sie im Februar eingereicht.

„Unser Ziel ist, mit etwas Kleinem anzufangen. Und wenn wir erst einmal diesen bisher abgeschirmten Ort für das Publikum öffnen. Auf dem asphaltierten Platz kann man Skateboard fahren oder hier einfach spazieren.“ Beachclub und Biergarten könne man recht zügig umsetzen, ist sich Tanas sicher. Es müsse dafür Sand aufgeschüttet werden und für die gastronomischen Bereiche sind Container vorgesehen. Perspektivisch geplant sind auch Paddle-Felder, dieses Jahr allerdings noch nicht.

Gespräche mit Gastronomen für Biergarten im The Max in Ehrenfeld

Aktuell führt er Gespräche mit möglichen Betreibern für den Beachlcub sowie Kölner Gastronomen, die sich vorstellen können, einen Biergarten mit etwa 300 Plätzen zu betreiben. Tanas und Seick möchten den „wilden“ Charakter, so weit es geht, erhalten. Die im Bauantrag festgelegten 70 Parkplätze müssen demnächst jedoch von Unkraut befreit werden. „The Max“ soll zwei Eingänge haben, einen für Autos und einen für Fußgänger. Auch Stellplätze für Fahrräder sind geplant.

Die KI zeigt, wie die Beachvolleyballfelder und der Beachlub auf einem Teil des Max-Becker-Areals, der die neue Location The Max wird, aussehen kann. Dies soll nur eine grobe Vorstellung vermitteln. Es wird nicht 1:1 so umgesetzt.

Die KI zeigt, wie die Beachvolleyballfelder und der Beachlub auf einem Teil des Max-Becker-Areals, der die neue Location „The Max“ wird, aussehen kann. Dies soll nur eine grobe Vorstellung vermitteln.

Wie kam die Idee überhaupt zustande, zumal Tanas ohnehin stets an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitet? „Die Pandion AG ist vergangenen Herbst auf Sebastian Seick zugegangen, weil die ein Interesse haben, dass der Raum in der Zwischenzeit belebt wird. Als ich angesprochen wurde, wusste ich es zunächst nicht. Aber als ich hierher kam, fand ich es total schön. Es begeistert mich. Ich lebe seit 33 Jahren in Köln und kannte diesen Ort nicht“, sagt der gebürtige Schleidener. Mit Sebastian Seick gründet er die Tage eigens eine Firma für die Location. Ein weiterer Unterstützer ist Kulturmanager und Gastronom Roland Schmitz von der Off-Bar am Südbahnhof, der sich mit Zwischennutzungen auskennt und die ehemaligen Ehrenfelder Clubs Papierfabrik und Heinz Gaul mitaufgebaut hat.

Das charakteristische Uhrenhaus soll als Bau im zukünftigen Stadtquartier erhalten bleiben. Uli Tanas wird es jedoch nicht bespielen.

Das charakteristische Uhrenhaus soll als Bau im zukünftigen Stadtquartier erhalten bleiben. Uli Tanas wird es jedoch nicht bespielen. Auf der nahegelegen Wiese dürfen aber Yoga- oder andere Sportkurse stattfinden.

Erste Märkte bereits im Sommer, The Max als Treffpunkt für Nachbarschaft

Wenn es nach Tanas geht, sollen im Sommer bereits die ersten Märkte, zum Beispiel Foodmärkte stattfinden, für September ist ein Designmarkt angedacht. Gelegentlich soll es auch Konzerte geben, mit Schallschützern wurde auf dem Areal ein passender Ort für eine Bühne bereits definiert. Laute Veranstaltungen sollen aber die Ausnahme bleiben, da es in der Nachbarschaft viele Anwohner gibt.

Die Gastronomie soll bis 24 Uhr geöffnet sein. „Die Kommerzialität steht hier nicht im Vordergrund. Viele haben sich auch schon gemeldet, weil sie ihre Outdoor-Sportkurse wie Yoga hier geben wollen, da sie im öffentlichen Raum nicht mehr erlaubt sind“, so der 53-Jährige. Es solle auch ein Ort für Communities, also Nachbarschafts- oder Vereinstreffen, sein. Kinoabende, Kindertheater, Installationen und Ausstellungen – vieles sei denkbar. „Wir wollen möglichst jeden Tag öffnen.“ 


Neues Stadtquartier: Auf dem rund 16,2 Hektar großen Gesamtareal, das das Max-Becker-Grundstück und ein Gelände der Rhein-Energie umfasst, plant der Projektentwickler Pandion AG das neue Stadtquartier namens „Pan“: 1700 neue Wohnungen, Tausende Arbeitsplätze sollen hier entstehen, dazu eine Grundschule, mehrere Kitas, Sport-, Kultur- und Jugendangebote. Das Uhrenhaus-Gebäude soll erhalten bleiben und als Markthalle umfunktioniert werden. Das Uhrenhaus-Gebäude heißt so, weil sich in ihm Zählinstrumente zur Gasmessung befanden. Bevor Max Becker auf das Areal zog, befand sich dort das ehemalige Gaswerk Ehrenfeld.

Bis zum 28. Mai liegt der Bebauungsplanentwurf für das Max-Becker-Areal öffentlich aus. Erst wenn das Verfahren abgeschlossen ist und der Bebauungsplan rechtskräftig ist, können die Arbeiten starten. Weitere Infos zum neuen Stadtquartier gibt es online. (gam)