Neben den üblichen Konzerten mit Vorverkauf und Abendkasse finden auf dem Freideck der Kantine sogenannte Hut-Konzerte statt. Im Juni geht es los.
Aus der Not geborenBesonderes Open-Air-Format im Kölner Norden schont den Geldbeutel

Auf dem Freideck der Kantine finden die beliebten Open-Air-Konzerte statt.
Copyright: Michael Wand
Im Kölner Norden hat sich eine Open-Air-Format etabliert, das aus der Not geboren wurde: Als die Corona-Pandemie alle Planungen für Kulturveranstaltungen sämtlicher Art lähmte, entschlossen sich die Betreiber der Kantine an der Neusser Landstraße zu einem Novum: Auf dem „Freideck“, wie der Biergarten samt großer Bühne genannt wird, finden in den Sommermonaten sogenannte Hut-Konzerte statt: Bei freiem Eintritt werden die Gäste während des Konzerts gebeten, einen Betrag ihrer Wahl in einen Hut zu legen.
„Hinter der Idee steht der Gedanke, dass man spontan, ohne Verpflichtung und ohne sehr tief in die Tasche greifen zu müssen, ein Konzert besuchen kann“, sagt Kantinen-Gründer Andreas May-Johann. In der Corona-Zeit seien nur Open-Air-Veranstaltungen unter bestimmten Vorkehrungen und häufig wechselnden Vorgaben möglich gewesen – doch aufgrund der Unsicherheit in der Bevölkerung habe der Ticket-Absatz häufig zu wünschen übriggelassen.
Kantine Köln: Hut-Konzerte auf dem Freideck
Diese Probleme gehören zum Glück der Vergangenheit an. Neben den Konzerten mit Vorverkauf und Abendkasse sind die Hut-Abende auf dem Freideck inzwischen mehr denn je fester Bestandteil des Open-Air-Kalenders der Stadt. 900 Plätze umfasst der modern gestaltete Outdoor-Bereich, umgeben von hohen Bäumen und Lichterketten. Neben Getränken gibt es einen Imbisswagen, in dem bekanntes Fastfood wie Currywurst auf malaysische Art gekocht wird.

The Pretty Heartbreakers spielen am 26. Juni auf dem Freideck der Kantine – hier ein Foto aus dem Vorjahr.
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18 Hut-Konzerte stehen von Juni bis August auf dem Freideck an. Dabei sind auch bundesweit bekannte Gruppen wie die Krautrockformation Bröselmaschine (17. Juli), bei der Helge Schneider einst mitspielte, oder Birth Control (19. Juni), für die in den Anfangsjahren Hugo Egon Balder am Schlagzeug saß. Gleich mehrere Tribute-Bands huldigen bekannten Weltstars. The Pretty Heartbreakers etwa spielen am 26. Juni Hits und Raritäten von Tom Petty & The Heartbreakers, gefolgt von Santana Pa ti (Carlos Santana) am 3. Juli oder Purple Storm (Deep Purple) am 9. Juli.
In den Hut-Konzerten sieht Andreas May-Johann zudem eine Art Entwicklungshilfe: „Wir ermöglichen so, noch relativ unbekannten Bands, auf einer großen Bühne vom Publikum entdeckt zu werden.“ Beginn ist jeweils 20 Uhr, um spätestens 22 Uhr muss die letzte Zugabe gespielt sein. (red)
