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Sizilien in KölnDas „Savoca Mercato“ ist neu am Gottesweg

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Unter einer roten Markise ist der Eingang zum Restaurant Savoca Mercato.

Das neue Lokal „Savoca Mercato“ am Gottesweg bietet sizilianische Spezialitäten.

Grischa Savoca hat das „Arte e Bar“ neben seinem Café übernommen und es in das „Savoca Mercato“ verwandelt. Dort serviert er Frühstück, Mittagssnacks sowie Pizza und Pasta.

Savoca ist ein romantisches Dorf auf Sizilien, Drehort des Mafia-Epos „Der Pate“. Zugleich ist es der Name eines Cafés mit hauseigener Eisproduktion am Gottesweg, das sich gerade zum Bistro-Restaurant „Mercato“ gemausert hat - und zwar durch die Übernahme der benachbarten Pastabar. Es gibt einen Zusammenhang: Der Vater des Betreibers Grischa Savoca stammt aus Sizilien. Er kam zum Arbeiten nach Deutschland und lernte auf einem Allgäuer Jahrmarkt seine Frau  kennen. „Es war eine typische Gastarbeiterliebelei“, erzählt Savoca. Sie sollte ein Leben lang halten und sich später in Köln fortsetzen, wo der Vater eine Pizzeria betrieb und Sohn Grischa ebenfalls Gastronom wurde.

Fifties-Flair in Köln-Klettenberg

Einen zum Namen – und zum Film – passenden stylishen Ort mit Fifties-Flair hat sein Sohn nun mit dem „Savoca Mercato“ am Gottesweg 141 neben seinem Eiscafé geschaffen. Auf dem Terracotta- und cremefarbenen im Schachbrettmuster gekachelten Boden stehen helle Holzmöbel mit altrosa Stuhlkissen vor einer Glasvitrine, hinter der eine rot leuchtende Campari-Reklame den ganzen Raum überstrahlt.

Es hat sich viel verändert, seit dort bis vor einigen Monaten noch der Klettenberger Kultitaliener „Arte e Bar“ zuhause war – und dann zum Entsetzen der Stammgäste schloss. Savoca übernahm, beziehungsweise tauschte. Die Betreiber-Familie der Pastabar hat eine Zweigstelle in Hürth übernommen, wo sie auch bereits ein Lokal betrieb und er dafür das Nachbarlokal in Klettenberg, wo er die Familie nun vermisst: „Sie waren supertolle Nachbarn“, schwärmt Savoca. „Angela macht die beste Pasta der Welt.“ Die hinterlassenen Fußstapfen seien so groß, dass er gar nicht versuche, ihre Rezepte zu kopieren.

Mit dem „Savoca Mercato“ verfolgen er und sein Partner Alexander Kautz nun ein ganz anderes Rezept. Der Begriff Mercato, deutsch „Markt“ ist dabei Programm: „Auf einem Markt kann man ein Pläuschchen halten, morgens einen Espresso trinken, ein wenig Schinken oder Brot kaufen oder auch essen gehen“, erläutert Savoca.

Rote-Beete-Humus-Brioche-Toast und Savoccias gibt es zum Frühstück

So öffnet sein „Mercato“ schon um acht Uhr morgens mit einem umfangreichen Frühstücksangebot, das einfache Croissants bis hin zu ausgefalleneren Speisen wie einem „Rote-Beete-Humus-Brioche-Toast.“ Die „Savoccias“, hauseigene Focaccias mit diversen Füllungen schmecken nicht nur morgens sondern auch mittags. Nachmittags lockt ein hausgemachtes Kuchenangebot von Bäckerin „Anni“ und Café Gretchen, sowie „Tante Tobis Nussecken“. Ein größeres Mittags- und Abendmahl bietet die kleine, aber feine Pasta- und Pizzakarte, darunter hausgemachte Spezialitäten, wie die „Pasta al a la Sarde“ mit Sardinen, Rosinen, Pinienkernen und wilden Fenchelsamen. Beliebt ist auch die Pizza Calabrese mit Tomatensauce, scharfer Salami, Mozarella, Basilikum und pikant-würzigem Honig.

Savoca setzt auf wenige Zutaten bester Qualität, die er bei regionalen Herstellern bezieht oder bei Spezialisten in der Heimat seines Vaters: Der Ziegenkäse kommt von einem Ziegenhof in Gillenfeld, das Brot backt die Jugendwerkstatt an der Rhöndorfer Straße, das Mehl für die Pizza bestellt Savoca bei der „Molino Piantoni“, einer kleinen Mühle in Italien. „Sie verarbeiten ganz alte Weizensorten mit Weizenkeimen“, erläutert Savoca. „Die Pizza aus diesem Mehl schmeckt griffig und besonders würzig.“ Mit den steigenden Temperaturen werden Pizzen und Pasta nun auch im lauschigen Biergarten vor der Tür unter Lichterketten serviert. Zum Dessert gibt es ein hausgemachtes Eis – und die Gäste fühlen sich wie in Savoca auf Sizilien.


Der Rote-Beete-Humus-Toast kostet, 12,90 Euro, die Savoccias kosten zwischen 7,90 und 8,90 Euro, die Pizza Calabrese, 14,90 Euro. Savoca Mercato, Gottesweg 141, Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 8 bis 22 Uhr