Elisabeth und Mario Capua lernten sich 1970 in Köln kennen. Mittlerweile haben sie sechs Enkelkinder sieben Urenkel.
Goldene HochzeitDas Traumpaar hinter der Kerpener Gaststätte „Zum alten Bahnhof“

Elisabeth und Mario Capua gaben sich im Jahr 1976 das Ja-Wort.
Copyright: Petra Nova
Es war im November 1970, als sich der in Köln lebende Italiener Mario Capua auf den Weg nach Frechen machte. Einer seiner Freunde war Mitglied in einer Band, die zum letzten Mal ein Gastspiel in der legendären Gaststätte „Zum alten Sieger“ in Frechen gab. Er hatte ihn gebeten, dabei zu sein.
Eigentlich hatte er gar keine Lust, an diesem Abend sein geliebtes Köln zu verlassen, konnte er doch nicht ahnen, dass sich an diesem Abend sein Leben grundlegend verändern würde. Hinter der Theke arbeitete nämlich Elisabeth Huth, die dort, neben ihrer Tätigkeit in der Kölner Frauenklinik, am Abend die Gäste bediente.
Kerpen: Das Paar gab sich im Jahr 1976 das Ja-Wort
Spontan forderte er sie zum Tanzen auf und blieb, bis sie Feierabend hatte. Gemeinsam fuhren sie nach Köln, wo beide wohnten, verabredeten sich und wollten sich näher kennenlernen. Schließlich gab es einiges zu besprechen. Elisabeth Huth war immerhin fünf Jahre älter als Mario Capua, seit sieben Jahren verheiratet, hatte drei Kinder und lebte in Scheidung. Das alles war für den temperamentvollen Italiener kein Problem. Nach einer intensiven Aussprache zog Elisabeth Huth zu ihrem Italiener ins Severinsviertel und so begann eine große Liebe, die bis heute, am Tag ihrer goldenen Hochzeit, andauert.
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Elisabeth und Mario Capua bei ihrer Hochzeit 1976
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Mario Capua arbeitete zu der Zeit als Betriebsgärtner bei der Stadt Köln, Elisabeth Huth war bei Aldi in der Severinstraße beschäftigt. Am 11. August 1973 wurde ihr Sohn Fortunato geboren. Drei Jahre später, am 23. Januar 1976, gaben sie sich das Ja-Wort auf dem Standesamt in Ehrenfeld und zogen nach Köln-Seeberg.
Die beiden eröffneten die Gaststätte „Zum alten Bahnhof“
1978 wechselten sie nach Frechen und eröffneten am 28. Mai 1980 ihre Gaststätte „Zum alten Bahnhof“ in Kerpen-Brüggen. Sie waren ein Dreamteam, sie in der Küche, er der charmante Entertainer im Gastraum. Noch heute schwärmen ehemalige Gäste von dem Paar und dem italienischen Flair, das in der Gaststätte herrschte.
Die beiden waren so beliebt, dass die KG Rut-Wiess Balkhausen–Türnich 1990 sie zu ihrem Prinzenpaar proklamierte: Mario I. und Prinzessin Elisabeth. Aus gesundheitlichen Gründen übergaben sie die Gaststätte 2014 an ihren Sohn. Seit elf Jahren wohnen sie in Kerpen-Brüggen und freuen sich über sechs Enkelkinder im Alter von 6 bis 43 Jahre und sieben Urenkel im Alter von fünf bis 23 Jahre. „Wir haben Hochs und Tiefs überwunden und waren keinen Tag ohne einander.“ Gefeiert wird die goldene Hochzeit mit der ganzen Familie im Haus der AWO in Balkhausen.

