Kerpen-Sindorf – Nun können sich auch die Sindorfer im Vorbeigehen mit Lesestoff versorgen. An der Kerpener Straße neben der Bushaltestelle am Pfarrzentrum wurde ein sogenannter offener Bücherschrank von Bürgermeisterin Marlies Sieburg und Siegbert Kobus, RWE Deutschland, eröffnet. Das Energieunternehmen hat die Aktion gesponsert, die ehemalige Ortsvorsteherin Gabi Kalthöfer hatte sie angeregt.
Das Prinzip des Bücherschrankes ist einfach: Wer ein interessantes Buch für sich darin entdeckt, darf es mitnehmen und behalten. Umgekehrt funktioniert es ebenso: Wer ein Buch abgeben möchte, stellt es in den Schrank hinein – egal ob Bilderbuch, historischer Roman oder Krimi. Die Patenschaft für den Bücherschrank hat das Sozialraumprojekt Sindorf übernommen.
Pfarrbücherei macht mit
„Wir werden darin auch Lesestoff in anderen Sprachen, etwa in Polnisch oder in Arabisch anbieten“, kündigt Projektkoordinatorin Katarzyna Kowala-Stamm an. „Dabei arbeiten wir auch mit der Pfarrbücherei zusammen.“ So könnten Bücher, die dort ausrangiert würden, in dem Schrank auf Interessierte warten. Bei der Einweihung des Bücherschrankens waren auch eine Reihe muslimischer Frauen anwesend.
Der Schrank soll auf ehrenamtlicher Basis von Manfred Marschalleck gepflegt werden. Er soll als „Pate“ dafür sorgen, dass er nicht überquillt oder mit fragwürdiger Literatur gefüllt wird. Platz gibt es für 250 Bücher.
Rund 90 solcher Bücherschränke habe RWE als Sponsor in verschiedenen Kommunen schon aufgestellt, berichtete Kobus. Das sei eine „Leistung“, für die es eine „Gegenleistung“ der Kommunen gebe: Man bekomme so die Gelegenheit, auf einem öffentlichen Termin etwas Werbung für das eigene Unternehmen zu machen.
Für Sieburg ist der Bücherschrank ein „tolles Angebot“, das die Attraktivität Sindorfs erhöhe. „Ich bin mir sicher, dass sich hier bald ein Treffpunkt bilden wird, an dem Menschen ins Gespräch kommen.“
