Der Preis sei ein Beleg dafür, wie wichtig Bildung für eine nachhaltige und gerechte Welt sei, freut sich die Preisträgerin Inga Feuser.
EngagementpreisLehrerin aus Pulheim als Umweltheldin des Jahres ausgezeichnet

Inga Feuser (Mitte) wurde in der Kategorie "Umweltschützer/Umweltschützerin im Staatsdienst" ausgezeichnet. Hier mit Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH (l.), und Laudatorin Dr. Verena Toussaint.
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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in Berlin erstmals den Bürgerschafts- und Engagementpreis „Druck machen – Für die Umwelt“ an drei Umweltheldinnen verliehen. Eine von ihnen ist Inga Feuser, Lehrerin am Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) in Pulheim. Sie wurde in der Kategorie „Umweltschützerin im Staatsdienst / Harald-Kächele-Preis“ ausgezeichnet.
Pulheim: Einsatz für eine gerechtere Welt
Harald Kächele, der langjährige Bundesvorsitzende der DUH, hat sich über Jahrzehnte „hinweg unermüdlich für eine ambitionierte Umwelt- und Klimapolitik“ eingesetzt, teilt die Deutsche Umwelthilfe mit. Mit dem Preis für zivilgesellschaftliches Engagement würdigt die DUH Menschen, die sich trotz Widerständen für Natur, Klimaschutz und eine lebendige Demokratie einsetzen.
Inga Feuser engagiere sich mit Herz, Mut und unerschütterlicher Hoffnung für eine gerechtere Welt. Weiter heißt es in der Begründung: „Als Lehrerin bringt sie Nachhaltigkeits- und Demokratieprojekte voran und als Mitbegründerin von „Teachers for Futur “ zeigt sie Tag für Tag: Veränderung beginnt mit Bildung.“
Ich freue mich mega, dass Bildung als wichtiger Hebel für den Wandel gewürdigt wird
„Ich freue mich mega, dass Bildung als wichtiger Hebel für den Wandel gewürdigt wird“, so Inga Feuser in einem Telefonat mit dieser Redaktion. Der Preis sei ein Beleg dafür, wie wichtig Bildung für eine nachhaltige und gerechte Welt sei. Auch der Verein „Teachers for Future Germany“ wertet die Auszeichnung „als starkes Signal für die Schlüsselrolle von Schulen und Lehrkräften in krisenhaften Zeiten“.
Mit der Auszeichnung von Inga Feuser mache die DUH deutlich, dass Klimaschutz und eine resiliente Demokratie ohne starke Bildungsarbeit nicht möglich seien. Über die Preisträgerin schreibt der Verein: Inga Feuser setze sich seit vielen Jahren dafür ein, Schulen partizipativ zu gestalten und Bildung für nachhaltige Entwicklung systematisch im Unterricht und der Schulentwicklung zu verankern.
Als Mitgründerin und Vorstandsmitglied der „Teachers for Future Germany “trägt sie „Konzepte in die Breite, wie ökologische, soziale und demokratische Fragen im Fachunterricht und im Schulleben aufgegriffen werden können, sodass Schülerinnen und Schüler nicht nur Wissen erwerben, sondern konkrete Handlungsmöglichkeiten kennenlernen“.
Die DUH hat aus über 700 Vorschlägen zehn Nominierte aus der Zivilgesellschaft und jeweils fünf Nominierte aus den Bereichen Recht und Staatsdienst ausgewählt. Ab Anfang Dezember hätten bundesweit mehr als 20.000 Menschen mitentschieden, wer ausgezeichnet werde. Der Preis wird ab sofort von Ecosia gestiftet, einer umweltfreundlichen Suchmaschine aus Berlin, die ihre Werbeeinnahmen nutzt, um Bäume zu pflanzen und Klimaschutzpreises zu finanzieren.
Der Hauptpreis „Umweltheldin des Jahres“ ist mit 50.000 Euro dotiert. Die Kategorien zwei und drei „Umweltjurist/Umweltjuristin des Jahres“ sowie „Umweltschützerin/Umweltschützer im Staatsdienst“ erhalten kein Preisgeld. Vorschläge und Bewerbungen für den Bürgerschafts- und Engagementpreis für 2027 können schon jetzt eingereicht werden.

