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Familienausflug endet im KrankenhausGolfball trifft junge Mutter bei Pulheim am Kopf

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Das Bild zeigt einen Rettungswagen.

Mit einem Rettungswagen wurde die junge Mutter ins St. Katharinen Hospital nach Frechen gebracht.

Platzwunde am Kopf, Prellungen am Körper: Lehrerin aus Köln berichtet über ihren kuriosen Unfall.

Es sollte ein schöner Sonntagnachmittag-Ausflug mit der Familie werden. Doch auf dem Rückweg geschah das Unfassbare: Ein Golfball traf Miriam G. am Kopf. Die zweifache Mutter stürzte, verlor viel Blut und musste ins Krankenhaus.

Die 41-Jährige war am Sonntag gemeinsam mit ihrem Lebenspartner und ihren beiden kleinen Kindern (4 Jahre und 9 Monate) mit dem Fahrrad von Köln-Bocklemünd nach Frechen-Königsdorf unterwegs. Die beiden Kinder saßen im Fahrradanhänger. Die Hinfahrt verlief ohne Zwischenfälle. Bei Freunden angekommen, verbrachte die Familie einen fröhlichen Nachmittag. Gegen 18 Uhr ging es wieder nach Hause.

Der Rückweg führte hinter Königsdorf über einen Feldweg, der an einem entlang  Golfplatz verläuft, in Richtung Bonnstraße. Ein Weg, den auch viele Spaziergänger, Radfahrer und Jogger nutzen. „Schon auf dem Hinweg dachte ich, ob das nicht zu gefährlich sei, hier langzufahren“, erinnert sich die 41-jährige Lehrerin. Später wurde aus dem unguten Gefühl bittere Realität.

Schlag gegen den Kopf

„Ich dachte zunächst, ich sei von einem Stein getroffen worden“, erzählt die Mutter. Doch es war kein Stein. Ein abgeschlagener Golfball hatte sie am Kopf verletzt. Die Wucht des Aufpralls brachte die 41-Jährige aus dem Gleichgewicht. Sie stürzte auf den Schotterweg. Ihr Lebenspartner stoppte sofort. Mehrere Golfer eilten zur Unfallstelle. „Die Golfer waren alle sehr nett und hilfsbereit. Eine Frau kümmerte sich um unsere Kinder. Ein weiterer rief den Rettungsdienst“, berichtet G.. Mit Handtüchern versuchten die Helfer, die Blutung zu stoppen.

Das Bild zeigt einen Golfball auf einem  sogenannten Tee.

Auf einem Feldweg, der an einem Golfplatz am Stadtrand von Pulheim vorbeiführt, ist eine Radfahrerin am Sonntag von einem Golfball getroffen worden.

Für die beiden kleinen Kinder muss die Situation erschreckend gewesen sein: die Mutter verletzt am Boden, Blut, aufgeregte Erwachsene und schließlich der Rettungswagen. „Der Krankenwagen war ausgesprochen schnell da. Ich hatte starke Schmerzen. Die beiden Notfallsanitäter versuchten, die Blutung zu stoppen“, erzählt die Kölnerin weiter. Die Helfer versorgten die Verletzte und brachten sie anschließend ins nur wenige Kilometer entfernte St.-Katharinen-Hospital nach Frechen.  Im Krankenhaus folgte die Untersuchung im CT.  „Zum Glück wurde nichts festgestellt“, berichtet Miriam G. erleichtert. Ganz ohne Folgen blieb der Treffer allerdings nicht. Über ihrem rechten Auge klafft eine rund 3,5 Zentimeter große Platzwunde. Die Verletzung musste mit mehreren Stichen sternförmig genäht werden. Durch den Sturz erlitt sie mehrere Prellungen am Körper.

Partner brachte Kinder nach Hause

Während die Mutter im Krankenhaus behandelt wurde, brachte ihr Lebenspartner die beiden Kinder nach Hause. Und auch der Golfer, der den Ball abschlagen hatte, zeigte sich betroffen. „Er hat sich schon mehrfach gemeldet und erkundigt, wie es mir geht“, berichtet die Lehrerin weiter.

Der Feldweg, auf dem der Unfall passierte, ist kein abgelegener Golfweg, sondern wird von vielen Menschen genutzt. Spaziergänger, Radfahrer und Freizeitsportler sind dort unterwegs. Dass ein Golfball ausgerechnet eine vorbeifahrende Radfahrerin trifft, dürfte äußerst selten sein - die Folgen sind jedoch gravierend.

Die Familienmutter findet deshalb: Warnschilder an dem Weg wären zumindest eine Überlegung wert. Ob ein Schild tatsächlich einen weiteren Unfall verhindern würde, sei dahingestellt. „Aber dann wüssten alle Bescheid“, so die Kölnerin weiter.