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PersonenbeförderungAn Rhein und Erft sollen bald autonome Fahrzeuge unterwegs sein

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Zu sehen ist ein autonom fahrender Kleinbus in Monheim am Rhein.

Bis vor knapp einem Jahr fuhren autonome Kleinbusse noch durch Monheim. Im Kreis soll das in einigen Jahren möglich sein.

Der Kreistag hat einen Grundsatzbeschluss gefasst. Das Ziel ist eine Flotte von 100 fahrerlosen Fahrzeugen im ÖPNV.

In ein paar Jahren könnten autonome Fahrzeuge im öffentlichen Personennahverkehr  im Kreis unterwegs sein. Möglich macht das der Grundsatzbeschluss des Kreistags, der einstimmig gefasst wurde. Zunächst soll es eine Probephase geben.

Über den Inhalt des nicht-öffentlich gefassten Beschlusses informierte die CDU-Kreistagsfraktion. Mit dem Votum werde der Weg für das Projekt „Autonomes Fahren im Rheinischen Revier“ geebnet und ein wichtiger Impuls für die Mobilität der Zukunft im Rhein-Erft-Kreis gesetzt, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP habe die Initiative von Beginn an unterstützt und sehe in dem Vorhaben eine große Chance, den ÖPNV zukunftssicher, innovativ und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Rhein-Erft-Kreis: Region soll Vorreiterrolle übernehmen

„Autonomes Fahren kann dazu beitragen, Mobilitätsangebote zu verbessern, Versorgungslücken zu schließen und den öffentlichen Nahverkehr nachhaltig zu stärken“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Gregor Golland. „Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass unsere Region bundesweit eine Vorreiterrolle bei dieser Schlüsseltechnologie einnimmt.“ Insbesondere vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels und der Herausforderungen im ländlichen Raum biete autonomes Fahren neue Perspektiven für ein leistungsfähiges Mobilitätsangebot.

Nach der nun beschlossenen Grundsatzentscheidung soll es demnach zunächst eine Forschungs- und Entwicklungsphase geben, in der bis zu zehn autonome Fahrzeuge mit Sicherheitsfahrern erprobt werden. Die europaweite Ausschreibung sei für dieses Jahr vorgesehen. Nach erfolgreicher Erprobung und den erforderlichen Genehmigungen könnte ab Ende des Jahrzehnts der schrittweise Regelbetrieb mit bis zu 100 autonomen Fahrzeugen im Rhein-Erft-Kreis beginnen. Möglich ist eine Förderung durch Bund und Land. 

Autonom fahrende Kleinbusse gab es in Monheim am Rhein bereits von Februar 2020 bis September 2025. Sie waren fahrplanmäßig im Einsatz, boten Platz für bis zu zwölf Fahrgäste, fuhren rein elektrisch mit Tempo 16 und wurden von einem Operator begleitet, der im Notfall hätte eingreifen können. Unter anderem wegen der Einstellung der technischen Unterstützung des Herstellers ist der fahrerlose Linienbetrieb derzeit jedoch eingestellt. Die Stadt arbeitet an einer Nachfolgelösung.