Der Tod des Studenten hatte 2023 für Erschütterung gesorgt. Die Polizei ging zahlreichen Hinweisen nach, doch keiner führte zum Täter.
Ermittler lassen Akte offenBleibt Alexanders Tod nach dem Unfall in Wesseling ungeklärt?

Am Tag nach dem schrecklichen Unfall hatten Menschen an der Rodenkirchener Straße in Wesseling Blumen abgelegt und Kerzen aufgestellt.
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Auch fast drei Jahre nach dem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht auf der Rodenkirchener Straße in Wesseling-Keldenich ist der Unfallfahrer weiterhin flüchtig. Am 26. März 2023 war der 20-jährige Student Alexander Sauerborn nachts wenige 100 Meter von seinem Elternhaus entfernt von einem Auto erfasst und so schwer verletzt worden, dass er Stunden später im Krankenhaus an seinen Verletzungen starb.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines Tötungsdelikts. Die Suche konzentriert sich auf einen dreitürigen dunklen 1er BMW, Typ E81, Baujahr 2008.
Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer erklärte nun auf Anfrage, dass im Rahmen der Ermittlungen etwa 100 Fahrzeuge überprüft und kontrolliert worden seien, ohne positives Ergebnis. „Eine heiße Spur haben wir nicht“, bedauerte er. Aktuell werde deswegen geprüft, ob es weitere erfolgversprechende Ermittlungsansätze gibt. Welche das sind, könne er nicht sagen. Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft seien, werde ein gegen Unbekannt geführtes Ermittlungsverfahren (vorläufig) eingestellt.
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Die Ermittler suchen einen 1er BMW, 100 Fahrzeuge wurden untersucht
Große Hoffnung hatten die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung gesetzt, zumal nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Unfallfahrer nicht aus Wesseling und den umliegenden Städten kommt. So hatte im März 2024 Moderator Rudi Cerne bundesweit in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY . . . ungelöst“ über den Fall berichtet. Zwar waren Hinweise nach der Sendung eingegangen, doch keiner führte zum Täter.
Auch die Videobotschaft des Vaters des Unfallopfers im selben Jahr blieb ohne die erhoffte Reaktion. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft hatte Jürgen Sauerborn ein Video veröffentlicht, in dem er den Täter und mögliche Mitwisser angesprochen und an ihr Gewissen appelliert hatte: Wie könne man mit einer solchen Tat einfach weiterleben, hatte er gefragt. Auch die Belohnung in Höhe von 15.000 Euro, die Familie Sauerborn und die Staatsanwaltschaft Köln für Hinweise ausgesetzt haben, die zur Ergreifung des Täters führen, hat bislang nicht zum erhofften Ermittlungserfolg geführt.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Köln entgegen: per E-Mail oder telefonisch unter 0221/2290.

