Die Fortsetzung des Zweiteilers bei „True Crime Köln“ über die Mordserie des „Vampirs vom Niederrhein“, Peter Kürten
Der Vampir vom Niederrhein (Teil 2)Der Prozess gegen den Massenmörder Peter Kürten

Ein Foto von Peter Kürten nach seiner Verhaftung aus der Handakte zur Mordserie. Die Akte wurde 2023 an das Landesarchiv übergeben.
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Die Mordserie von Peter Kürten, der 1883 im noch nicht eingemeindeten Köln-Mülheim geboren wurde, versetzte Köln und Düsseldorf in Angst und Schrecken. Die Podcast-Reihe des „Kölner Stadt-Anzeiger“, „True Crime Köln“, begibt sich in einem Zweiteiler auf Spurensuche. Die Brutalität der neun nachgewiesenen Morde und die Hysterie, die das gesamte Rheinland erfasste, machten die Suche nach Kürten und seine Verhaftung 1930 zu einem der spektakulärsten Kriminalfälle der Weimarer Republik.
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„Wir hatten Angst, dass der Mörder mit einer Leiter in unser Zimmer kommen könnte, während wir schlafen“, berichtete der 100-jährige Ludwig Sebus nach der Veröffentlichung der ersten Folge des Podcast-Zweiteilers. Er könne sich gut an die Angst erinnern, die er als Kind gehabt habe, so der kölsche Sänger und Zeitzeuge. Der Fall habe auch nach der Verhaftung von Kürten lange nachgewirkt.
Dazu dürfte auch der Film „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ von Fritz Lang beigetragen haben. In dem weltweit erfolgreichen Film wird die Angst vor einem Kindermörder beschrieben. Kürten hatte tatsächlich auch Frauen und einen Mann getötet. Bis die Polizei einen Zusammenhang zwischen den Morden und Überfällen herstellen konnte, verstrichen Monate. Am Ende half den Ermittlern ein Zufall sowie die Bereitschaft seiner Ehefrau Auguste, den Serienmörder zu verraten, nachdem er ihr seine Taten gestanden hatte.
Internationales Medieninteresse
Die Rolle von Kürtens Ehefrau ist ein Thema im zweiten Teil des Podcasts über den Vampir vom Niederrhein. Bis heute ist nicht ganz klar, wie viel sie wusste oder ahnte. Sie hatte selbst im Gefängnis gesessen, nachdem sie einen Liebhaber getötet hatte. Vor allem geht es im zweiten Teil um den Prozess gegen Kürten, der zu einem internationalen Medienereignis wurde. Der Angeklagte und sein Verteidiger versuchten im Prozess, die Todesstrafe zu vermeiden. Sie beschrieben die Morde trotz ihrer Brutalität als nicht geplante Tötungen und stellten die Schuldfähigkeit des Täters infrage. Dem folgte das Gericht nicht. Kürten wurde im Kölner Klingelpütz geköpft.
Das Unverständnis über die Taten sowie das Grauen und die Faszination, die sie auslösten, führten dazu, dass Kürtens Kopf den Weg in ein Museum fand. Nach seiner Hinrichtung war er von Gutachtern aufgeschnitten worden. Offenbar erhoffte man sich so Erklärungen für Unerklärliches. Wie ein Museum in den USA in den Besitz des mumifizierten Kopfes kam, ist unklar.

„True Crime Köln“ erscheint alle zwei Wochen mit einer neuen Episode über spannende Kriminalfälle aus Köln und Umgebung
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„True Crime Köln“ erscheint alle zwei Wochen mit einer neuen Folge bei allen bekannten Streaming-Anbietern wie Spotify oder Apple-Podcasts, bei YouTube und auf der Homepage des Kölner Stadt-Anzeiger im Netz. Am Sonntag, 5. Juli, 15.30 Uhr, wird „True Crime Köln“ erstmals live auf einer Bühne zu erleben sein. Podcastmacher Helmut Frangenberg wird im Comedia-Theater in der Kölner Südstadt zusammen mit Gästen von spannenden Kriminalfällen aus Köln berichten. Tickets gibt es bei rausgegangen.de.
