Im vergangenen Jahr wurden bereits 133 Nester im Kreisgebiet festgestellt.
Aggressives InsektAsiatische Hornisse wird in Rhein-Sieg immer mehr zur Gefahr

Bis zu 2000 Inssekten können in einem Nest der Asiatischen Hornisse leben.
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Die Gefahren durch die Asiatische Hornisse werden im Rhein-Sieg-Kreis immer größer. Das invasive Insekt, das über Frankreich 2014 nach Deutschland gelangte, vermehrt sich im Kreis trotz Bekämpfungsmaßnahmen immer stärker. Das berichtete Matthias Obermann, bei der Kreisverwaltung für den Artenschutz zuständig, jetzt im Kreisumweltausschuss.
Die ersten Eindringlinge wurden in Troisdorf entdeckt. Im vergangenen Jahr wurden bereits 133 Nester im Kreisgebiet festgestellt.
Keine Kostenübernahme für Bekämpfung der Nester
Die Asiatischen Hornissen (Vespa Velutina) sind etwas kleiner als unsere heimischen europäischen Hornissen und überwiegend schwarz, haben aber gelbe Beine und eine gelbe Binde auf dem schwarzen Hinterleib und ein orangefarbenes Hinterteil. Sie ernähren sich von Insekten, jagen häufig in Trupps und richten auch in Bienenstöcken erhebliche Schäden an, weil sie Honigbienen fressen. Imker sollten deshalb darauf achten, starke Bienenvölker zu halten. Denn die können sich am besten gegen die Hornissen verteidigen und verkraften auch am ehesten den Verlust einzelner Arbeiterinnen. Bei vielen Hornissen können Imker auch die Einfluglöcher an den Bienenstöcken verkleinern oder durch zusätzliche Gitter schützen.

Die Asiatische Hornisse sieht deutlich anders aus als die hier heimische Art.
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In Spanien und Frankreich zeigen sich bereits erste Ernteverluste im Obstanbau, weil die Hornissen dort auch Früchte anfressen. Seit dem vergangenen Jahr muss die Untere Naturschutzbehörde nicht mehr die Kosten für die Bekämpfung der asiatischen Hornissen und die Entfernung ihrer Nester aufkommen. Auf privaten Flächen können deren Eigentümer aber Fördermittel bei der Landwirtschaftskammer (Tel. 0251-2376-662, Aufgabenbereich Bienenkunde) dafür beantragen, sagte Obermann. Gefördert werden zum Beispiel auch Werkzeuge für die Beseitigung der Hornissennester.
Bis zu 2000 Asiatische Hornissen in einem Nest
Aber Vorsicht: Die aus Südostasien stammenden Eindringlinge sind besonders in der Nähe ihrer Nester stets verteidigungsbereit, einzelne Tiere sind dagegen für Menschen nicht so bedrohlich. Die bis zu drei Zentimeter großen Königinnen leben bis Mitte Mai in geschützten Nestern an Dachvorsprüngen, Nistkästen, Garagen oder in Hecken. Danach wohnen sie in so genannten Primärnestern am selben Ort zusammen mit ersten Arbeiterinnen.
Von Mitte Juli bis November leben die Königinnen dann mit bis zu 2000 Arbeiterinnen in Sekundärnestern, die mit ihrer elliptischen Form oft in den Kronen von Laubbäumen zu finden sind. Wer Nester der asiatischen Hornissen entdeckt, kann die auch im Neobiota Portal NRW melden: neobiota.naturschutzinformationen.nrw.de.
