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In den Wald, durchs Tal, zur BurgDrei Wanderungen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis in Rhein-Sieg

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Auf dem Rundweg in Bad Honnef über die Löwenburg bietet sich eine Rast auf dem Berg an.

Auf dem Rundweg in Bad Honnef über die Löwenburg bietet sich eine Rast auf dem Berg an. (Archivbild)

Mit Schatten, am Wasser entlang (mit Badegelegenheit) und an rustikalen Rastplätzen vorbei führen diese drei Wandertour-Vorschläge.

Derzeit schwanken die Temperaturen wöchentlich zwischen perfekt temperierten Sommertagen und nächster Hitzewelle. Am kommenden Wochenende sieht es im Rhein-Sieg-Kreis und Umgebung ähnlich aus. Bis zu 33 Grad gibt die Prognose des Deutschen Wetterdienstes für das Wochenende an. Es könnte also heiß werden, aber nicht unbedingt unerträglich. Am Samstag wird mit maximal 30 Grad gerechnet. 

Viele trotzen den höheren Temperaturen und lassen sich in ihrem Bewegungsdrang dennoch nicht einschränken. Deshalb haben wir für Wanderfreunde drei Touren zusammengestellt, die auch bei hohen Temperaturen Spaß machen, für Anfänger, Fortgeschrittene und Hartgesottene, mal anspruchsvoller, mal schonender – schattige Wege und Pausenmöglichkeiten inklusive.

Zeitenweg in Windeck über den Umlaufberg

Einen angenehmen Rundweg bietet der Zeitenweg in Windeck mit Start und Ziel am Wanderparkplatz an der Sieg in Dreisel. Über gut fünf Kilometer mit nur insgesamt 48 Höhenmetern führt der Ausflug in die Erdgeschichte an einem einzigartigen Naturschutzgebiet entlang. Los geht es am Wanderparkplatz, an dem sich auch die Badestelle am Dreiseler Siegbogen befindet. Nach (oder auch vor) der Wanderung bietet sich also eine Abkühlung an.

Direkt am Anfang der Tour geht es hinauf zum „Umlaufberg“. Früher floss die Sieg namensgebend um diesen Berg herum, bis witterungsbedingt so viel Boden und Gestein abgetragen wurde, dass sich ein Durchbruch bildete. Die Sieg verlegte ihren Lauf, der alte Flusslauf trocknete aus.

Herrlicher Ausblick vom Zeitenweg in Windeck.

Herrlicher Ausblick vom Zeitenweg in Windeck.

Auf dem Berg angelangt kann man am Rastplatz eine Pause machen und den Ausblick auf die ehemalige Flussschleife genießen. Nach dem Abstieg können auf den Wiesen des Altarms seltene Schmetterlingsarten beobachtet werden, zum Beispiel der Wiesenkopf-Ameisenbläuling. Über Helpenstell geht es wieder Richtung Dreisel, am Waldrand und an Obsthainen entlang. 

Unterwegs informieren Hinweistafeln über Flora und Fauna.

Unterwegs informieren Hinweistafeln über Flora und Fauna.

Der Rundweg ist kinderwagentauglich und für Familien geeignet. Mit dem Auto kann direkt am Start und Ziel am Wanderparkplatz geparkt werden. Im ÖPNV fährt die Linie 597 ab Bahnhof Schladern bis zur Haltestelle Dreisel oder die 547 ab Bahnhof Rosbach oder Herchen bis zur Haltestelle Dreisel. Der Erlebnisweg ist vollständig mit dem roten Wanderweglogo markiert, und es gibt am Startpunkt Aufsteller mit Übersichtskarten.

Rundweg Bad Honnef über Tretschbachtal und Löwenburg

Eine gut machbare mittlere Tour bietet der Rundweg durch Bad Honnef über Tretschbachtal und Löwenburg. Die Wanderung führt auf etwa acht Kilometern über insgesamt 255 Höhenmeter (erst gemäßigt, dann wird es stetig steiler, teils auch beim Abstieg). Ausgangspunkt und Ziel ist der Parkplatz Frankenweg/Wilhelmstraße. Üblicherweise wird die Tour gegen den Uhrzeigersinn gelaufen. Es wird gutes Schuhwerk empfohlen. Die Laufzeit beträgt etwas unter drei Stunden. 

Vom Parkplatz aus geht es über eine befestigte Straße zunächst auf einen Pfad am Bach entlang, der im Tretschbachtal zum Teil auch sehr schmal wird, wie die Tour-Experten vom Portal „Tourismus Siebengebirge“ warnen. Teilweise geht es dann über Holzstege im Wald, dann über das Siefental steil nach oben in Richtung Löwenburg. Hier kann am Löwenburger Hof gerastet werden. Weiter geht es auf dem Rheinsteig in Richtung Drachenfels und dann über den Breiberg wieder zurück in die Stadt. Auf dem Weg stehen viele Bänke für Pausen. Markante Punkte auf dem Weg sind die Römerquelle, die Holzstege im Tretschbachtal, die Ruine Löwenburg und die Aussichtskanzel Schaaffhausenblick.

Für die Anreise mit dem Auto empfiehlt „Tourismus Siebengebirge“, etwas weiter entfernt vom Bad Honnefer Ortsteil Rommersdorf zu parken, weil es mit Parkplatzsuche in den engen Gassen mit Fachwerkhäusern und Gastronomie oft schwierig werde. Mit dem ÖPNV ist der Rundweg mit dem RE8 und der RB27 bis Rhöndorf oder der Stadtbahnlinie 66 bis „Bad Honnef Am Spitzenbach“ zu erreichen. Von dort sind es jeweils etwa 15 Minuten zu Fuß zum Startpunkt.

Natursteig von Hennef bis Stadt Blankenberg für Profis

Für erfahrenere Wanderinnen und Wanderer, die auch an warmen Tagen Anstrengung und einige Steigungen nicht scheuen, ist die Etappe Zwei des Natursteigs Sieg von Hennef bis Stadt Blankenberg geeignet. Die Tour wird auf dem Portal „Naturregion Sieg“ als schwer bewertet. Sie führt auf rund 18 Kilometern in etwa sechs Stunden über insgesamt 508 Höhenmeter. Als Höhepunkte gelten die Aussicht vom Stachelberg und der durchaus abenteuerliche Pfad entlang der Felsen über der Sieg.

Der Ausblick vom Café „Die Alte Schule“, wo sich eine Rast lohnt, geht bis ins Rheintal.

Der Ausblick vom Café „Die Alte Schule“, wo sich eine Rast lohnt, geht bis ins Rheintal. (Archivbild)

Startpunkt ist am Bahnhof Hennef, wo es zunächst in Richtung Sieg geht: über die Frankfurter Straße bis zur Siegallee, auf der die Sieg schließlich gekreuzt wird. Anschließend führt die Strecke auf ausgebauten Feldwegen durch Wälder, Höhen und Bachtäler. Im Schatten der Bäume bieten sich erste Verschnaufspauen an. Vom Höhenzug geht es dann weiter steil durch eine Schlucht an den Ortsrand von Bröl und entlang des Brölbachs zur Müschmühle. Auch hier warten wieder Wälder mit Quellen, Schatten, verschiedenen Arten von Bäumen und Farnen. Vom Wald aus öffnet sich der Blick über das Siegtal bis ins Siebengebirge, und es geht sanft bergab bis kurz vor Oberhalberg nach Honscheid. 

Von dort aus führt der Weg noch einmal nach oben, hinauf zum Stachelberg und dann neben der Sieg entlang durch Auel bis ins historische Stadt Blankenberg. Dort lässt es sich nach der Wanderung unter anderem im Café Die alte Schule entspannen bei einem Kaltgetränk oder auch Kaffee und Kuchen. Geöffnet ist montags bis mittwochs von 9 bis 12 Uhr und donnerstags bis sonntags von 9 bis 21 Uhr.

Wen es in ein traditionelles Gasthaus zieht, findet im Alten Turm den richtigen Platz. In der sechsten Generation (seit 1720) betreibt die Familie Drecker das Gasthaus in dem alten Fachwerk. Geöffnet ist allerdings nur unter der Woche von montags bis freitags 11.30 bis 15 Uhr (Küche bis 14.30 Uhr) und 17.30 bis 22 Uhr (Küche bis 21 Uhr). 


Weitere Wandertouren, Erlebniswege und Ausflugsziele sind unter anderem auf der Webseite des Rhein-Sieg-Kreises unter Freizeit/Kultur, der Webseite der Naturregion Sieg und der Seite von Tourismus Siebengebirge zu finden.