Im Jahr 2027 soll das Feuerwerk komplett pausieren. Erst für das Jahr 2028 gibt es Pläne – dann aber mit einem neuen Konzept.
Feuerwerk-Spektakel„Rhein in Flammen“ findet zum letzten Mal in der Bonner Rheinaue statt

Bei dem Feuerwerk von „Rhein in Flammen“ würden Vögel massiv gestört, berichten Tierschützer. (Archivbild)
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Das letzte Mal an den Bonner Rheinauen: Die Veranstaltung „Rhein in Flammen“ (1. bis 3. Mai 2026) soll in diesem Jahr zum 40. und wahrscheinlich auch letzten Mal in dieser Form stattfinden.
Dies gaben am Dienstag (17. März) Oberbürgermeister Guido Déus, Stadtbaurat Helmut Wiesner und Stadtkämmerer Michael Fark laut einer Pressemitteilung der Stadt Bonn bekannt. Der Grund: Die Stadt möchte den Anforderungen an Natur- und Artenschutz gerecht werden.
Die Ankündigung kommt nicht ganz überraschend. Tierschützer bemängeln die Veranstaltung bereits seit Jahren. Während Menschen beim größtenteils kostenfreien Event einfach zusehen oder das Rahmenprogramm mit Bühnen und Schiffen genießen können, geraten viele Wasservögel in Panik.
Tierschützer kritisieren „Rhein in Flammen“ seit Jahren
Die Tiere würden vor dem Lärm fliehen und dabei ihre Nester verlassen, so Tierschützer. Auch Tage nach dem Event finde man noch verwaiste Wasservogelküken, tote Reiher und andere Vögel. Dabei gelten viele Teile der Rheinauen als Natur- oder Landschaftsschutzgebiete. Hier leben und brüten etliche Tierarten.
Ein Video des Vereins Tiernotruf zeigt eindrücklich, wie Wasservögel auf das beliebte Feuerwerk reagieren. Darin sind panisch flüchtende Schwäne zu sehen, die bei jedem Knall aufschrecken und auf der Flucht immer wieder orientierungslos die Richtung wechseln.
Bereits in diesem Jahr werde auf bodennahes Feuerwerk verzichtet, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Bonn. Die negativen Auswirkungen auf brütende Wasservögel würden dadurch gemindert werden. Zudem soll das Höhenfeuerwerk weiter verkürzt und in größerer Entfernung von besonders schützenswerten Bereichen der Rheinaue gestartet werden. Auch der vermehrte Einsatz von umweltverträglichen Elementen wie Drohnen, die mit Lichtern eine Show inszenieren, sei Teil des diesjährigen Konzepts.
Die geplante Pause im Jahr 2027 soll Zeit und Raum für die Neukonzipierung lassen. Auch Sanierungsarbeiten seien in der Rheinaue für 2028 geplant, so die Stadt Bonn weiter. Ab 2028 soll „Rhein in Flammen“ dann in der Bonner Innenstadt und entlang der Rheinpromenade stattfinden. Dabei werde man sehr stark auf nachhaltige Formate wie Drohnenshows und Lichtkunst setzen.

