Es gibt Engel, Burgen, Adler, Waffen - die Wappen der 19 Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises sind teils knallig gestaltet. Was dahinter steckt.
Löwe mit blauer Zunge hält FlammenschwertDas bedeuten die Wappen des Rhein-Sieg-Kreises

Auf dem Wappen des Rhein-Sieg-Kreises ist der Bergische Löwe zu sehen, der ein flammendes Schwert in einer Pranke hält.
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Alle 19 Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises und auch der Kreis selbst tragen ein Wappen. Basierend auf dem Rheinischen Wappenbuch von Rolf Nagel hat unser Autor ihre Bedeutung recherchiert.
Viele Wappen und Siegel entstanden im Mittelalter zur Zeit des Heiligen Römischen Reichs, das von Vielstaaterei und kleinen Fürstentümern geprägt war. Etliche rechtsrheinische Kommunen gehörten damals zum Herzogtum Berg, weswegen oft der Bergische Löwe zu sehen ist. Er ist zu erkennen an einer blauen Zunge und blauen Krallen, vielfach trägt er auch eine blaue Krone und hat einen doppelten Schwanz.
Einige linksrheinische Kommunen waren dagegen Teil des Kurfüstentums Köln. Dessen Symbol: ein schwarzes Kreuz. Um die Wappen zu interpretieren, ist eine kurze Einführung in die Heraldik notwendig: Weiße Flächen sind Silber, gelbe Gold. Löwen deuten auf einen Grafen oder Herzog hin, ein Adler in der Regel auf das Reich. Eine nach unten gerichtete Waffe deutet auf Frieden oder Defensive hin, eine nach oben gerichtete dagegen auf Angriffslust und Wehrhaftigkeit.
Beim Wappen des Rhein-Sieg-Kreises ist der Bergische Löwe bewaffnet
Das Wappen des Rhein-Sieg-Kreises zeigt den Bergischen Löwen. In seiner Pranke hält er ein Flammenschwert. Mit der anderen stützt er sich auf einen Schild mit dem Kurfürstenkreuz. Das Wappen repräsentiert also beide Teile links und rechts des Rheins. Das Flammenschwert ist das Symbol des Erzengels Michael und der Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg in Siegburg.
Siegburger Wappen verweist auf den Schutzpatron, Erzengel Michael

Über dem Engel auf dem Wappen der Stadt Siegburg befindet sich eine Burg mit drei Türmen. Unter dem Engel ist ein Bergischer Löwe.
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Das Wappen der Kreisstadt zeigt einen Engel auf blauem Grund, darüber ist eine Burg mit drei Türmen zu sehen. Der Engel trägt in der rechten Hand ein goldenes Zepter und in der linken einen blauen Reichsapfel mit goldenem Kreuz. Er erwächst aus einem silbernen Dreiberg, in dem ein roter Löwe mit blauer Zunge und blauen Krallen schreitet. Er ist das Wappentier der Grafen von Berg, zu dessen Herzogtum Siegburg einst gehörte. Der Engel ist Erzengel Michael, Schutzpatron der Abtei auf dem Michaelsberg, für den der Dreiberg steht. Die Türme weisen auf die mittelalterliche Stadthistorie Siegburgs hin.
Das Wappen von Troisdorf verweist auf Chemieindustrie

Auf dem Wappen der Stadt Troisdorf bilden zwei rote Kreise, links und rechts außen und zwei vertikale blaue Kreise eine T-Formation.
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Das Wappen der größten Stadt im Rhein-Sieg-Kreis kommt schlicht daher: Es zeigt zwei blaue und zwei rote Punkte, die durch ein schwarzes Kreuz verbunden sind. Das Kreuz sieht aus wie der Anfangsbuchstabe T. Nach Informationen des LVR-Informationssystem über die historische Kulturlandschaft (dgitial), kurz Kuladig, wurde das Stadtwappen nach der Gemeindereform von 1969 Anfang der 70er-Jahre in seiner aktuellen Form gestaltet. Die roten und blauen Kugeln stehen für die vier Gemeinden, aus denen das heutige Troisdorf entstand: Sieglar, Friedrich-Wilhelms-Hütte, Troisdorf und Altenrath. Die Formation erinnert außerdem an ein Molekül, ein Hinweis auf die chemische Industrie in der Stadt.
Eitorf könnte von Gericht inspiriert worden sein

Das Wappen der Gemeinde Eitorf ist dreigeteilt: Links oben befindet sich ein Bergischer Löwe über einem Abschnitt mit zwei golenden Eicheln, rechts ist eine silberne Kirche abgebildet.
Copyright: Gemeinde Eitorf
Das Wappen der Gemeinde Eitorf zeigt drei Elemente: Auf der rechten Hälfte ist eine silberne Kirche mit rotem Dach zu sehen, unten links zwei goldene Eicheln, oben links der Bergische Löwe. Das Eitorfer Gericht trug Ende des 16. Jahrhunderts ein Siegel, das drei Eicheln zeigte, vielleicht in Anspielung auf den Namen (aus „Eichdorf“ wurde „Eitorf“). Der Turm repräsentiert die hochmittelalterliche Pfarrkirche, die bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg Wahrzeichen des Ortes war.
Auf dem Hennefer Stadtwappen wimmelt es von Türmen

Drei Zinnentürme, wovon der mittlere wiederum drei kleine Türme trägt, befinden sich auf dem Wappen der Stadt Hennef. Darunter ist ein Schild und der Bergische Löwe mit einer Weinrebe platziert.
Copyright: Stadt Hennef
Auf rotem Grund sind drei Zinnentürme zu sehen, wovon der mittlere drei eigene Türmchen umfasst. Sie wachsen aus einem silbernen, mit Kreuzen bestreuten Dreiberg. Darin ist ein silberner Schild mit dem Bergischen Löwen zu sehen. In der rechten Pranke hält er eine Weinrebe. Das Gesamtbild wächst aus einer silbernen Zinnenmauer am Fuß des Wappens empor. Das Wappen wurde 1934 geschaffen, als Stadt Blankenberg in Hennef eingemeindet wurde. Es nimmt Bezug auf Burg Blankenberg. Die Trauben des Bergischen Löwen beziehen sich auf das Geistinger Schöffensiegel aus dem 16. Jahrhundert.
Niederkassel präsentiert die wiederaufgebaute Burg Lülsdorf

Auf dem Wappen der Stadt Niederkassel befindet sich ein kleineres Schild zwischen zwei Burgtürmen. Vor der Burg gibt es eine gewellte Fläche.
Copyright: Stadt Niederkassel
Auf dem roten Wappen Niederkassels ist eine silberne Burg über grünen Wellen zu sehen. Die Burg besitzt zwei Türme, zwischen denen ein silberner Schild mit einem roten Wechselzinnenbalken zu sehen ist. Die Burg stellt die wiederaufgebaute Burg Lülsdorf dar, die ursprünglich zum Herzogtum Jülich gehörte. Der Wechselzinnenbalken, eigentlich Gold, war das Zeichen der Burgherren. Der gewellte Schildfuß versinnbildlicht die Lage der Stadt am Rhein. Das Wappen wurde 1936 eingeführt und nach der Gebietsreform 1969 beibehalten.
Neunkirchen-Seelscheid weist auf Fischreichtum der Region hin

Oben ein Bergischer Löwe und unten drei goldene Fische zeigt das Wappen der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid.
Copyright: Marius Fuhrmann
Das Wappen von Neunkirchen-Seelscheid ist in eine obere silberne und eine untere blaue Hälfte geteilt. Oben ist der Bergische Löwe zu sehen, unten steigen drei goldene Fische empor. Seit Neunkirchen und Seelscheid vereinigt wurden, trägt die Gemeinde das Wappen Neunkirchens, das auf einem Schöffensiegel aus dem 16. Jahrhundert basiert. Der Bergische Löwe zeigt die ehemalige Zugehörigkeit des Herzogtums Berg, während die Fische auf den Fischreichtum in der Region hinweisen.
Ruppichteroths Wappen beruht als einziges auf einer Legende

Auf dem Wappen der Gemeinde Ruppichteroth steht „mons praeclare“ (übersetzt „Oh, du schöner Berg“) darunter sind ein Halbmond mit einem Johanniterkreuz und gesprengte Ketten zu sehen.
Copyright: Gemeinde Ruppichteroth
Als Einziges im Rhein-Sieg-Kreis geht das Wappen Ruppichteroths auf eine Legende zurück: In einem roten, gewellten Schildkopf stehen in silberner Schrift die Worte „mons praeclare“. Darunter befindet sich ein silberner Teil, in dem sich ein roter, abnehmender Halbmond und ein Johanniterkreuz vereinigen. Im Schildfuß ist eine gesprengte Kette zu sehen. Die Gemeinde führt das Wappen seit 1949.
Was die Symbole bedeuten, ist nicht ganz eindeutig: Vermutlich spielen sie auf den örtlichen Ritter Dietrich von Bruell an, der mit Friedrich I, besser bekannt als Barbarossa, an einem der Kreuzzüge teilnahm. Dabei wurden im Namen des Johanniterordens viele Muslime ermordet, was den Halbmond erklären könnte. Von Bruell kam in Kerkerhaft, sprengte symbolisch die Ketten und kehrte ins Döörp zurück, wobei er „mons praeclare“ gerufen haben soll. Dies lässt sich mit „Oh, du schöner Berg“ übersetzen, worauf der Name des heutigen Schönenbergs zurückgeht.
Sankt Augustins Wappenform entspringt der düsteren Vergangenheit

Oberhalb eines Schachmusters ist ein Bergischer Löwe auf dem Wappen der Stadt Sankt Augustin positioniert.
Copyright: Stadt Sankt Augustin
Unter dem Schildhaupt schreitet der Bergische Löwe. Darunter ist ein Karo-Muster aus 16 blauen und silbernen Kacheln zu sehen. Die Schach-Felder entstammen dem Wappen der Ortsherren von Menden. Erst 1977 erhielt Sankt Augustin die Stadtrechte, das Stadtwappen wurde zwei Jahre später eingeführt und entspricht wieder der Form, wie es 1936 vom preußischen Oberpräsidenten der Rheinprovinz – einem Nationalsozialisten – dem Amt Menden verliehen worden war.
Windeck zeigt sich wehrhaft

Das Wappen der Gemeinde Windeck teilen sich Bergischer Löwe und Ritter.
Copyright: Gemeinde Windeck
Das Wappen Windecks ist waagerecht geteilt von Silber und Blau. Oben schreitet der Bergische Löwe, allerdings ohne doppelten Schwanz. Unten schwingt ein Mann in Ritterrüstung eine silberne Streitaxt. Nach der kommunalen Neugliederung 1969 wurde das Wappen des erloschenen Amtes Dattenfeld übernommen. Es beruht auf dem Schöffensiegel von Windeck aus dem 16. Jahrhundert. Der Ritter steht für die Wehrhaftigkeit des Ortes.
Mucher Wappen beruht auf Schöffensiegel

Das Wappen der Gemeinde Much zeigt oben einen Bergischen Löwen und unten einen Hahn, der von Fischen flankiert ist.
Copyright: Gemeinde Much
Das Mucher Wappen ist asymmetrisch geformt und in eine obere silberne und eine untere goldene Hälfte geteilt. Oben schreitet der Bergische Löwe, unten steht ein schwarzer Hahn auf einem grünen Berg, flankiert von zwei blauen Fischen. Das Wappen beruht auf einem Schöffensiegel des Jahres 1627, das einst in der Gemeinde gefunden wurde. Der untere Teil des Wappens repräsentiert den Ort: Neben dem Fischreichtum steht der Hahn für die Wachsamkeit der Schöffen.
Bei Lohmar fließen Agger und Sülz zusammen

Beim zweigeteilten Wappen der Stadt Lohmar befindet sich oben ein Bergischer Löwe und unten eine Y-förmige Auslassung.
Copyright: Stadt Lohmar
Das Stadtwappen von Lohmar besteht aus zwei Hälften. Die obere zeigt den Bergischen Löwen, auf der unteren sind zwei Linien die ein Ypsilon formen, eine sogenannte Deichsel, zu sehen. Diese steht für den Zusammenfluss von Agger und Sülz bei Donrath.
Königswinter – zwar ummauert, aber höflich

Das Wappen der Stadt Königswinter enthält eine Burg mit einem offenen Fallgatter und darüber ein Schild, in dem links ein Bergischer Löwe in Richtung des Kurfürstenkreuzes nach rechts schaut.
Copyright: Ralf Klodt
In Rot gehalten, zeigt das Wappen eine silberne Torburg. Sie trägt zwei Türme, das Fallgatter steht offen. Darüber schwebt ein silberner Schild, der sowohl den Bergischen Löwen als auch das Kurfürstenkreuz zeigt. Dass der Löwe dem Kreuz entgegenblickt, ist ein Zeichen der Höflichkeit. Das Wappen wurde bereits im Mittelalter genutzt, es geht auf das Schöffensiegel im 14. Jahrhundert zurück. Die Torburg steht als Symbol für eine ummauerte Siedlung.
Bad Honnef spielt Schach nach Schöffensiegel-Art

Auf dem Wappen der Stadt Bad Honnef befindet sich ein Turnierkragen, sprich eine vertikale Linie, von der rechtwinklig fünf horizontale Linien abgehen. Der Turnierkragen liegt auf einem rot-silbernen Schachbrettmuster.
Copyright: Stadt Bad Honnef
Das Wappen Bad Honnefs zeigt ein Schachbrett-Muster mit silbernen und roten Kacheln. Darauf liegt ein sogenannter Turnierkragen mit fünf orthogonal, also rechtwinklig, verlaufenden Ästen, allesamt blau. Im Zuge der Gebietsreform 1969 wurden Bad Honnef und Aegidienberg vereint. Dabei wurde das alte Bad Honnefer Wappen übernommen. Schon die Grafen von Sponheim-Blankenburg, die hauptsächlich in der Löwenburg residierten, nutzten den Turnierkragen. Das Schachbrettmuster war bereits im 14. Jahrhundert im Schöffensiegel gebräuchlich.
Bei Bornheim steckt das Flammenschwert hinter Gittern

Ein schwarzes Flammenschwert wird auf dem Wappen der Stadt Bornheim von einem weißen Gitter auf einem roten Balken überdeckt.
Copyright: Marius Fuhrmann
Das Wappen von Bornheim ist in Gold gehalten und zeigt einen roten Balken mit silbernem Gitter. An der vorderen Flanke des Wappens überdeckt er ein schwarzes Flammenschwert. Das Wappen entstand aus denen der Gemeinden Bornheim, Sechtem und Hersel, die seit der Gebietsreform 1969 die neue Stadt Bornheim bilden. Der Gitterbalken ist das Zeichen der Familie von Bornheim und tauchte schon im 14. Jahrhundert im Schöffensiegel von Brenig auf. Das Flammenschwert ist Attribut des heiligen Michael, dem Pfarrpatron von Waldorf, der ebenfalls im Schöffensiegel zu sehen war.
Alfters Wappen verweist auf fünf Ursprungsorte

Das Wappen der Gemeinde Alfter enthält einen Löwen vor einem rot-golden gestreiften Hintergrund. Oben befinden sich fünf rote Rauten.
Copyright: Marius Fuhrmann
In einem goldenen Schildhaupt sind fünf Rauten zu sehen, darunter verlaufen drei rote und drei goldene Streifen. Darüber prangt ein Löwe. 1969 wurden im Zuge der Gebietsreform fünf Gemeinden zur Gemeinde Alfter zusammengeschlossen, das Wappen wurde übernommen und knüpft an die Herrschaft der Herren von Alfter an. Hinzugefügt wurden die Rauten, die für die fünf Hauptorte stehen.
Rheinbach kombiniert Kurfürstentum, Schutzpatron und Wappentier

Das dreigeteilte Wappen der Stadt Rheinbach beinhaltet auf der oberen Hälfte ein kurfürstliches Kreuz, darunter sind ein Schlüssel und ein Adler auf der nochmals getrennten unteren Hälfte.
Copyright: Stadt Rheinbach
Das Stadtwappen Rheinbachs ist in Silber gehalten, es ist waagerecht gespalten und in der unteren Hälfte geteilt. Oben ist das kurfürstliche Kreuz zu sehen, links unten ein Schlüssel, rechts unten die Hälfte eines silbernen Adlers auf rotem Grund. Die Stadt Rheinbach existiert in ihrer Form erst seit der Gebietsreform 1969, als zahlreiche Gemeinden zusammengeschlossen wurden. Die Bilder im Wappen waren jedoch schon im 14. Jahrhundert gebräuchlich. Der Schlüssel ist Attribut des heiligen Petrus, dem Patron der Erzdiözese. Der Adler dient als Wappentier des Grafen von Are-Hochstaden, der das Schultheißenamt inne hatte.
Wachtbergs Wappen steht in Tradition des Drachenfelser Ländchens

Ein silberner Drache spuckt auf dem Wappen der Gemeinde Wachtberg Feuer.
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Das Wappen Wachtbergs zeigt einen geflügelten, feuerspeienden, silbernen Drachen auf blauem Grund. Durch das Neugliederungsgesetz von 1969 wurden zahlreiche Gemeinden des heutigen Wachtbergs zusammengelegt. Der Drache erinnert an die Tradition des Drachenfelser Ländchens. Dafür wurde das Wappen der gleichnamigen Herren übernommen und mit den Farben des Adelsgeschlecht derer von der Leyen kombiniert.
Meckenheims Reichsapfel ist uneindeutig

Auf dem Wappen der Stadt Meckenheim ist ein blauer Reichsapfel mit goldenem Kreuz abgebildet.
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Im Meckenheimer Wappen ist auf silbernem Grund das kurfürstliche Kreuz zu sehen. Überdeckt ist es von einem blauen Reichsapfel mit goldenem Kreuz. Das Dorf Meckenheim wurde im Zuge der Gebietsreform 1969 mit umliegenden Dörfern zusammengelegt, das Wappen wurde beibehalten.
Das Kreuz weist auf den Erzbischof von Köln hin, der Meckenheim 1636 zur Stadt erhoben hatte. Die Deutung des Reichsapfels ist nicht eindeutig: Er erinnert an die Fürstin Richeza, die den Ort vom lothringischen Pfalzgrafen erbte. Sie übergab ihn entweder Erzbischof Anno von Köln oder an das Erbamt der Wittelsbacher.
Swisttaler Wappen drück Zugehörigkeiten aus

Das vertikal geteilte Wappen der Gemeinde Swisttal hat links ein Kurfürstenkreuz und rechts zwei Balken mit Schachbrettmustern.
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Das Wappen Swisttals besteht aus einer linken, silbernen Hälfte mit einem schwarzen Kreuz sowie einer rechten, goldenen Hälfte. Darin sind zwei Balken zu sehen, die in jeweils drei Reihen ein rot-silbernes Schachbrettmuster zeigen. Während das Kreuz für die einstige Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln steht, steht das Karo-Muster stellvertretend für die Herren von Tomburg, die die Herrschaft über vier Orte ausübten, die heute zu Swisttal gehören.