Auch ohne die ganz großen Namen verzauberten die 24 Flottenmädchen ihr närrisches Publikum in der Halle Meiersheide.
PrunksitzungDie Fidele Flotte feierte mit fast 1000 Jecken in Hennef ihre „Närrische Seefahrt“

Die Flottenmädels zeigten einen eigens kreierten Tanz zum Abschluss der „Närrischen Seefahrt“.
Copyright: Ralf Rohrmoser-von Glasow
Es ist ein kleines bisschen anders, wenn das Damenkomitee Fidele Flotte Dondorf zur großen Sitzung in die Halle Meiersheide in Hennef einlädt - ein kleines bisschen persönlicher, ein kleines bisschen herzlicher, ein kleines bisschen freundlicher, auch wenn es mal ein Problem gibt. Am Samstag starteten sie zur Närrischen Seefahrt und nahmen fast 1000 Gäste mit.
Immer wieder faszinierend ist, wie Literatin Uta Kugland mit ihrer Präsidentin Anne Dietrich ein Programm bastelt, das auch ohne die ganz großen Namen mehr als fünf Stunden beste Unterhaltung bietet. Dabei traut sie sich auch mal, einen Comedian als Redner einzubauen. Djavid thematisiert seinen Migrationshintergrund, er kommt aus Afghanistan, verzichtet aber auf allzu platte Witze auf eigene Kosten. Eine Erkenntnis bleibt: Redner haben es im Sitzungskarneval schwer.

„Druckluft“ begeisterte mit dem Sessionshit „Karnevalsmaus“, der echtes Ohrwurm-Potenzial hat.
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Die Närrische Seefahrt begann mit dem Einmarsch der befreundeten Vereine, nur die Fidele Flotte selbst war mal wieder zu spät. Ein Video, gedreht von Ehrensenator Stefan „Stevée“ Ornowski, lieferte die Erklärung: Um, wie sonst, pünktlich zu sein, haben die jecken Ladys sich im Wohnwagen vor der Halle schlafen gelegt.
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Das Damenkomitee Fidele Flotte zog mit Paddeln in den Saal ein
Doch das Ordnungsamt schleppt gnadenlos ab, sie erwachen im Wald und machen sich auf den Weg zurück. Geistinger Schmetterlinge, Sövener Naaksühle und zwei Mädels von Grün-Weiß Rott verpassen ihnen unterwegs Stärkungen unterschiedlicher Art. Gerade noch rechtzeitig kommen sie an, ziehen sich im Film um. Und dann kamen sie live in Uniform und mit ihren Paddeln in den Saal.
Die energiegeladene Präsidentin ergriff gleich das Ruder und führte liebevoll-charmant durch die Nummern. Die Rheinmatrosen der Großen Mülheimer Karnevalsgesellschaft loteten mit ihren akrobatischen Würfen und Hebefiguren die Grenzen der Schwerkraft und der Möglichkeiten des menschlichen Körpers aus. So manches „Oh“ und „Ah“ entrang sich den Kehlen der faszinierten Zuschauerinnen und Zuschauer.

Die Drummerholic's begeisterten mit krachenden Rhythmen.
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Nach dem Einzug des Hennefer Prinzenpaars, Renate I. und Uli I., mit Gefolge und Hennefer Stadtsoldaten, heizte Scharmöör kräftig ein. Sänger Leon Heidrich ging mit Akkordeonist und Gitarrist für den Schunkelpart hinunter in den Mittelgang. Souverän überbrückte die Präsidentin die kleine Verspätung der Drummerholic's, unterstützt vom Matthias Heßeler Orchester MHO. Aber was die fünf dann mit ihren Schlagzeugen ablieferten, trieb die Gäste auf die Stühle.
Die Drehungen der Frontfrau von Kempes Finest machten schwindlig
Anschließend tobte Nici Kampermann mit Kempes Finest über die Bühne. Sie ist charismatische Frontfrau, aufgedrehte Tänzerin, liebenswerte Entertainerin und Sängerin mit starker Stimme in einem. Was sie bei „Wenn du nit danze kannst“ an Drehungen absolvierte, machte so manchen im Publikum beim Zuschauen schon schwindlig.

Die Rheinmatrosen aus Mülheim überzeugten mit akrobatischen Tänzen.
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Stadtrand ist immer eine Bank und für das kommende Jahr schon als Finalnummer gebucht. Die Band um Roman Lob spielt auf musikalisch hohem Niveau, der Frontmann ist eine echte Rampensau, den Hit von 2018, „Orjenal“, zelebrierte er mit dem Saal. Was für die Augen war die Fauth Dance Company „Gentlemans“.
Zum Finale hatte die Literatin schon in weiser Voraussicht die Brassband Druckluft gebucht, die schon bei Florian Silbereisen gespielt und mit „Karnevalsmaus“ in dieser Saison einen echten Ohrwurm abgeliefert hat. Danach konnte nur noch eines kommen: der Abschlusstanz der Gastgeberinnen - absolut sehenswert.

Schon von Beginn an standen die Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Stühlen.
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