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VertragsabschlussNeuer Betreiber erwartet nach Modernisierung ein traumhaftes Freibad für Königswinter

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Ein mit Wasser gefülltes Schwimmbecken.

Still ruht das 50-Meter-Becken: Zum Saisonstart 2028 soll das modernisierte Lemmerz-Freibad wieder öffnen.

Die Stadt Königswinter und die PROVA Unternehmensberatung haben einen Vertrag zum Betrieb der Schwimmbäder unterzeichnet. Der Eintritt wird teurer.

Vor Kurzem hat sich Frank Rose das zurzeit geschlossene Lemmerz-Freibad am Drachenfels und die dazu gehörigen Modernisierungspläne angesehen. Danach geriet er geradezu ins Schwärmen: „Das Freibad wird ein Traum“, sagte Rose am Dienstag vor dem Sitzungssaal am Rathaus Oberpleis. „Es ist eines der schönsten Freibäder in Deutschland“, betonte der Geschäftsführer der PROVA Unternehmensberatung aus Hamm, als er zusammen mit Königswinters Bürgermeisterin Heike Jüngling den Betreibervertrag für beide Bäder in Königswinter – das Hallenbad im Tal und das Freibad auf dem Berg – unterzeichnete.

Vom 1. November an betreibt die Firma im Auftrag der Stadt die Schwimmbäder. Die PROVA Unternehmensberatung übernimmt damit die Arbeit des Schwimmtreffs, der seit 30 Jahren im Hallenbad aktiv war, dessen Vertrag am 31. Oktober ausläuft und der inzwischen Insolvenz angemeldet hat. Man arbeite gemeinsam an einem „reibungslosen und guten Übergang“, sagte Heike Jüngling. Und Frank Rose betonte vor dem Sportausschuss, dass (bis auf die Geschäftsführung) alle rund 30 Mitarbeitenden des Schwimmtreffs übernommen würden.

Unternehmen betreibt bundesweit 13 Schwimmbäder

Die PROVA koordiniert und betreibt laut Frank Rose bundesweit 13 Schwimmbäder. Darunter das Maximare im Hamm mit rund 500.000 Besuchern im Jahr, den Aquapark in Oberhausen mit etwa 420.000 Besuchern im Jahr oder die Badebucht in Wedel mit etwa 250.000 Besuchern. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen, das Investoren und Kommunen beim Bau und Betrieb von Bädern und Freizeitanlagen berät, rund 400 Mitarbeitende.

Nach einem Ausschreibungsverfahren der Stadt hat der Rat zuletzt in nicht öffentlicher Sitzung dem Vertrag mit der PROVA GmbH zugestimmt und zudem den Freibad-Umbau auf den Weg gebracht. Während das neue Hallenbad gerade erst 2021 fertiggestellt wurde, plant die Stadt zurzeit die rund 9,5 Millionen Euro teure Modernisierung und Sanierung des Lemmerz-Freibades.

Zum Saisonstart im Mai 2028 – dann besteht das Bad seit 75 Jahren – soll es fertig sein, so der Plan. Geschlossen ist es seit 2024; eigentlich wollte man schon 2027 wieder eröffnen. Unter anderem wegen der Lage im Naturschutzgebiet Siebengebirge und des Denkmalschutzes wird es an den Gebäuden im Freibad, dessen 50-Meter-Schwimmerbecken eine echte Rarität ist, nicht viele Veränderungen geben.

Allerdings werden die komplette Technik sowie Umkleiden, Duschen und Toiletten modernisiert. Die Becken werden mit Fliesen ausgekleidet, die Rutsche im Nichtschwimmerbecken wird versetzt und komplett erneuert. Laut Heike Jüngling gebe es die Chance, den historischen Charme des Freibades wiederzubeleben. Es sei für viele Menschen „mit vielen positiven Erinnerungen verbunden“.

Der neue Betreibervertrag bringt aber auch Änderungen mit sich. So steigen nicht nur die Eintrittspreise. Darüber hinaus wird das Hallenbad künftig während der Freibadsaison nur noch für Schul- und Vereinsschwimmen, für die Schwimmkurse sowie für einen „Schlecht-Wetter-Betrieb“ geöffnet. Die Öffentlichkeit solle dann „ausschließlich im Freibad schwimmen“, so die Stadt Königswinter.

Vier Menschen; ein Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch, auf dem ein Vertrag liegt.

Vertragsunterzeichnung mit (vorne v. l.) Frank Rose, Heike Jüngling sowie Oliver Winter und Helga Büchner.

Anders als in der Vergangenheit wird sie auch wieder selbst für die komplette Wartung und Unterhaltung der Bäder zuständig sein und auch die Energiekosten tragen. Deren Höhe hatte dem Schwimmtreff zuletzt Schwierigkeiten bereitet. Zu den Konditionen und der Höhe der Zuschüsse für den neuen Betreiber machte die Bürgermeisterin auf Nachfrage mit dem Verweis auf den nicht-öffentlichen Vertrag keine Angaben.

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Zu Einordnung: Im städtischen Haushalt waren 2025 für das Freibad knapp 190.000 Euro und für das Hallenbad 409.000 Euro als jährlicher Betriebskostenzuschuss eingeplant gewesen, darunter auch ein „Energiepreiszuschuss“.