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Tausende auf der StraßeKabarettist Wilfried Schmickler übt bei Lohmarer Demo scharfe Kritik an der AfD

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Ein Mann spricht auf einer Bühne.

Kabarettist Wilfried Schmickler fand klare Worte gegen die AfD.

„Verbaler und physischer Vandalismus zum rechtsradikalen Zweck.“ Das sei es, was Gauland meinte, als er vor sieben Jahren sagte: „Wir werden sie jagen“.

Auch Lohmar gehört nun zu den Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis, in denen Menschen gegen Rechtsextremismus und die AfD und demonstriert haben. Laut Polizei waren es rund 3000 Menschen, die am Freitagnachmittag vom Parkplatz an der Jabachhalle über die Hauptstraße bis zum Rathaus gingen. Aus Boxen schallte laute Musik, die Botschaft war klar: Alle hassen Nazis.

An der Demonstration beteiligten sich neben Bürgermeisterin Claudia Wieja und Landrat Sebastian Schuster Vertreterinnen und Vertreter aller Parteien im Lohmarer Stadtrat sowie das Dreigestirn. Empfangen wurden sie am Rathaus mit den Klängen von „En unserem Veedel“. Hier war eine Bühne aufgebaut.

Kabarettist Wilfried Schmickler warb für mehr Respekt vor Politikern

Journalistin, Nicola Reyck, die die Veranstaltung moderierte, sprach von ihrer Mutter, die zwar weit über 80 Jahre alt sei, aber dennoch an der Demo teilnehmen wollte. Sie sagte: „Ich bin in der braunen Soße geboren, will aber nicht in der braunen Soße sterben.“

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Claudia Wieja freute sich über den vollen Rathausplatz und danke den Teilnehmenden für ihr Kommen. Während Landrat Sebastian Schuster dafür warb, das Wahlrecht wahrzunehmen, forderte Kabarettist Wilfried Schmickler mehr Verständnis gegenüber Politikerinnen und Politikern. „Sie machen Fehler, sie vergessen manchmal, wofür sie gewählt wurden, aber sie sind kein Freiwild“, rief er der Menge zu.

Zum Abschluss der Veranstaltung in Lohmar spielte die Karnevalsband Jot Drop

„Sieben Jahre ist es jetzt her, dass der als Anstands-Wauwau verkleidete Alexander Gauland – ihr wisst, schon, der weiße alte Mann mit den Kötern auf der Krawatte – nach der Bundestagswahl sagte: Wir werden sie jagen“, sagte Schmickler. „Heute wissen wir, was er damit gemeint hat: Psychoterror und körperliche Gewalt gegen Mandatsträger. Fäkalienstürme in den asozialen Netzwerken. Das ist der verbale und physische Vandalismus zum rechtsradikalen Zweck“, lederte er.

Es sprachen außerdem Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen sowie der Ratsfraktionen, zum Abschluss spielte die Lohmarer Karnevalsband Jot Drop.

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