Unwetter in LohmarUnwetteropfer haben viele Fragen

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Lohmar – Die Stadt will nach dem schweren Unwetter in der vergangenen Woche ein Spendenkonto für Betroffene einrichten. Die Anschubfinanzierung der Stadt beträgt 5000 Euro. Dies gab Bürgermeister Wolfgang Röger im Stadtrat bekannt. Mehr als 200 Anwohner hatten sich dort zur Einwohnerfragestunde eingefunden. Sie wollten wissen, wie die Stadt ihren Bürgern hilft und wie sie sich künftig zu schützen gedenkt. Tiefbauamtsleiter Dietmar Schlösser erläuterte die Hochwasserschutzmaßnahmen und legte Ursachen und Zusammenhänge der Überflutungen dar.
Danach wurden Fragen der Bürger zugelassen. Die gab es zu Dutzenden: Ein Anwohner vom Hollenberg etwa monierte, das Regenrückhaltebecken in Weegen sei im Vortrag nicht erwähnt worden – es sei für derartige Wassermassen schlicht zu klein sei. Die Stadt räumte Nachbesserungsbedarf ein. „Wie soll man sich gegen Hochwasser schützen, wenn Bauvorschriften Maßnahmen verhindern?“ wollte ein anderer wissen. Bürgermeister Wolfgang Röger sagte zu, dass bei hochwassergefährdeten Haushalten Schutzvorrichtungen großzügiger genehmigt werden sollen.
Bürger sollen Schäden melden
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Röger signalisierte Verhandlungsbereitschaft auf die Frage von Anwohnern, ob sie mit Erleichterungen bei den hohen Strom- und Wasserrechnungen durch Pumpen und Reinigungsarbeiten rechnen dürften: „Wenn Sie Kunde der Stadtwerke sind, können wir gerne darüber diskutieren.“ Zudem wurden die Betroffenen aufgefordert, Schäden bei der Stadt zu melden.
Das hatten bis dato nur zwölf Haushalte getan. Offenbar hatten die meisten von der Möglichkeit, Schäden anzuzeigen, noch gar nichts mitbekommen, ebenso wenig wie von der „Hotline“ des Ordnungsamtes und von den zusätzlichen Abfuhrterminen der Müllentsorger. Sämtliche Informationen finden Betroffene nun im Internet. Auskünfte erteilt das Ordnungsamt unter ☎ 02246/15-214 und -219. (jkh)

