450 Gäste tanzten schon vor der offiziellen Eröffnung auf den Stühlen in Niederkassel-Ranzel.
Eine jecke Hoheit als Stil-IkoneGeballte Frauenpower bei Mädchensitzung der KG Rut-Wiess Ranzel

Die Tanzmäuse der KG Rut-Wiess Ranzel glänzten.
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Prinzessin Katharina I. hat den Trend gesetzt: Die markante rote Brille der jecken Regentin hat es nicht nur auf den Sessionsorden ihrer KG Rut-Wiess Ranzel geschafft, auch bei den Besucherinnen der traditionellen Mädchensitzung im Evonik-Kasino hatte die auffällige Sehhilfe bereits zahlreiche Nachfolgerinnen gefunden.
Dort tanzten die etwa 450 Gäste schon vor der offiziellen Eröffnung auf den Stühlen. Die Prinzessin gab den Takt vor und zeigte, dass sie sich auch von ihrem steifen Ornat nicht bändigen ließ.
Hofstaat der Prinzessin besteht ebenfalls auschließlich aus Frauen
Die 38-Jährige ist eine jecke Überzeugungstäterin. Seit 2014 pendelte sie jährlich von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch mit dem Wohnwagen von Thüringen nach Lülsdorf, um in den Niederkasseler Ortsteilen Karneval mitzufeiern. 2020 zog sie schließlich ganz nach Niederkassel, ein Jahr später stieg sie bei der KG Rut-Wiess Ranzel ein, wo sie die Tanzmäuse und die Solistinnen – darunter ihre Tochter Xenia – betreut.
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Prinzessin Katharina I. setzte nicht nur mit der Brille ein Ausrufezeichen.
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Seit 2024 gehört sie zum Elferrat. Beim Karneval in Lülsdorf ist in diesem Jahr ohnehin Frauenpower angesagt, denn auch der zwölfköpfige Hofstaat der Prinzessin ist durchgängig weiblich besetzt, womit die Lülsdorfer im gerne männerlastigen Karneval ein deutliches Ausrufezeichen setzen. Allen voran Katharina I., deren Ballade „Anjekumme“ das Zeug zu einer neuen Lülsdorfer Hymne hat.
Die Mädchensitzung der KG Rut-Wiess Ranzel war auch eine gute Gelegenheit, die Garden des Vereins ins rechte Licht zu rücken. So wurden vor den Handykameras von Müttern und Omas eifrig die Beine in die Luft geworfen – und das auf einem beachtlichen Niveau. Zu den musikalischen Gästen gehörten unter anderem die Räuber, Cat Ballou und Miljöh. Natürlich bekam auch die vereinseigene Showtanzgruppe „Majestics“ einen eigenen Showblock. Zudem wollte das Kendenicher Männerballett erneut mit seiner eher subtilen Erotik für Furore sorgen.
Ebenso beeindruckend wie die Show auf der Bühne war die Performance der aufwendig kostümierten Besucherinnen, die oft gleich in Cliquen-Stärke angerückt waren. So tummelten sich metallisch glänzende Außerirdische neben einer Handvoll Rockerbräute und einem Schwarm kesser Bienen. Zur anschließenden Party waren dann auch Männer wieder zugelassen.

