Während der Fußball-Landesliga-Spitzenreiter nicht über ein 2:2 hinauskommt, feiert der FSV einen 2:0-Erfolg über Schlebusch.
GW Brauweiler patztNeunkirchen-Seelscheid profitiert von Spicher Schützenhilfe

Marc Schneider (am Ball) erlöst den FSV Neunkirchen-Seelscheid mit seinem Führungstreffer.
Copyright: Quentin Bröhl
FSV Neunkirchen-Seelscheid – SV Schlebusch 2:0 (1:0). Der Tabellenzweite der Fußball-Landesliga bleibt auf Kurs – und hat den Rückstand auf den Spitzenreiter Brauweiler auf drei Punkte verkürzt. Schlebusch sei der erwartet schwere Gegner gewesen, betonte FSV-Trainer Christoph Gerlach. Trotzdem war seine Elf über 90 Minuten tonangebend und feierte den dritten Sieg in Serie. „Wir sind geduldig geblieben und haben unsere Chancen eiskalt genutzt“, kommentierte der Coach die Treffer von Marc Schneider (46.) und Nils Stephan (55.).
Schlebuscher Akteur sieht „Rot“
Spätestens nach der Roten Karte für einen Gästeakteur wegen einer Notbremse war die Begegnung entschieden (57.). „Der Spieler wusste gleich nach dem Foul, dass er klar der letzte Mann gewesen war“, meinte FSV-Sportchef Jan Henrik Heinen. „Er war quasi schon vom Platz, bevor der Referee die Karte gezogen hatte.“
FSV: Stokowy – Ehses (90. Hellwig), Busch (90./+4 Heinen), Struzyna, Wieschebrock – Schulz, Dreilich – N. Stephan (79. Lorbach), Simnonia (76. Diehl), Krämer (70. Mporzadenis) – Schneider.
TuS Mondorf – Fortuna Bonn 2:0 (1:0). Nach dem „Pflichtsieg“ gegen das abgeschlagene Schlusslicht war im Mondorfer Lager Durchatmen angesagt. „Weil wir das 2:0 nicht nachgelegt haben, mussten wir zittern und einige brenzlige Situationen überstehen“, sagte Abteilungsleiter Martin Krämer. Haytam Bouskouchi hatte die Führung erzielt (6.). Danach zeichnete sich der Mondorfer Keeper Jens Born einige Male aus. Es dauerte bis zur 76. Minute, ehe Ioannis Simeonidis den Sack zumachte.
TuS: Born – Arnold (88. Edogiawere), Krämer, Dittrich, Sebudandi – Vos (75. Viola), Tazit – Pfeil (75. Orth), Simeonidis, Schönborn – Bouskouchi (81. Sylla).
SC Rheinbach – FV Bad Honnef 2:1 (1:0). HFV-Trainer Benjamin Krayer sprach hinterher von einer „verdienten Niederlage. Wir waren einfach nicht zwingend genug.“ Den kurzfristigen Ausfall von Angreifer Timo Balte (Oberschenkelprobleme) wollte er nicht als Ausrede gelten lassen, doch ohne ihn fehlte sichtlich die Durchschlagskraft. Erst nach zwei guten Paraden von HFV-Keeper Nicolas Tischler kamen die Gäste besser ins Spiel. Die Tore erzielten jedoch die Rheinbacher Stefan Ristovski (41.) und Fabian Kaczmarek (60.).
Nach dem Anschluss durch Eladan Islamovic nach einer Ecke (82.) verbuchten letzterer Akteur und Henri Rous jeweils die Chance zum Ausgleich. „Das 2:2 wäre aber ein bisschen zu viel des Guten gewesen“, räumte Krayer ein.
HFV: Tischler – Wiemer, Caspar (86. Markovis), Eladan Islamovic, Stang (65. Penner), Lelo – Brand (74. Zoller), Elhan Islamovic (87. Fakhour) – Defang, Schmitz (74. Rous), Miermann.
GW Brauweiler – 1. FC Spich 2:2 (1:0). „Der Punkt geht in Ordnung“, sagte der Spicher Sportliche Leiter Ralf Winiarz nach dem Remis beim Spitzenreiter. „Aber über einen Auswärtssieg hätte sich hier auch niemand beschweren dürfen.“ Trainer Leonard Barth hatten die ersten 25 Minuten offensichtlich nicht gefallen, denn es folgten zwei frühe Wechsel. „Wir wollten mehr Zugriff aufs Spiel bekommen, was auch gefruchtet hat“, so Winiarz.
Julian Roloff hält Brauweiler im Spiel
Besonders Joussef Saidi half als dritter Sechser mit, die Wirkungskreise von Spielmacher Nick Brisevac einzugrenzen. Vom Rückstand durch Noah Kostka ließen sich die Spicher nicht beirren (35.); Jonas Degenhart (52.) und Mohamed Madaghri (63.) drehten das Spiel sogar. Danach hielt GW-Keeper Julian Roloff seine Elf im Spiel: Erst fischte er einen 20-Meter-Schuss von Bandian Conde aus dem Winkel, dann war er gegen Degenhart und Baris Bilgic zur Stelle. Ein ruhender Ball führte zum Ausgleich – 2:2 (79./Niklas Rohde).
Spich: Monjeamb – Djomani Ousmane, Suchy, Sentop, Mergner (46. Madaghri), Gündogmus (26. Saidi) – Bilgic, Conde – Welt, Kirst (73. Tasdemir), Massek (26. Degenhart).
