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NaturgutDie Balkantrasse in Leverkusen wird bienenfreundlich

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Daniel Haase, Reinhold Glüsenkamp, Petra Haller, Georgios Papadopoulos, Alexander Lünenbach, Matthias Rawohl, Fabian Hille und Nicole Jung auf dem neuen Lehrpfad an der Balkantrasse

Daniel Haase, Reinhold Glüsenkamp, Petra Haller, Georgios Papadopoulos, Alexander Lünenbach, Matthias Rawohl, Fabian Hille und Nicole Jung (von links) freuen sich über den neuen Lehrpfad an der Balkantrasse.

Der neue Baumparcours wird eines Tages 32 Bäume haben. Er beginnt am Bahnhof Opladen.

Freiwillig – geht nicht. Das Motto in der Leverkusener Finanzkrise trieb am Mittwoch auch Alexander Lünenbach um. Der Sozial- und Umweltdezernent gehörte zu den Gästen einer besonderen Einweihungsfeier. Die ersten zehn von 32 bienenfreundlichen Bäumen sind an der Balkantrasse gepflanzt. Der neue Baumparcours beginnt am Opladener Eingang der Balkantrasse, also am Parkplatz hinter dem Bahnhof, und endet am Zugang Neukronenberger Straße. Die Stadt hat ein bisschen was dazu getan, aber auch das Naturgut Ophoven, der Förderverein Balkantrasse und die Gesamtschule Schlebusch haben sich engagiert. „Das ist nichts zum Wegsparen“, legte sich Lünenbach fest.

Petra Haller, die Vorsitzende des Fördervereins Balkantrasse, gab ihm recht: Der Baumbestand längs des Geh- und Radwegs leide erkennbar unter dem Klimawandel. 32 neue Bäume, die auch mit sehr heißem Klima klarkommen, sind da sehr willkommen. „Die ausgewählten Baumarten sind besonders zukunftsfähig“, unterstrich Reinhold Glüsenkamp vom Naturgut Ophoven. „Sie kommen mit den veränderten klimatischen Bedingungen gut zurecht und bieten gleichzeitig Bienen wertvolle Nahrung. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.“ Glüsenkamp ist Bienenpädagoge und Initiator des Parcours.

Nummerierte Rauten und Infotafeln

Georgios Papadopoulos weiß das: Der Abiturient von der Schlebuscher Gesamtschule markiert am Mittwoch nicht nur den ersten Baum mit einer gelben, hölzernen Raute. Das ist ein Erkennungszeichen, mehr Informationen bieten an drei Stationen des Parcours Tafeln, die der Drucker Fabian Hille gestiftet hat. Auch davon wurden am Mittwoch die ersten aufgehängt. Das zeigt: Hier haben viele engagierte Leute zusammengearbeitet.

Glüsenkamp, der vor eineinhalb Jahren die Idee für den Parcours hatte, ist seinem Ziel deutlich näher gekommen: „Die Blütenpracht der Bäume im Jahresverlauf zu erleben, ist ein großer Gewinn für die Bevölkerung. Gleichzeitig tragen die Infotafeln dazu bei, das Bewusstsein für Umwelt- und Artenschutz zu stärken.“

Bienenpate Reinhold Glüsenkamp steht an einem Judasbaum an der Balkantrasse.

Bienenpate Reinhold Glüsenkamp freut sich über den neuen Judasbaum an der Balkantrasse.

Seit 2017 gibt es auf dem Naturgut und entlang der Balkantrasse einen Baumparcours mit bienenfreundlichen Arten, der gemeinsam mit der Gesamtschule Schlebusch entwickelt wurde. Schülerinnen und Schüler kennzeichneten die Bäume mit selbst gestalteten Mobiles, auf denen eine Biene und eine Nummer zu sehen sind. Wozu das gut ist, erklärte Baumpädagoge Glüsenkamp: „Die nummerierten Sechsecke ermöglichen es Spaziergängerinnen und Spaziergängern, die Baumarten mithilfe einer Infotafel zu bestimmen.“

Nun wurde der Parcours weiterentwickelt. Insgesamt werden 21 neue Bäume vom städtischen Fachbereich Stadtgrün gepflanzt. Damit umfasst der Parcours künftig 32 Baumarten. Sie sollen reichlich Pollen und Nektar liefern. Gut für die Bienen.