Zum bekannten Fluglärm vom Flughafen Köln/Bonn kommen in der Region jetzt vermehrt die Geräusche von Hubschraubern hinzu.
Fluglärm in der NachtWarum über dem Rhein-Sieg-Kreis vermehrt Hubschrauber der Polizei kreisen

Ein Polizeihubschrauber kreist in der Nacht über einem Gebiet (Symbolfoto).
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In der Region um den Flughafen Köln/Bonn ist man Fluglärm gewohnt. Wer sich in den Nächten zwischen Montag (13. April) bis Donnerstag (16. April) jedoch über Hubschrauber-Geräusche wundert: Es handelt sich um Übungsflüge der Bundespolizei. Die Flüge finden im Bereich rund um Sankt Augustin statt. Die Bundespolizei bat Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis.
Bei den Flügen der Polizeihubschrauber gehe es darum, spezialisierte Besatzungsmitglieder fortzubilden. Die sogenannten System-Operatoren bedienen bei Einsätzen die Ausrüstung des Hubschraubers und unterstützen so die Piloten.
Hubschrauberflüge in der Nacht im Gebiet Sankt Augustin
Geübt werden zum Beispiel die Suche nach vermissten Personen, die Fahndung nach Straftätern oder die Unterstützung aus der Luft bei Katastrophen. Bei Dunkelheit gebe es für solche Einsätze besondere Flugverfahren, die geübt werden müssten, teilte die Bundespolizei mit.
„Da diese Flugverfahren erst nach Einbruch der Dunkelheit durchgeführt werden können, kann es im Zeitraum von 20 Uhr bis 0 Uhr zu Beeinträchtigungen durch Fluglärm im Bereich Sankt Augustin-Hangelar kommen“, erklärte Pressesprecher Christian Marx von der Bundespolizei.
Die in Sankt Augustin untergebrachte Fliegergruppe ist Servicedienstleister für die Behörden und Dienststellen der Bundespolizei, sonstiger Bundes- und Landesbehörden mit Sicherheitsaufgaben sowie für internationale Behörden und Organisationen.
Die Einheit mit Sitz in Sankt Augustin betreibt derzeit 93 Hubschrauber verschiedener Gewichtsklassen bundesweit und ist damit nach der Lufthansa der zweitgrößte Betreiber ziviler Luftfahrzeuge in Deutschland sowie eine der größten polizeilichen Flugdienstorganisationen der Welt. (jv)
