Die Flughäfen in NRW verzeichnen ein Passagierplus von fast sechs Prozent. Krisen verlagern die beliebten Reiseziele.
Aufwind für NRW-AirportsPassagiere weichen wegen Irankrieg auf Türkei und Ägypten aus

Millionen Menschen stiegen in NRW seit Jahresbeginn ein Flugzeug. (Symbolbild)
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Die Luftfahrt in Nordrhein-Westfalen befindet sich auf einem Wachstumskurs. Laut Angaben des Landesstatistikamts in Düsseldorf hoben im ersten Jahresviertel rund 3,3 Millionen Fluggäste von einem der sechs bedeutenden Airports des Bundeslandes ab. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres stellt dies eine Steigerung um 185.000 Reisende dar, was einem Plus von 5,9 Prozent gleichkommt. Über 90 Prozent der Passagiere hatten ein internationales Ziel, wohingegen das Aufkommen bei Inlandsflügen sank.
An der Spitze der NRW-Airports steht Düsseldorf, gefolgt von Köln/Bonn. Die Liste der weiteren Flugverkehrsknotenpunkte umfasst Dortmund, Münster/Osnabrück, Weeze am Niederrhein sowie Paderborn/Lippstadt. Etwas mehr als die Hälfte des gesamten in dieser Statistik berücksichtigten Passagieraufkommens wurde am Standort Düsseldorf abgewickelt.
Geopolitische Lage beeinflusst Flugrouten
Die Entwicklung der Fluggastzahlen spiegelt zudem die Folgen des Irankriegs wider. Ab Ende Februar wurde der Luftraum über der Golfregion zeitweise für den zivilen Verkehr geschlossen. Zwar werden Flüge in diesem Gebiet mittlerweile wieder durchgeführt, das Vorkrisenniveau ist jedoch noch nicht wieder erreicht.
Eine Konsequenz dieser Entwicklung war eine spürbare Veränderung der bevorzugten Destinationen. Das Passagieraufkommen für Flüge nach Katar oder in die Vereinigten Arabischen Emirate, einschließlich Zielen wie Dubai, war im ersten Jahresviertel rückläufig. Andere Staaten konnten davon profitieren: So registrierten die Türkei und Ägypten einen signifikant höheren Zustrom an Fluggästen aus NRW im Vergleich zur Vorjahresperiode. (dpa/red)
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