US-Präsident Donald Trump ist erneut für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Zunächst berichteten der Trump-nahe Nachrichtensender Fox News und die britische “Daily Mail” darüber. Eingereicht wurde die Nominierung von Christian Tybring-Gjedde, einem Mitglied des norwegischen Parlaments. Der Politiker der rechtspopulistischen Partei Fremskrittspartiet hatte Trump schon 2018 vorgeschlagen.
Lob für Trump als Friedensbringer
Tybring-Gjedde begründet den Vorschlag mit den Bemühungen des US-Präsidenten zur Lösung langwieriger Konflikte in der ganzen Welt. Auf seiner Facebook-Seite lobte der rechte Politiker explizit Trumps Engagement für das Abkommen zwischen den Vereinten Arabischen Emiraten und Israel. Trump habe eine entscheidende Rolle beim Aufbau der Beziehungen zwischen beiden Ländern eingenommen. “Das Abkommen könnte den Weg freimachen für einen dauerhaften Frieden zwischen vielen arabischen Ländern und Israel”, so Tybring-Gjedde.
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Laut Fox News soll die Nominierung auch mit Trumps Vermittlerrolle zwischen Pakistan und Indien, Nord- und Südkorea sowie Serbien und Kosovo begründet worden sein. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte im Fernsehsender Fox News: “Dieser Präsident hat Frieden rund um die Welt geschaffen.”
Trump sagt “Thank you” auf Twitter
Tybring-Gjedde hoffe, dass das Nobelkomitee beurteilen könne, was Trump international erreicht hat, und nicht über etablierte Vorurteile gegenüber dem Präsidenten der USA stolpere.
Trump selbst bedankte sich für die erneute Nominierung auf Twitter. Zudem retweetete der US-Präsident eine Reihe von Links zu Medienberichten und Tweets, die ihn beglückwünschten.
Friedensnobelpreis 2020: Nominierung Trumps kommt zu spät
Trumps Berater für Nationale Sicherheit, Robert O’Brien, hatte umgehend nach Ankündigung der Vereinbarung zwischen Israel und den Emiraten den US-Präsidenten als “Spitzenreiter” für den Friedensnobelpreis ins Gespräch gebracht. Trump selbst hatte bereits im vergangenen Jahr gesagt, er würde den Nobelpreis “für viele Sachen” bekommen - “wenn man sie fair vergeben würde, was nicht der Fall ist”. Trumps Vorgänger Barack Obama war bereits zu Beginn seiner Amtszeit mit einem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.
Für den diesjährigen Friedensnobelpreis, dessen neuer Preisträger immer im Oktober bekanntgeben wird, kommt die Nominierung unterdessen zu spät. Ende Februar hatte das norwegische Nobelkomitee mitgeteilt, dass bis zum Ablauf der Frist 317 Kandidaten nominiert wurden. (RND, dpa)


