FC-Gegner im CheckBVB ohne zwei Stars – Modeste zum letzten Mal vor Kölner Fans?

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Am Samstagabend kommt es im Westfalenstadion zum Wiedersehen mit Ex-Kölner Anthony Modeste.

Am Samstagabend kommt es im Westfalenstadion zum Wiedersehen mit Ex-Kölner Anthony Modeste.

Der 1. FC Köln ist am 25. Spieltag bei Borussia Dortmund gefordert. Wir analysieren den FC-Gegner und sagen, worauf es für das Baumgart-Team ankommen wird.

Am Samstag steigt das Bundesliga-Topspiel (18.30 Uhr, im Liveticker auf ksta.de) zwischen dem Kölner und Borussia Dortmund im Signal Iduna Park. Gegen den ebenfalls offensiv eingestellten BVB soll es für das Team von Steffen Baumgart auch endlich wieder mit dem Toreschießen klappen. Wie stehen die Chancen des FC?

Die Ausgangslage der Partie des 1. FC Köln in Dortmund

Seit Steffen Baumgart Trainer beim 1. FC Köln ist, stand der Verein noch nicht so unter sportlichem Druck wie aktuell. Die Heimpleite gegen den VfL Bochum, der am vergangenen Spieltag als Tabellenschlusslicht antrat, offenbarte einmal mehr die Kölner Abschlussschwächen, die es für den FC schnellstmöglich zu überwinden gilt.

Kölner Stadt-Anzeiger

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Tabellenplatz zwölf ist mit 27 Punkten nach 24 Spieltagen zwar noch keine gefährliche Situation. Doch gegen Borussia Dortmund wird die Aufgabe am Samstag sicher nicht einfacher. Der BVB kämpft um jeden Punkt, will als Tabellenzweiter weiter Anschluss an die Bayern halten, die nur zwei Punkte vorne weg sind. Zudem sind es für die Dortmunder nur fünf Punkte bis zur Grenze zwischen der Champions- und der Europa League.

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Bei Borussia Dortmund kehrt Kapitän Marco Reus nach überstandener Erkältung zurück in den Kader. Auch Stammtorhüter Gregor Kobel wird, trotz Trainingspause aufgrund von Erkältungssymptomen, wahrscheinlich wieder im Tor stehen. Julian Brand wird nach seinem Kreuzbandriss, den er im Champions-League-Achtelfinale gegen Chelsea London erlitt, nicht spielen können. Ebenso fehlen wird Emre Can, der deutsche Nationalspieler ist mit der fünften Gelben Karte gesperrt.

Beim FC gehört Offensivspieler Damion Downs erst zum zweiten Mal überhaupt dem Bundesliga-Kader an. Der 18-jährige Angreifer habe sich durch starke Trainingseinheiten in den Fokus spielen können. Verzichten muss Steffen Baumgart dagegen auf Ersatztorhüter Timo Horn. Der 29-Jährige hat in der vergangenen Woche krankheitsbedingt nicht trainieren können. Für ihn würde Matthias Köbbing in den Kader rücken.

Borussia Dortmund mit überragendem Start ins Jahr 2023

Auf den FC wartet keine geringere Mannschaft, als die einzige in Europas Top-Ligen, die in 2023 noch kein Liga-Spiel verloren hat. Überragende zehn Pflichtspiele am Stück gewannen die Schwarz-Gelben. In der Geschichte des Traditionsvereins ein Novum. Erst mit den vergangenen beiden Spielen erlitt der Höhenflug der Borussia einen kleinen Durchhänger. Mit einer 0:2-Auswärtsniederlage verabschiedete sich die Mannschaft von Trainer Edin Terzić aus der Champions-League, kurz darauf kam der BVB gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen nicht über ein 2:2 hinaus.

Dennoch gilt: Borussia Dortmund kommt unter allen Top-Teams in den europäischen Ligen auf die meisten Tore und Schüsse aufs Tor pro Spiel. Hinzu kommt mit 20 Toren in sieben Ligaspielen ein Bundesliga-Top-Wert. Für einen weiteren ligaweiten Spitzenwert sorgt Torwart Gregor Kobel. Der Schweizer währte rund 27 Schüsse aufs Tor ab, so viele, wie kein anderer Torhüter.

Mit fünf Treffern aus Standardsituationen in diesem Kalenderjahr haben die Dortmunder darüber hinaus an ihrer Torgefahr aus ruhenden Bällen gearbeitet. Die Kölner Abwehr kann sich damit aller Voraussicht nach auf einen arbeitsintensiven Abend einstellen.

So kann der FC die Dortmunder ärgern

Der 1.FC Köln braucht am Samstagabend eine absolute Ausnahmeleistung, um was Zählbares aus Dortmund mitzunehmen. So viel ist klar. Einen kleinen Funken Hoffnung können die Kölner aus der aktuellen Mini-Krise des BVB schöpfen. So ist nicht abzusehen, inwieweit das Champions-League-Aus und das Unentschieden im Revierderby Spuren bei der Borussia hinterlassen hat. Schalke kann dabei als Vorbild für die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart dienen. 

Mit einer leidenschaftlichen, kämpferischen Leistung konnte S04 den jungen und hochtalentierten Mittelfeldspielern der Dortmunder ein Stück weit den Spaß am Fußball verderben. Nur so wird es auch für den FC gehen. Die Gegenspieler früh stören und robust in die Zweikämpfe gehen, muss die Devise lauten. Die Dortmunder dürfen ihr Spiel nicht entfalten, sondern müssen an der Kreation von Torchancen gehindert werden. Wenn die Kölner dann eine ihrer, voraussichtlich, wenigen Chancen vor dem Dortmunder Tor nutzen können, ist es nicht unmöglich Punkte aus dem Westfalenstadion zu entführen.

Mut macht darüber hinaus die Statistik: So haben die Kölner die letzten beiden Begegnungen gegen den BVB nicht verloren und im Hinspiel der laufenden Saison zu Hause sogar gewonnen. Damals offenbarte das Team von Steffen Baumgart die defensiven Schwächen der Borussia, diese haben sie mittlerweile allerdings weitestgehend im Griff. Aber es gilt: Köln weiß, wie man in Dortmund punktet, so zuletzt auch beim 2:1-Auswärtserfolg im November 2020.

Damals bereitete der heutige Dortmunder Marius Wolf beide Tore von Ellyes Skhiri vor. Trainer vom FC war damals Markus Gisdol und ein gewisser Erling Haaland scheiterte einige Male am gut aufgelegten Kölner Schlussmann Timo Horn.

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