Bei Jungstar Said El Mala besteht für das Kölner Spiel am Freitag in Stuttgart noch mehr Hoffnung. Arbeitserlaubnis für Neuzugang Moore.
FC-Duo erkrankt, Moore schon OptionEl Mala und Dallinga droht der Ausfall

1. FC Köln vs. TSG Hoffenheim, 1. Spieltag, 29.08.2026, 15.30 Uhr, die Mannschaft feierte nach dem Sieg vor der Südtribüne (1. FC Köln), Said El Mala schiebt Thijs Dallinga Richtung Südtribüne, Bild: Herbert Bucco
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Vor dem Auswärtsspiel am Freitag (20.30 Uhr, Sky) beim VfB Stuttgart muss der 1. FC Köln womöglich auf seine beiden Torschützen aus dem erfolgreichen Bundesliga-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim (3:2) verzichten. Said El Mala (20) und Thijs Dallinga (26) fehlten am Mittwoch krankheitsbedingt im Mannschaftstraining. Eine Entscheidung über ihre Einsätze ist nach Angaben von Trainer René Wagner noch nicht gefallen.
„Bei beiden sieht es so aus, dass es eng werden kann, aber da müssen wir jetzt von Tag zu Tag schauen“, sagte Wagner. Bei El Mala zeigte sich der Coach etwas zuversichtlicher als bei Dallinga. „Bei Said sieht es ein bisschen besser aus als bei Thijs.“ El Mala hatte gegen Hoffenheim den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt, Dallinga war bei seinem Debüt mit zwei Treffern zum Matchwinner geworden.
Moore und Sosa schon Optionen
Während hinter den beiden Offensivspielern Fragezeichen stehen, sind die beiden jüngsten Neuzugänge Optionen für die Partie am Freitag. Offensivspieler Mikey Moore (20) und Linksverteidiger Borna Sosa (28) haben nach Angaben des Trainers erstmals mit der Mannschaft trainiert. „Beide auf jeden Fall eine Option. Beide fit, beide auch trainiert“, sagte Wagner.
Moore, der von Tottenham Hotspur nach Köln gewechselt ist, hatte zuvor bereits Teile der Vorbereitung bei seinem bisherigen Klub absolviert. Wagner beschrieb den 19-jährigen Offensivspieler als frisch, motiviert und gut vorbereitet. „Er sah super aus, sah frisch aus, sehr motiviert heute im Training“, sagte der FC-Trainer. Moore habe zudem die Freundschaftsspiele in der Vorbereitung mitgemacht und stehe deshalb „im Saft“.
Vielen, vielen Dank an die Stadt Köln für die schnelle Hilfe, dass dieser Spieler auf dem Platz stehen konnte.
Dass der Engländer überhaupt schon mit der Mannschaft arbeiten konnte, war erst kurzfristig möglich geworden. Wagner bedankte sich ausdrücklich bei der Stadt Köln, die den Termin für die Arbeitserlaubnis schnell ermöglicht habe. „Vielen, vielen Dank an die Stadt Köln für die schnelle Hilfe, dass dieser Spieler auf dem Platz stehen konnte“, sagte Wagner.
Sportlich bietet Moore dem Trainer mehrere Möglichkeiten. „Das Schöne ist, dass er alles kann“, sagte Wagner. Der FC habe nach einer weiteren Option für die Zehnerposition gesucht, Moore könne aber auch auf beiden Außenbahnen oder als zweite Spitze eingesetzt werden. „Das ist ein Spieler, der sich auf allen Positionen wohlfühlt.“ Deshalb werde man ihn dort einsetzen, „wo er uns am meisten hilft“.

Mikey Moore hat bereits die Arbeitserlaubnis erhalten und ist am Mittwoch in das (nicht öffentliche) Kölner Training eingestiegen.
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Besonders angetan ist Wagner von Moores Profil zwischen den Linien. Gesucht habe man einen Spieler, der dort gefährlich werden könne, zugleich aber viel Laufarbeit verrichte, nach hinten mitarbeite und Torgefahr entwickle. „Wir sind froh, dass er jetzt da ist“, sagte Wagner. Der FC habe Moore nicht umsonst über sechs Wochen verfolgt und sei bei der Verpflichtung geduldig geblieben.
Auch Sosa soll dem FC zusätzliche Möglichkeiten geben – vor allem auf der linken Abwehrseite. Der Kroate kam von Crystal Palace und hinterließ bei seinem ersten Training einen guten Eindruck. Sosa habe die Vorbereitung bei seinem bisherigen Klub mitgemacht und sei „in einem guten Zustand“. Wagner bescheinigte ihm zudem, „frisch“ und „sehr motiviert“ gewesen zu sein.
Auf der linken Seite trifft Sosa auf Gideon Mensah, der beim FC bereits in den ersten Pflichtspielen zum Einsatz gekommen war. Wagner sieht die Konkurrenz als gewünschten Effekt. „Das Ziel eines Trainers ist es immer, dass wir auf allen Positionen zwei Spieler haben, die um Spielzeit kämpfen müssen“, sagte er. Aktuell habe Mensah noch „den Millimeter die Nase vorn“, weil er bereits länger in Köln sei und zuletzt überzeugt habe.
Sosa bringt dafür andere Qualitäten mit. Wagner hob den „unglaublich guten linken Fuß“ des Neuzugangs und dessen Qualität bei Standardsituationen hervor. „Er ist vielleicht etwas gefährlicher im letzten Drittel, weil er einfach diese Standardqualität hat“, sagte der Trainer.
Unabhängig von der Personalsituation wartet auf den FC in Stuttgart eine besonders anspruchsvolle Aufgabe. Wagner sprach mit großem Respekt über den VfB. „In den letzten Jahren wurde dort überragende Arbeit gemacht“, sagte der Kölner Trainer. Stuttgart habe einen Großteil seines Kaders zusammengehalten. „Da ist eine brutale Qualität drin, das wissen wir.“
Entsprechend klar fällt Wagners Einschätzung aus: „Das wird ein sehr, sehr schweres Auswärtsspiel für uns.“ Der FC müsse sich auf viel Intensität und individuelle Qualität einstellen. „Wir haben es gegen die Münchner gesehen, dass da viel Intensität auf dem Platz auf uns zukommt“, sagte Wagner mit Blick auf die Stuttgarter Spielweise.
Trotzdem will sich Köln in der Mercedes-Benz-Arena nicht verstecken. „Wir glauben auch, dass wir in Stuttgart die ein oder andere Chance haben“, sagte Wagner. Wie beim 3:2 gegen Hoffenheim müsse seine Mannschaft auf die Momente warten, in denen sie gefährlich werden könne. „Unser Ziel muss sein, dass wir auch dort immer wieder in diese Momente kommen.“
Dafür werde allerdings eine herausragende Leistung nötig sein. „Es braucht für uns eine hundertprozentige Topleistung, um in Stuttgart irgendwas zu holen“, sagte Wagner. Zugleich sieht der Trainer die Partie als wichtige Standortbestimmung für seine Mannschaft: „Am Ende wollen wir uns mit den besten Mannschaften der Liga messen, weil wir einfach darauf schauen: Wie weit sind wir eigentlich?“
Für den FC-Trainer sind solche Spiele auch deshalb besonders reizvoll, weil viele seiner Spieler selbst den Anspruch haben, eines Tages auf diesem Niveau zu spielen. „Wir haben viele Spieler, die irgendwann an dieses Level herankommen wollen, die Champions League spielen wollen“, sagte Wagner. „Dann gilt es, genau in solchen Spielen am Freitagabend Leistung zu bringen.“ 6500 FC-Fans werden das Wagner-Team vor Ort unterstützen.
