Beim Franzosen gibt es ein Happy End nach mehrtätigem Warten. Die Verpflichtung von Guéla Doué wird in Kürze verkündet.
„Ich habe keine Sekunde gezweifelt“Rückkehr von Moussa Diaby nach Leverkusen ist perfekt

Rückkehrer Moussa Diaby (links) mit Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes
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Schon seit vergangener Woche stand Moussa Diaby für seine Rückkehr zu Bayer 04 Leverkusen in den Startlöchern. Ankunft in Deutschland am Donnerstag, Medizincheck, letzte Details mit dem Werksklub, unterschriftsreifer Vertrag bis 2031 – alles war vorbereitet. Nur die finale Zustimmung seines bisherigen saudi-arabischen Arbeitgebers Al-Ittihad fehlte noch. Auf den letzten Metern schien der Transfer noch ins Wanken zu geraten. Denn Ritsu Doan, der 28 Jahre alte Japaner von Eintracht Frankfurt, sollte Diaby eigentlich bei Al-Ittihad ersetzen, ließ den Wechsel aber in letzter Sekunde aus persönlichen Gründen platzen. Am Dienstagvormittag, wenige Stunden vor dem Ende der Sommertransferperiode um 20 Uhr, einigte sich Bayer 04 jedoch mit dem saudi-arabischen Klub. Die Rückkehr ist perfekt. Leverkusen bezahlt rund 27 Millionen Euro Ablöse für den französischen Flügelstürmer.
Leverkusen braucht Diabys Tempo und Abschlussstärke
„Mit Moussa Diaby haben wir einen großartigen Stürmer zurück in die Bundesliga geholt. Mit seinem außergewöhnlichen Tempo und seinen Dribblings wird er unserem Angriffsspiel zusätzliche Qualität und noch mehr Möglichkeiten verleihen“, sagte Simon Rolfes, Sport-Geschäftsführer von Bayer 04. Diaby sei ein Spieler, „der eine fantastische Einstellung zu seinem Beruf hat, nichts dem Zufall überlässt und diesen Anspruch auch im Alltag lebt. Nicht nur die Bayer-04-Fans können sich auf Moussa Diaby freuen. Er wird eine Bereicherung für die ganze Bundesliga werden.“
Diaby hatte bereits von 2019 bis 2023 für die Werkself gespielt (173 Einsätze, 49 Tore, 48 Vorlagen), wurde dort zu einem der spektakulärsten Angreifer der Bundesliga und zum französischen Nationalspieler, ehe er für 55 Millionen Euro in die englische Premier League zu Aston Villa wechselte. Über Saudi-Arabien kehrt Diaby nun nach Leverkusen zurück, wo er der Mannschaft von Trainer Carles Martínez mit seinem Tempo und seiner Abschlussstärke weiterhelfen soll.
„Ich bin als sehr junger und unerfahrener Spieler nach Deutschland gekommen. Bayer 04 Leverkusen hat mir sehr viel Vertrauen geschenkt und mich immer unterstützt“, erklärte der inzwischen 27-Jährige. „Das habe ich nicht vergessen, und Simon hat immer den Kontakt zu mir gehalten. Als jetzt die Anfrage kam und der Wechsel möglich war, habe ich keine Sekunde gezweifelt. Der Klub ist inzwischen noch viel größer geworden – mit Bayer 04 Titel anzustreben, ist eine wunderbare Vorstellung, ein ganz großes Ziel von mir.“
Guéla Doué hat Medizincheck absolviert
In Kürze wird der Bundesligist auch die Verpflichtung von Guéla Doué verkünden. Der ivorische WM-Teilnehmer absolvierte am Dienstagmorgen den Medizincheck in Leverkusen. Bayer 04 wird für den 23 Jahre alten Rechtsverteidiger 30 Millionen Euro zuzüglich Bonuszahlungen an den französischen Erstligisten Racing Straßburg überweisen. Doué unterschreibt einen Vertrag bis 2031.

Neuer Rechtsverteidiger der Werkself: Guéla Doué (links)
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Der Ivorer soll die vermeintlich letzte große Kaderbaustelle schließen. Dass Bayer 04 auf der rechten Seite Probleme hat, wurde nicht zuletzt beim peinlichen 2:3 zum Bundesliga-Auftakt in Elversberg deutlich. Routinier und Ex-Real-Star Lucas Vázquez war beim Aufsteiger als Rechtsverteidiger untergegangen. Offensiv kam vom Spanier wenig, defensiv unterliefen ihm reihenweise Fehler. Doué gilt als spiel- und defensivstark. Er kann nicht nur die Außenbahn bearbeiten, sondern fühlt sich auch im Zentrum wohl. Gut möglich, dass Diaby und Doué im ersten Saison-Heimspiel gegen Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Bay-Arena) ihren Einstand feiern.
Zugleich gibt Leverkusen einen anderen Rechtsverteidiger ab: Arthur, der 23 Jahre alte Brasilianer mit fast schon chronischem Verletzungspech, schließt sich Werder Bremen für ein Jahr auf Leihbasis an. Eine Kaufoption wurde offenbar nicht vereinbart. Auch Jeanuel Belocian soll bei einem anderen Verein Spielpraxis sammeln. Der einst 15 Millionen Euro teure Abwehrspieler steht vor einer Ausleihe zum spanischen Erstliga-Aufsteiger Racing Santander.
