Guéla Doué und Moussa Diaby sind die voraussichtlich letzten beiden Neuverpflichtungen des Werksklubs.
Transfers im ÜberblickBayer 04 Leverkusens 145-Millionen-Sommer

Wird Bayer 04 verstärken: Guéla Doué (links)
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Bei den umfangreichen Transfer-Aktivitäten von Bayer 04 Leverkusen ist es auf den letzten Metern der Sommer-Wechselperiode gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Fragen und Antworten.
Wer wird noch kommen?
Die voraussichtlich letzte Verpflichtung ist Guéla Doué. Bayer 04 hat sich mit dem französischen Erstligisten Racing Straßburg über einen Wechsel des ivorischen WM-Teilnehmers geeinigt. Der 23 Jahre alte Rechtsverteidiger soll den Bundesligisten eine Fixsumme von 30 Millionen Euro kosten und einen Vertrag bis 2031 unterschreiben. Hinzu kommen Bonuszahlungen von bis zu 7,5 Millionen Euro – davon werden rund drei Millionen Euro bei einem normalen Leverkusener Saisonverlauf fällig. Doué, der ältere Bruder von PSG-Star Désiré Doué, sollte noch am Montag den Medizincheck absolvieren.
Schon einen Schritt weiter ist Moussa Diaby. Der französische Außenstürmer befindet sich bereits seit einigen Tagen in Leverkusen. Bayer 04 wird knapp 30 Millionen Euro Ablöse an den saudischen Klub Al-Ittihad überweisen. Diaby hatte bereits zwischen 2019 und 2023 das Werkself-Trikot getragen, ehe er für 55 Millionen Euro zu Aston Villa wechselte.
Was erhofft sich Bayer 04 von Doué?
Der Ivorer soll die vermeintlich letzte große Kaderbaustelle schließen. Dass Bayer 04 auf der rechten Seite Probleme hat, wurde nicht zuletzt beim peinlichen 2:3 zum Bundesliga-Auftakt in Elversberg deutlich. Routinier und Ex-Real-Star Lucas Vázquez war beim Aufsteiger als Rechtsverteidiger untergegangen. Offensiv kam vom Spanier wenig, defensiv unterliefen ihm reihenweise Fehler.
Doué gilt als spiel- und defensivstark. Er kann nicht nur die Außenbahn bearbeiten, sondern fühlt sich auch im Zentrum wohl. In Elversberg hatte Bayer 04 eine eklatante Führungsschwäche offenbart – auch hier könnte Doué Abhilfe schaffen: Bei Racing war er Kapitän.
Und was bringt Diaby mit?
Tempo, Dribbelstärke und Qualitäten im Abschluss – das hatte ihn schon in seinen ersten vier Jahren in Leverkusen ausgezeichnet. Inzwischen ist noch Erfahrung hinzugekommen. Ein Gesamtpaket, das es im teuren Kader des neuen Trainers Carles Martínez bislang noch nicht gibt.
Wie viel Geld hat Leverkusen im Sommer ausgegeben?
Zu den rund 60 Millionen Euro für Doué und Diaby kommen knapp 30 Millionen für Afonso Moreira (21, Lyon), 26 Millionen für Miguel Gutiérrez (25, Neapel), 20 Millionen für Facundo Medina (27, Marseille) und neun Millionen für Kennet Eichhorn (16, Hertha) – macht insgesamt 145 Millionen Euro.
Wie viel hat Bayer 04 eingenommen?
Für Piero Hincapié (24), der bereits seit einem Jahr auf Leihbasis beim FC Arsenal gespielt hatte, wurde die 52 Millionen Euro schwere Kaufpflicht fällig. Kerim Alajbegovic (18) wurde zunächst für acht Millionen Euro aus Salzburg zurückgeholt und wenig später für über 30 Millionen Euro an Juventus Turin weiterverkauft. Ipswich Town zahlte für Exequiel Palacios (27) 22,5 Millionen Euro, Alejandro Grimaldo (30) ging für 15 Millionen Euro zu Atlético. Eindhoven überwies fünf Millionen Euro für Matej Kovar.
Ernest Poku (24) wurde zunächst für ein Jahr an Besiktas verliehen. Anschließend müssen die Türken ihn für rund 25 Millionen Euro fest verpflichten. Das macht 116,5 Millionen Euro plus die Poku-Ablöse im kommenden Jahr.
Passiert noch etwas?
Ex-Kapitän Robert Andrich (31) wird wohl bleiben. Verteidiger Axel Tape (19) wurde an den spanischen Klub Levante verliehen. Auch Jeanuel Belocain (21) könnte noch verliehen werden. Werder Bremen und der HSV sind an Arthur (23) interessiert.


