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Kein Elfmeter?El-Mala-Szene ging bei FC-Sieg unter: „Sah gar nicht so schlimm aus“

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Said El Mala wird von Leon Avdullahu am Trikot gehalten.

Said El Mala wird von Leon Avdullahu am Trikot gehalten.

Hätte der 1. FC Köln einen Elfmeter bekommen müssen? Eine Szene um Said El Mala sorgt nach dem Sieg für Diskussionen.

Der Saisonstart für den 1. FC Köln kann als geglückt bezeichnet werden, auch wenn es noch Raum für Optimierungen gibt. Zunächst herrscht jedoch Zufriedenheit über den 3:2-Erfolg im Spiel gegen die TSG Hoffenheim.

Die entscheidende Figur am ersten Spieltag war die Neuverpflichtung Thijs Dallinga, welcher mit einem Doppelpack den Sieg für den FC sicherte. Den ersten Treffer für die Kölner an diesem Tag markierte der Starspieler Said El Mala.

Wurde einem Kölner Spieler ein Treffer verwehrt?

Der 20-Jährige hätte beinahe sogar einen zweiten Treffer erzielt. In der 64. Spielminute, beim Spielstand von 1:1, setzte sich Luka Lochoshvili nach einer Ecke des FC durch, sein Kopfball verfehlte das lange Eck jedoch um wenige Zentimeter.

Dort hatte sich auch El Mala positioniert, um den Kopfball seines Mitspielers zur Führung für den FC zu verwerten. Leon Avdullahu hinderte El Mala jedoch entscheidend, indem er an dessen Trikot zerrte. Dem Kölner Akteur wurde so die Möglichkeit genommen, an den Ball zu gelangen und ihn im leeren Tor unterzubringen.

Die Situation erregte jedoch kaum Aufmerksamkeit: Es gab keine für die Zuschauer sichtbare Prüfung durch den Videoassistenten und auch keine Proteste seitens der Kölner Mannschaft. El Mala selbst fehlte anscheinend die Kraft für eine Beschwerde beim Unparteiischen Florian Badstübner. Er hatte kurz davor mit Krämpfen am Boden gelegen und wurde nur eine Minute danach völlig erschöpft vom Feld genommen.

Auch dem FC-Reporter Jürgen Kemper war die Aktion nicht entgangen. In der aktuellsten Ausgabe des FC-Podcasts „Wir waren klar besser“, einer Gemeinschaftsproduktion von EXPRESS und dem Kölner Stadt-Anzeiger, äußerte er sich zu dem Vorfall mit El Mala: „Er wird meiner Meinung nach ganz klar am Trikot gezogen. Das sah in der realen Geschwindigkeit gar nicht so schlimm aus. Wenn man sich die Bilder aber nochmal anguckt, da siehst du richtig, wie das Trikot so bestimmt 20 Zentimeter vom Körper weggezogen wird. Also vielleicht sogar Elfmeter? Oder ist das zu viel?“

KStA-Sportchef Christian Löer beobachtete die Partie gemeinsam mit zehn Zuhörern aus der DuMont-Loge. Ihm war der Vorfall von dort zunächst nicht aufgefallen. „Was ich vor Augen hatte, war, wie dieser Ball am langen Pfosten vorbeigeht und ich mich irgendwie ärgere und denke: ‚Oh Mann, der hätte auch drin sein können.‘ Alles andere hatte ich überhaupt nicht mehr im Gedächtnis.“

Erst als er daheim war, erkannte er die Situation in der TV-Wiederholung: „Dann sehe ich die Szene und denke: ‚Okay, das mit dem Trikot, das war jetzt aber nicht der Wind.‘ Und wenn sich ein Trikot dermaßen dehnt, dann ist es ein Foul.“

Dieser Einschätzung schloss sich Kemper an und zeigte sich verwundert, dass die Situation nachträglich keine größere Rolle spielte: „Said hat sich auch nicht beschwert, deshalb ging das ein bisschen unter.“

Ein Vorteil für den FC ist, dass die Situation durch Dallingas Doppelpack, der den 3:2-Sieg besiegelte, nach dem Spiel an Bedeutung verliert. Hätten die Kölner jedoch nur unentschieden gespielt oder eine Niederlage erlitten, wäre die Debatte vermutlich deutlich intensiver ausgefallen. (red)