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Ausfall der NationalspielerinKathrin Hendrich fehlt 1. FC Köln langfristig

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Fußballspielerin Kathrin Kathy Hendrich Abwehr beim Testspiel zwischen der 1. Frauen-Mannschaft des 1. FC Köln und dem FC Twente Enschede NED im Franz-Kremer-Stadion. Endstand 5:1 Köln, 08.08.2026 NRW Deutschland *** Soccer player Kathrin Kathy Hendrich, defender, during the friendly match between the 1. FC Köln Women s Team and FC Twente Enschede NED at Franz Kremer Stadium. Final score: 51 for Köln, August 8, 2026, North Rhine-Westphalia, Germany Copyright: xChristophxHardtx

Fußballspielerin Kathrin Hendrich fehlt dem 1. FC Köln vorerst. 

Nach dem 1:0-Heimerfolg gegen Hoffenheim plagen Trainerin Britta Carlson personelle Sorgen.

Der Jubel und der Stolz nach der Verpflichtung von Kathrin Hendrich vor nicht einmal einem Monat waren groß am Geißbockheim. Zum ersten Mal wechselte eine aktuelle deutsche Fußball-Nationalspielerin zum 1. FC Köln. Doch nach dem 1:0-Heimerfolg am Freitagabend gegen die TSG Hoffenheim - Beke Sterner erzielte den entscheidenden Treffer - folgte die Hiobsbotschaft: Hendrich, die beim Auftakt in Frankfurt (0:2) noch über 90 Minuten auf dem Platz stand und gegen Hoffenheim nicht im Kader auftauchte, wird dem FC für längere Zeit fehlen.

Das teilte Trainerin Britta Carlson nach der Partie auf der Pressekonferenz mit: „Sie ist leider mit einer Verletzung aus Chicago zu uns gekommen, die sie jetzt wieder ein bisschen zurückgeworfen hat, obwohl wir gehofft haben, dass es besser wird.“ Wie lange die 34-Jährige fehlen wird, konnte Carlson noch nicht abschätzen: „Da sind wir gerade erst in der Findung, wie lange das dauern wird, weil sie eine Problematik am Fuß hatte.“

FC-Trainerin Britta Carlson muss auf elf Spielerinnen verzichten

Erschwerend kommt hinzu: Hendrich ist nicht der einzige Langzeitausfall. Am Freitagabend musste Carlson gleich auf elf Spielerinnen verzichten. Neben Hendrich fehlen mit Elise Stenevik und nunmehr auch Saedis Heidarsdottir zwei weitere Spielerinnen, die als Stütze für die Abwehr vorgesehen waren.

Bei Stenevik sei es „ein Problem der Syndesmose, die operiert wurde“, berichtete Carlson, „dann hast du eine längere Ausfallzeit. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sie so schnell zurückkommt.“ Heidarsdottir wiederum habe „einen knöchernen Ausriss von einem Band“, ergänzte die Trainerin. Auf Heidarsdottir, Stenevik und Hendrich bezogen konstatierte  Carlson: „Es ist mit einer längeren Ausfallzeit von allen dreien zu rechnen.“

Wir haben keinen Bedarf, eine neue Spielerin zu holen. Wir haben einen sehr guten Kader. Wir können immer noch zehn gegen zehn im Training spielen. Und solange wir das können, bin ich happy
Britta Carlson, Trainerin der Fc-Fußballerinnen

Denkbar wäre es, dass der FC die letzte Chance nutzt und doch noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlägt, um die entstandenen Lücken zu schließen. Diese Option schloss Carlson jedoch nach dem Hoffenheim-Sieg aus: „Wir haben keinen Bedarf, eine neue Spielerin zu holen. Wir haben einen sehr guten Kader. Wir können immer noch zehn gegen zehn im Training spielen. Und solange wir das können, bin ich happy.“

Die Trainerin lobte die neuformierte Abwehrkette nach den Ausfällen von Hendrich und Heidarsdottir. Celina Degen und Vanessa Leimenstoll kamen neu in die Defensive. „Die Kette, die heute gespielt hat, hat es sehr gut umgesetzt.“

Carlson betonte weiter: „Wir haben gute Spielerinnen im Nachwuchs, die man wieder hochziehen könnte, die auch schon bei uns mittrainiert haben. Ich vertraue den Spielerinnen, die wir jetzt hier haben.“ Zudem könnten die verbliebenen Spielerinnen mitunter auch verschiedene Positionen bekleiden und würden so weiter die Optionen für die Trainerin erhöhen: „Der Kader ist groß genug und wir konnten das gut auffangen.“

Der Blick beim FC geht nach dem ersten Saisonerfolg derweil nach vorne. Zunächst geht es am Samstag zum Aufsteiger nach Mainz und danach kommt Union Berlin ins Franz-Kremer-Stadion. Zwei Gegner, die für den FC machbar sein sollten. Mit zwei weiteren Siegen stünden die Kölnerinnen glänzend da.

„Wir schauen aufs nächste Spiel und gar nicht Richtung Union“, schob Carlson derartige Gedanken direkt beiseite. Mit Blick auf Mainz ergänzte sie: „Klar gehst du als Favorit rein und auch da wollen wir unser Spiel durchziehen. Wir kennen Mainz, haben auch schon gegen sie gespielt und wissen, was auf uns zukommt. Ein japanischer Trainer und viele japanische Spielerinnen werden auf uns zukommen, technisch begabte Spielerinnen, die alles reinwerfen werden.“

Für ihre Mannschaft gelte es, „uns im Ballbesitz zu verbessern.“ Die „Präzision nach Ballgewinn“ fehle derzeit noch. Tatsächlich ließen die Kölnerinnen gegen Hoffenheim in derartigen Momenten zu viele gute Momente durch Ungenauigkeiten verstreichen. Das soll am Mainzer Bruchweg am Samstag anders werden – dann wären auch die vielen Ausfälle vorerst vergessen.