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Einwurf„Ich traue den Kölnern einen Platz in der oberen Tabellenhälfte zu“

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Das Foto zeigt Johannes Kölmel im Trikot des FC Hürth.

Johannes Kölmel im Trikot des FC Hürth.

Johannes Kölmel hat in den Reserveteams von Köln und Hoffenheim gespielt. Hier tippt der Ex-Spieler des FC Hürth den Ausgang der Partie.

Die Sommerpause der Fußball-Bundesliga endet für den 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr), wenn die Geißböcke die TSG Hoffenheim begrüßen. Als Regionalligaspieler war Johannes Kölmel (29) von 2016 bis 2019 für beide Reserveteams aktiv, ein Bundesliga-Einsatz blieb dem ehemaligen Spieler des FC Hürth jedoch verwehrt. Mittlerweile hat der gebürtige Baden-Badener seine Fußballschuhe gegen Laufschuhe getauscht und organisiert Lauf-Events in Köln und Umgebung mit dem Onmasportsclub. Im „Einwurf“ gibt er nicht nur eine Prognose für das Spiel ab.

Was hat Ihnen zum Bundesliga-Debüt in Köln und Hoffenheim gefehlt?

Mit etwas Abstand betrachtet lag es keineswegs am Potenzial. Rückblickend war es der dauerhafte Druck, mit dem ich mental nicht umgehen konnte. Mit jeder weiteren Saison wurde das Zeitfenster enger, während kontinuierlich hungrige Jahrgänge aus der Jugend nachrückten. Dadurch konnte ich auf dem Platz nicht immer meine beste Leistung abrufen.

Welches Trikot haben Sie als Spieler lieber angezogen?

Emotional schlägt mein Herz klar für das FC-Trikot. Der Verein vermittelt ein einmaliges Gefühl für die Stadt, und die Kulisse bei unseren Spielen war beeindruckend. Hoffenheim hat wiederum einen besonderen Platz in meinem Herzen, weil ich dort meine Jugend verbracht habe und viele prägende Erinnerungen daran hängen. Die TSG spielte in der zurückliegenden Saison bis zum letzten Spieltag um die Champions League.

Emotional schlägt mein Herz klar für das FC-Trikot. Der Verein vermittelt ein einmaliges Gefühl für die Stadt, und die Kulisse bei unseren Spielen war beeindruckend
Johannes Kölmel

Was machte das Team in der vergangenen Saison stark?

Der Kader der TSG wirkt nach außen hin vielleicht etwas unscheinbar, aber der Verein verfügt über hochprofessionelle Strukturen. Das habe ich schon in meiner Jugendzeit erlebt. Die Bedingungen vor Ort – von den Trainingsmöglichkeiten über gezieltes Mentaltraining bis hin zum modernen Reaktions- und Kognitionstraining – sind absolut spitze. Diese Arbeit abseits des Platzes ist aus meiner Sicht ein zentraler Faktor für den Erfolg.

Die Kölner spielten lange gegen den Abstieg, ohne in große Abstiegsunruhen zu verfallen. War das für die Geißböcke ein Erfolg, auf den der Verein aufbauen kann?

Dass der Abstieg in der letzten Saison abgewendet werden konnte, war unterm Strich wichtig, aber das kann man keineswegs als Erfolg verbuchen. Ich sehe jedoch Potenzial für mehr. Wenn das Team konstant auftritt, traue ich den Kölnern einen Platz in der oberen Tabellenhälfte zu.

Der Verbleib von Said El Mala scheint der größte Transfer-Coup des FC zu werden. Wie bewerten Sie die Transferaktivitäten?

Rein sportlich gesehen freue ich mich riesig über El Malas Verbleib. Ich sehe ihm unheimlich gerne beim Fußballspielen zu und finde es stark, dass wir ihn mindestens eine weitere Saison im FC-Trikot bewundern können. Ansonsten hat sich der FC mit Rückkehrer Ellyes Skhiri gut verstärkt – auch die weiteren Transfers wirken vielversprechend.

In 14 Bundesliga-Heimduellen ging der 1. FC Köln lediglich zweimal als Sieger vom Platz gegen die Hoffenheimer. Wird der FC nach elf Jahren ohne einen Bundesliga-Heimerfolg nun siegreich sein?

Auch wenn die Bilanz der letzten Jahre statistisch nicht direkt für den FC spricht, traue ich den Kölnern einen Sieg zu. Mit dem emotionalen Support der Fans ist zum Auftakt alles möglich – ich glaube fest daran, dass etwas Zählbares für den FC herausspringt, und setze auf ein 2:1.