Kölner Stadt-Anzeiger · Community

Kommentare · 0

Abo

FC-Rechtsverteidiger wieder fitSebulosen freut sich auf das „größte Spiel“

3 min
22.09.2026, xophax, Fussball 1.Bundesliga, 1.FC Koeln Training . Training in der Länderspielpause. Sebastian Sebulonsen  1.FC Köln  Koeln *** September 22, 2026, xophax, Soccer, Bundesliga 1, 1. FC Köln, Training during the international break, Sebastian Sebulonsen, 1. FC Köln, Cologne

Kann im Training wieder Gas geben: FC-Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen

Sebastian Sebulonsen ist wieder fit. Der Kölner Rechtsverteidiger spricht über die FC-Lage, das Derby gegen Gladbach und Trainer Wagner.

Nach einer Muskelverletzung fühlt sich Sebastian Sebulonsen des 1. FC Köln einsatzbereit. Vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 11. Oktober spricht der Rechtsverteidiger auch über die angespannte Lage beim FC und sein Verhältnis zu Trainer René Wagner.

„Körperlich bin ich bereit“, sagt Sebastian Sebulonsen. Der 26-Jährige hat seine Muskelverletzung überwunden und blickt dem Heimderby gegen Borussia Mönchengladbach entgegen. Beim Training am Vortag wurde er noch etwas geschont. Weil Alessio Castro-Montes verletzt fehlt, spricht derzeit vieles dafür, dass Sebulonsen auf der rechten Abwehrseite gebraucht wird. „Derbys sind immer die größten Spiele, die man spielen kann. Natürlich bin ich aufgeregt und motiviert.“

Die vergangenen Monate waren für den Norweger von Rückschlägen geprägt. Bei der Nominierung des norwegischen WM-Kaders blieb er unter dem früheren Nationaltrainer und ehemaligen Kölner Coach Ståle Solbakken außen vor. Eine Verletzung, die Sebulonsen vor der letzten Länderspielpause erlitten hatte, hatte ihn bereits das vorherige Heimderby gegen Gladbach gekostet. Kurz vor Saisonbeginn setzte ihn dann erneut eine Muskelverletzung außer Gefecht. Statt dem FC zu helfen und sich für Norwegens Nations-League-Spiele zu empfehlen, musste er zunächst für sein Comeback schuften. „Verletzungen gehören im Fußball dazu. Du darfst einen Moment frustriert sein. Dann musst du das zur Seite schieben und an deinem Comeback arbeiten“, sagt der Norweger.

Seine Mannschaft steht vor dem Derby unter Druck. Nach dem 1:1 gegen Werder Bremen und der 1:2-Niederlage beim Hamburger SV hat sich die Lage merklich verschärft; vier Punkte stehen bislang für den FC zu Buche. Sebulonsen versteht den Frust der Anhänger nach den schwachen Auftritten und den Pfiffen. „Natürlich ist es frustrierend, wenn man nicht gewinnt. Wir wollen Siege einfahren, hätten gerne mehr als die vier Punkte und natürlich wollen auch die Fans uns siegen sehen.“ Zugleich dürfe sich die Mannschaft nicht von Tabelle und Resultaten bestimmen lassen. „Als Fußballer musst du auf Dinge schauen, bei denen du dich verbessern kannst.“

Es ist gut. Er ist gut.
Sebastian Sebulonsen über die Beziehung zu Trainer René Wagner

Auch Trainer René Wagner steht angesichts der Ergebnisse zunehmend im Fokus. Nach seinem Verhältnis zum Coach gefragt, antwortete Sebulonsen knapp: „Es ist gut. Er ist gut.“ Zur sportlichen Lage sagte der Abwehrspieler, die Mannschaft müsse weiterarbeiten und die eigenen Leistungen analysieren. „Das Ergebnis ist natürlich am wichtigsten. Aber wir schauen auch auf die Leistung dahinter und darauf, wo wir uns weiterentwickeln können.“

Für Sebulonsen persönlich ist es die zweite Bundesliga-Saison. Nach den Erfahrungen aus dem ersten Jahr wolle er den nächsten Schritt machen. „Ich will natürlich stärker werden. Das geht nur mit kontinuierlicher Arbeit – ohne sich dabei von Resultaten oder Emotionen beeinflussen zu lassen.“ Bis zum Derby am 11. Oktober bleibt dem FC Zeit für die Vorbereitung. „Wir haben jetzt noch Zeit, uns auf die Borussia vorzubereiten“, sagt Sebulonsen.