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FC-Verteidiger weiter BankdrückerWest Ham als mögliche Winter-Option für Kölns van den Berg

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Zu oft Bankdrücker beim 1. FC Köln: Verteidiger Rav van den Berg

Zu oft Bankdrücker beim 1. FC Köln: Verteidiger Rav van den Berg

Der Innenverteidiger des 1. FC Köln kam auch für die niederländische U21 nicht zum Einsatz. Ein Wechsel nach London ist erneut im Gespräch.

Es war der nächste Rückschlag für Rav van den Berg: Auch bei der niederländischen U21 kam der Innenverteidiger nicht zum Einsatz. Beim 0:0 gegen Norwegen blieb der Kölner auf der Bank. Die erhoffte Gelegenheit, Spielpraxis und Selbstvertrauen zu sammeln, blieb aus. In Köln wartet der 22-Jährige ebenfalls auf Spielzeit: In dieser Saison kam er bislang weder in der Bundesliga noch im DFB-Pokal zum Zug.

Nun könnte sich für ihn im Winter eine Möglichkeit in England ergeben. West Ham United soll erneut an van den Berg interessiert sein. Die Londoner hatten sich bereits im Sommer mit einem Wechsel beschäftigt und einen Vorstoß unternommen, der erfolglos blieb. Laut den Portalen transferfeed.com und 4-4-2.com erwägt West Ham im Januar einen neuen Anlauf. Ein konkretes Angebot ist bislang nicht bekannt.

West Ham lockt: So viel könnte der FC für van den Berg kassieren

West Ham spielt nach dem Abstieg aus der Premier League in der Championship. Nach acht Spielen liegt der Klub auf Rang zwei hinter Swansea City und peilt den direkten Wiederaufstieg an. Van den Berg kennt die zweite englische Liga aus seiner Zeit beim FC Middlesbrough. Diese Erfahrung könnte für die Londoner sprechen.

Über eine mögliche Ablöse kursieren unterschiedliche Angaben. Ein Bericht nennt rund zwölf Millionen Euro, andere Summen liegen jenseits der 15 Millionen Euro. Letztere Summe erscheint allerdings eher unrealistisch, da der Marktwert des Abwehrspielers in seiner Köln-Zeit vielmehr gefallen als gestiegen sein dürfte. Bestätigt sind diese Zahlen auch nicht. Der FC hatte van den Berg vor einem Jahr aus Middlesbrough verpflichtet. Für den Innenverteidiger zahlten die Kölner rund acht Millionen Euro; mit möglichen Boni könnte die Summe höher liegen. Der Plan bei der Verpflichtung: Van den Berg sollte sich beim FC als Stammspieler etablieren und dem Klub später eine hohe Ablöse einbringen.

Van den Berg außen vor – Vertrag läuft bis 2030

Van den Berg hat die Erwartungen in Köln bislang nicht erfüllt. Seit dem 5. April bestritt er kein Pflichtspiel für den FC. Zuletzt fehlte er zweimal in Folge im Kader. In der Rangordnung der Innenverteidiger steht er hinter Jahmai Simpson-Pusey, Luka Lochoshvili und Joel Schmied. Das gilt, obwohl die Kölner Abwehr in den ersten Saisonspielen nicht durchgehend stabil wirkte und nach den ersten vier Ligapartien neun Gegentore kassiert hatte.

Im Sommer stand eine Leihe im Raum. Van den Berg wollte jedoch beim FC bleiben und sich in der Bundesliga durchsetzen. Trainer René Wagner verwies auf die Trainingsleistungen: „Es geht um Trainingsleistungen und Dinge, die wir jeden Tag beobachten. Rav weiß, an welchen Themen er arbeiten muss.“ Zuletzt sagte Wagner zudem: „Es wird immer wieder Situationen geben, in denen er nicht im Kader sein wird.“

Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler hofft weiterhin auf den Durchbruch des Verteidigers. „Ein Spieler, der so viel kostet, sollte im besten Fall auch spielen“, sagte er unlängst beim DuMont-Talk. Zugleich verwies Kessler darauf, dass sich ein Spieler mitunter erst im zweiten oder dritten Jahr durchsetzen könne. Van den Bergs Vertrag läuft bis 2030. Sollte sich seine Lage bis zur Winterpause nicht ändern, könnte ein Wechsel für beide Seiten infrage kommen. Der FC wäre bereit, passende Angebote anzuhören. Für van den Berg dürfte vor allem die Aussicht auf regelmäßige Einsätze zählen.