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Novum im Kölner StadionMit neuem Hybridrasen soll FC-Reizthema beendet werden

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Im Kölner Rhein-Energie-Stadion wird ein neuer Hybridrasen verlegt.

Im Kölner Rhein-Energie-Stadion wird ein neuer Hybridrasen verlegt.

Für bessere Platzverhältnisse: Im multifunktional genutzten Rhein-Energie-Stadion wird erstmals ein Hybridrasen verlegt.

In den kommenden Tagen wird im Rhein-Energie-Stadion erstmals ein Hybridrasen verlegt. Die Kölner Sportstätten GmbH (KSS) und der 1. FC Köln wollen damit auf die wiederkehrenden Probleme mit der Spielfläche reagieren. In den vergangenen Jahren war der Rasen in Müngersdorf immer wieder ein Reizthema – nicht nur beim FC, sondern vor allem bei den gegnerischen Mannschaften. Besonders nach schwierigen Platzverhältnissen hagelte es regelmäßig Kritik.

Die Verlegung eines teureren und widerstandsfähigeren Hybridrasens galt lange als schwierig, weil das Stadion multifunktional genutzt wird. In diesem Sommer standen in Müngersdorf unter anderem Wolfgang Niedecken und AnnenMayKantereit auf der Bühne. Der neue Rasen muss deshalb nicht nur den Anforderungen des Fußballs genügen, sondern sich auch weiterhin für Konzertveranstaltungen entfernen und anschließend ersetzen lassen.

1. FC Köln: Smart-Stitching-System als „Gamechanger“

Mit dem neuen Untergrund soll die Spielfläche künftig widerstandsfähiger und belastbarer werden. Möglich macht das nach Angaben der KSS ein sogenanntes Smart-Stitching-System. Die Beteiligten hoffen damit auf dauerhaft bessere Platzverhältnisse – und darauf, dass der Rasen künftig nicht mehr regelmäßig selbst zum Gesprächsthema wird. Dabei werden Kunststofffasern in den Naturrasen eingearbeitet. Der Rasen kann im Sommer weiterhin für Konzerte entfernt und anschließend durch eine neue Spielfläche ersetzt werden. So soll der Stadionbetrieb mit nationalen und internationalen Großveranstaltungen uneingeschränkt fortgesetzt werden können.

„Wir freuen uns, dass es durch ein so genanntes Smart-Stitching-System nun möglich ist, auch im Rhein-Energie-Stadion Hybrid-Rasen zu verlegen“, sagt KSS-Geschäftsführer Lutz Wingerath. Das Verfahren ermögliche es, den Hybridrasen während der Saison zu nutzen und ihn für die Konzerte wie bisher zu entfernen. Nach den Veranstaltungen werde neuer Rasen verlegt.

Auch der FC war in die Planung und Umsetzung eng eingebunden. Geschäftsführer Thomas Kessler spricht von einem „bedeutenden Schritt“, um die Qualität der Spielfläche nachhaltig zu verbessern. Am Geißbockheim habe der Verein mit Hybridrasen bereits über Jahre gute Erfahrungen gemacht. Die höhere Belastbarkeit und konstant bessere Platzverhältnisse seien wichtige Voraussetzungen für den Trainings- und Spielbetrieb, erklärt Kessler.

Wie dringend eine Lösung nötig war, hatten mehrere Spieler und Trainer deutlich gemacht. Der damalige FC-Trainer Steffen Baumgart bezeichnete den Untergrund in Müngersdorf zwischenzeitlich als „Frechheit“ und als „Gefahr“ für die Spieler. Auch gegnerische Teams monierten die Bedingungen immer wieder. In Müngersdorf war bislang Naturrasen verlegt. Vor allem in den kälteren Monaten sorgte der Untergrund jedoch wiederholt für Probleme. „Auf dem Platz war es leider ganz schwer, Fußball zu spielen. Es tut mir leid, dass ich das sagen muss, aber auf solchen Plätzen kann man nicht fünf Pässe hintereinander richtig spielen, ohne dass der Ball verspringt“, kritisierte 2024 etwa Leverkusens Star Granit Xhaka.

Mit dem Hybridrasen soll dieses Kapitel nun beendet werden.