Für die Partie des 1. FC Köln gegen San Sebastian am Samstag sind bereits 33.000 Karten weg. Wunschspieler noch nicht da.
San Sebastian kommtFC geht mit Vorfreude und einer Einschränkung in den Härtetest

Die FC-Fans freuen sich auch auf FC-Neuzugang Reigan Heskey (l.) und Jahmai Simpson-Pusey
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In Köln wächst die Vorfreude auf Samstag. Eine Woche nach der bunten Saisoneröffnung kehrt mit dem Härtetest gegen den Copa-del-Rey-Gewinner Real Sociedad San Sebastián endlich auch der Fußball nach Müngersdorf zurück, und die ganze Stadt fiebert mit. Trainer René Wagner spürt die Energie: „Jeder freut sich, dass Fußball wieder losgeht. Vor allem in unserer Stadt. Alle sind verrückt auf den 1. FC Köln. In den Ferien sind viele Kinder und Familien da – da macht es noch mehr Spaß, zu trainieren.“ Bis Donnerstag waren bereits 33.000 Tickets verkauft; das Rhein-Energie-Stadion dürfte beim Anpfiff um 15.30 Uhr noch etwas voller werden.
Der Klub aus dem Baskenland ist wahrlich keine leichte Aufgabe: In den vergangenen sieben Jahren war Real Sociedad fünfmal unter den Top Sechs der La Liga vertreten und gilt als etablierte Kraft im spanischen Fußball. Weltmeister Mikel Oyarzabal fehlt allerdings noch wegen Urlaub. Wagner blickt mit Vorfreude auf die Aufgabe: „Wir wollen alles geben und uns gut präsentieren. Jeder bekommt in den Testspielen schon die ersten großen Spielminuten. Deswegen freuen wir uns darauf. Es wird ein harter und interessanter Gegner sein – und natürlich spielen wir vor vollen Rängen. Ja, da kribbelt es schon ein bisschen.“
1. FC Köln: Wagner will junge Spieler für Einsatz belohnen
Doch in die Vorbereitung auf den kommenden Härtetest geht der FC unter einer Einschränkung: Der erhoffte neue Defensivmittelfeld-Spieler ist noch nicht da. Weitere Neuzugänge wird es bis zum Wochenende nicht geben. Doch Anfang der kommenden Woche dürfte der FC die Transfers der Teenager Mikey Moore (Tottenham) und Gil Neves (Benfica, beide 18 Jahre) verkünden – zwei Hoffnungsträger für die Zukunft. Einsatz als Belohnung für ArbeitMit der Rückkehr von Innenverteidiger Elias Bakatukanda ins Training sind nun bis auf den verletzten Timo Hübers alle Spieler einsatzbereit.
Das gibt Wagner noch Raum zum Experimentieren und Tüfteln an seiner Mannschaft. Die kommenden Wochen sind entscheidend für die Feinabstimmung vor dem Saisonstart. „Wir müssen die beste Kombination aus Spielern finden“, erklärt Wagner seine Herangehensweise, „dafür muss man auch mal Kombinationen ausprobieren, die vielleicht noch nicht ganz im Kopf drin sind. Wir möchten die Spieler unter Druck sehen, sie beobachten und anschließend neu bewerten. Unser Ziel ist es, in Würzburg mit der finalen ersten Elf zu starten.“ Was allerdings keine erstaunliche Erkenntnis ist, denn die Pokal-Partie am 24. August ist das erste Kölner Pflichtspiel in der kommenden Saison.
Auch die U-21-Spieler Jonathan Friemel, David Fürst, Patrik Kristal, Maik Afri Akumu und Kristyan Irmiev trainierten in dieser Woche mit der Ersten – wie bereits im Trainingslager in Österreich. Einige von ihnen sollen am Samstag belohnt werden. „Wir haben auch noch Spieler wie Gideon Mensah, der später dazugestoßen ist und noch nicht die vollen 90 Minuten gehen kann. Wir müssen den Jungs Minuten geben, die vielleicht in Würzburg nicht dabei sein werden“, sagte Wagner. „Aber am Ende haben sich in den letzten drei Wochen alle den Hintern aufgerissen – das muss man dann auch mal belohnen.“
