Abo

Transfer-Poker um Said El MalaErsatzmann macht Verstimmung in Dortmund vergessen

3 min
Beim Weg auf den Trainingsplatz: Said El Mala.

Said El Mala wird in der Saison 2026/2027 für den 1. FC Köln stürmen.

Die Stimmung zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund war zuletzt angespannt. Sind am Ende des Transfer-Sommers doch alle zufrieden?

Ein bedeutender Transfer ist geplatzt, doch am Ende sind offenbar alle Beteiligten zufrieden. Zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund kam nach ausgedehnten und zähen Gesprächen keine Übereinkunft über einen Transfer von Said El Mala (19) zustande. Die Verhandlungen wurden Mitte August definitiv abgebrochen.

Das Scheitern des fast schon unmittelbar bevorstehenden Transfers belastete die Beziehung der Vereine und führte auch zu Sticheleien der Fangruppen auf Social-Media-Plattformen. Etwa eine Woche danach deutet sich allerdings an, dass am Ende alle Parteien ihren Frieden schließen können.

BVB-Alternative zu El Mala beeindruckt sofort

Die Kölner gaben sich mit dem Erfolg im harten Ringen um El Mala nicht zufrieden und legten mit einer Verlängerung seines Vertrags ohne Ausstiegsklausel nach. Diese Meldung begeisterte am Donnerstag die Anhängerschaft in der Domstadt nach einer bislang eher verhaltenen Transferperiode.

Borussia Dortmund hatte sich bereits während der Gespräche mit Köln anderweitig orientiert und präsentierte wenig später den Griechen Giannis Konstantelias (23) als Alternative.

Für den von PAOK Saloniki verpflichteten Nationalspieler wurde eine Summe von 26 Millionen Euro aufgewendet. Aus Sicht der BVB-Anhänger ist der technisch versierte Spieler diese Investition absolut wert.

Während des Supercups gegen den FC Bayern wurde der Neuzugang zur Halbzeit bei einem Rückstand von 0:2 eingewechselt und trug entscheidend zur Belebung des Dortmunder Angriffs bei.

Dribbling von Giannis Konstantelias im Trikot von Borussia Dortmund.

Starkes Pflichtspiel-Debüt für den BVB: Giannis Konstantelias überzeugte gegen den FC Bayern.

Er demonstrierte auf der linken Flanke wiederholt seine Fähigkeiten und überzeugte trotz der kurzen Anpassungsphase auf hohem Spielniveau durch seine präzise Ballkontrolle und sein Spielverständnis für die Mitspieler.

Dieser erste Auftritt begeisterte zahlreiche Anhänger von Borussia Dortmund, was zu einem raschen Meinungsumschwung führte. Thomas Kessler (40), Sport-Geschäftsführer des FC, wurde für seine unnachgiebige Haltung in den Verhandlungen noch vor einer Woche vom BVB-Anhang angefeindet, nun folgte der Stimmungs-Umschwung.

Unerwartetes Lob für Kölns Sport-Geschäftsführer Kessler

„Danke an Kessler, dass er bei El Mala so stur geblieben ist“, kommentierte ein glücklicher BVB-Fan ein Foto von Konstantelias. Ein weiterer fügte hinzu: „Wir müssen uns bei Kessler bedanken, 25 bis 30 Millionen günstiger als El Mala, dazu noch ein besserer Spieler als El Mala.“

Ein Nutzer bemerkte sogar im Scherz, dass die Dortmunder dem Kölner Sport-Geschäftsführer „eine Statue bauen“ sollten. Schließlich habe erst Kesslers Hartnäckigkeit im Fall El Mala den zweiten Transfer eines griechischen Spielers in diesem Sommer für den BVB möglich gemacht.

Mit den Kommentaren aus Dortmund wird Kessler selbstverständlich gut leben können. Für den 1. FC Köln war sein Umgang mit den BVB-Angeboten für El Mala schließlich die allerbeste Lösung, seinen Pflichten als Geschäftsführer kam er entsprechend vollumfänglich nach.

Bemerkenswert ist dabei: Die Führungsetage des BVB war bereit, für El Mala inklusive möglicher Boni mehr als 50 Millionen Euro zu investieren, was eine neue Rekordsumme bedeutet hätte. Trotzdem räumte Sportdirektor Ole Book (40) bereits vor einer Woche mit Blick auf den wesentlich preiswerteren Konstantelias ein: „So, wie wir Fußball spielen, ist das sogar ein sehr viel besserer Fit.“ (red)