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Bayer-Start in WiesbadenMartínez macht Tapsoba zum Kapitän und lässt Torwartfrage offen

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18.08.2026, xophax, Fussball 1.Bundesliga, Bayer 04 Leverkusen , Training , Saison 2026 / 2027. Trainer Carles Martinez Novell  Bayer 04 Leverkusen  Leverkusen *** August 18, 2026, xophax, Soccer, Bundesliga 1, Bayer 04 Leverkusen, Practice, 20262027 Season, Coach Carles Martinez Novell, Bayer 04 Leverkusen, Leverkusen

Leverkusens Trainer Carles Martinez Novell

Carles Martínez soll Bayer 04 Leverkusen als Trainer in der Bundesliga, Europa League und im DFB-Pokal zu neuen Zielen führen.

Carles Martínez steht vor seinem Debüt als Trainer in Leverkusen. Nach Erik ten Hag und Kasper Hjulmand ist er bereits der dritte Trainer bei Bayer 04 innerhalb eines Kalenderjahres. Der Spanier soll es besser machen als seine Vorgänger, den sehr talentierten Kader vereinen und auf die nächste Qualitätsstufe heben. In der Fußball-Bundesliga ist die Qualifikation für die Champions League Pflicht, in der Europa League soll es weit gehen, möglichst bis ins Finale in Frankfurt. Und im DFB-Pokal ist das Endspiel in Berlin das Ziel.

„Mir gefällt die Leidenschaft, die die Mannschaft zeigt. Mir gefällt, wie wir uns entwickeln“, sagt Martínez vor dem Erstrundenspiel im Pokal beim katastrophal gestarteten Drittliga-Letzten SV Wehen Wiesbaden am Samstag (13 Uhr, RTL und Sky). „Ich weiß, dass wir noch nicht auf dem Niveau sind, das ich im Laufe der Saison erreichen möchte. Das ist aber normal. Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft bereit ist.“

In Wiesbaden wird die Werkself mit einem neuen Kapitän auflaufen. Was als sehr wahrscheinlich galt, bestätigte Martínez am Freitag: „Der erste Kapitän wird Eddie (Tapsoba; d. Red.) sein, der zweite Patrik (Schick; d. Red.). Ich glaube, dass beide etwas Besonderes repräsentieren“, erklärte der Coach. „Eddie ist wie Patrik bereits seit vielen Jahren im Verein. Er hat eine starke Verbindung zum Klub. Er versteht sich mit allen in der Mannschaft, mit den Fans und mit mir. Das ergibt eine gute Balance. Er hat diese Rolle verdient, und ich freue mich sehr für ihn. Patrik verkörpert ein anderes Profil. Er ist ernster, aber ein herausragender Profi. Ich glaube, dass die beiden ein gutes Team bilden und der Mannschaft helfen können, besser zu werden.“

Martínez ist ehrlich zu Andrich

Tapsoba folgt damit auf Robert Andrich, der den Klub bei einem entsprechenden Angebot verlassen darf (diese Zeitung berichtete). Andrich sei auf den Trainer zugekommen und habe ihn nach seiner Rolle gefragt. „Das ist manchmal schwierig, weil sich jeden Tag etwas verändern kann. Ich wollte aber ehrlich zu ihm sein. Das ist mir generell sehr wichtig“, betonte Martínez. „Inzwischen ist es tatsächlich so, dass er im zentralen Mittelfeld zunächst eher eine nachgeordnete Rolle einnehmen könnte. Ich finde, er hat es verdient, das zu wissen. Er kennt unsere Vorstellung und kann sich darauf einstellen, was für ihn und für uns am besten ist.“ Andrich und sein Berater Sören Seidel sind aktuell dabei, Angebote aus dem In- und Ausland zu prüfen. Das Transferfenster schließt am 1. September.

Bei der Torhüterfrage wollte sich Martínez hingegen noch nicht festlegen. Mark Flekken und Janis Blaswich lieferten sich in der vergangenen Rückrunde ein enges Duell um den Platz zwischen den Pfosten. „Morgen werden wir sehen, wer spielt. Das gilt nicht nur für morgen, sondern auch für die Liga und die weiteren Wettbewerbe. Ich habe klare Vorstellungen, und die Spieler kennen sie. Gleichzeitig weiß ich, dass dieses Thema bereits im vergangenen Jahr sehr präsent war. Ich werde versuchen, weniger darüber zu sprechen“, sagte der 42-Jährige.

Neben Andrich (muskuläre Probleme) und Kennet Eichhorn (Stoffwechselerkrankung) fehlen in Wiesbaden auch Eliesse Ben Seghir und Montrell Culbreath im Kader. Ben Seghir soll nach seinem einmonatigen Ausfall wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel in der kommenden Woche wieder ins Teamtraining einsteigen. Culbreath kehrt nach seiner im Testspiel gegen den FC Sevilla erlittenen Fußverletzung wohl frühestens in der Länderspielpause Ende September zur Mannschaft zurück.

Die Partie in Wiesbaden wird weitere Aufschlüsse darüber geben, welche Spieler in der kommenden Saison mit Einsatzzeiten rechnen dürfen – und welche sich womöglich – wie Andrich – noch mit einem Last-Minute-Wechsel beschäftigen. Ernest Poku möchte gern zur AC Florenz wechseln. Eine Leihe mit Kaufpflicht ist im Gespräch.

Bei möglichen Zugängen hat Bayer 04 vor allem die rechte Seite im Blick. Wunschspieler Moussa Diaby ist sich mit dem Klub einig, es hakt weiter an einer Einigung zwischen Diaby und seinem bisherigen Klub Al-Ittihad über eine Abfindungszahlung. Nach Informationen dieser Redaktion bewerten die Verantwortlichen den Transfer intern als völlig offen. Sollte Diaby nicht kommen, würde Leverkusen auf der Position des Rechtsaußen nur noch reagieren, wenn ein Spieler auf den Markt kommt, der sofort helfen kann. Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes und Kaderplaner Kim Falkenberg suchen zudem intensiv nach einer Verstärkung für die Position des Rechtsverteidigers.

Für Martínez sei aber zunächst nur wichtig, welche Spieler ihm aktuell zur Verfügung stünden. Sein Fokus liege auf dem Spiel in Wiesbaden: „Im heutigen Fußball sind die Unterschiede oft nicht groß. Entscheidend ist, wie wir unser Spiel angehen, wie wir beginnen und wie wir den Gegner respektieren. Ich möchte diesen Pokal gewinnen. Wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, beginnt es morgen – in der ersten Minute.“

Wiesbaden: Stritzel - Gillekens, Lewald, Janitzek - Hercher, Brandt, Gözüsirin, Greilinger - Ati Allah, Karweina – Flotho; Leverkusen: Flekken – Vázquez, Badé, Tapsoba, Miguel – Fernández, García - Maza, Tillman, Moreira – Schick; Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle).