Für Ex-FC-Profi Ellyes Skhiri wurde die WM zum Albtraum: Er verpasste den Anpfiff zur zweiten Halbzeit und seine Rückennummer fiel auseinander.
WM-Albtraum für Ex-KölnerSkhiris verspätete Rückkehr und ein kaputtes Trikot

Die Rückennummer von Ellyes Skhiri löste sich beim Spiel der Tunesier gegen die Niederlande auf.
Copyright: IMAGO/Pro Shots
Für Ellyes Skhiri und die tunesische Auswahl wird die WM 2026 in schlechter Erinnerung bleiben. Die Partie gegen die Niederlande war von mehreren bizarren Vorkommnissen geprägt.
Die Weltmeisterschaft 2026 entwickelte sich für Tunesien zu einer Aneinanderreihung von Missgeschicken. Für die nordafrikanische Mannschaft war es ein Turnier zum Vergessen. Im abschließenden Vorrundenspiel stand das Team kurzzeitig mit nur zehn Spielern auf dem Platz, da der 31-jährige Ellyes Skhiri den Wiederanpfiff zunächst in der Umkleidekabine verpasste.
Kurioser Vorfall nach der Halbzeitpause
Der Auftakt der Begegnung mit den Niederlanden geriet für Skhiri und seine Mannschaft zu einem Desaster. Bereits nach 140 Sekunden lenkte der ehemalige Spieler des 1. FC Köln den Ball unglücklich ins eigene Netz, was zur Führung für die Niederlande führte. Brian Brobbey erhöhte nur vier Minuten danach auf 2:0.
Für die „Adler von Karthago“ schien an diesem Tag nichts zu funktionieren. Eine besonders seltsame Situation ereignete sich unmittelbar vor dem Beginn des zweiten Durchgangs. Als die Teams bereits auf dem Rasen positioniert waren, beabsichtigte die mexikanische Schiedsrichterin Katia Garcia, die Partie wieder anzupfeifen, während von den Rängen bereits der Countdown der Zuschauer zu hören war.
Obwohl Tunesien den Anstoß ausführen sollte, machten die Spieler mit aufgeregten Gesten auf ein Problem aufmerksam. Die Unparteiische aus Mexiko beharrte jedoch darauf, das Spiel fortzusetzen. Rani Khedira (32, Union Berlin) platzierte den Ball widerstrebend am Anstoßpunkt und spielte ihn ab.
Garcia unterbrach das Spiel jedoch umgehend. Nun schien sie den Grund für die Proteste der tunesischen Mannschaft verstanden zu haben: Auf dem Feld fehlte schlicht ein Akteur.
ARD-Kommentator Tom Bartels (60) äußerte sich dazu: „Ich habe jetzt einmal hier über unsere Plane hinweggeschaut: Es fehlt auf jeden Fall noch ein Spieler. Das kann ja nicht wirklich ihr Ernst sein! Bei dieser Mannschaft geht wirklich alles schief!“
TV-Expertin Almuth Schult (35) fügte hinzu: „Eigentlich müsste die Schiedsrichterin nicht warten. Wenn da ein Torwart auf dem Platz steht und sieben Feldspieler dazu, kann es eigentlich losgehen. Dann ist es eigenes Pech.“
Skhiris Rückennummer löste sich auf
In diesem Moment wurde deutlich, wer nicht auf dem Spielfeld war: Ellyes Skhiri. Der Profi von Eintracht Frankfurt kam mit erheblicher Verzögerung zurück auf den Rasen und wurde dabei von lauten Pfiffen des Publikums begleitet.
Bartels zeigte sich weiterhin ungläubig: „Jetzt ist er da. Aber das ist natürlich auch kurios, dass man zum Anstoß bereitsteht und die Mitspieler noch sagen: ‚Hey, wir sind noch nicht ganz alle da.‘ Das muss man leider über ihr ganzes Turnier sagen. Sie waren am Anfang immer nicht so ganz da. Auch deswegen stehen sie da, wo sie stehen: abgeschlagen am Tabellenende.“
Ein weiterer merkwürdiger Vorfall betraf Skhiris Trikot. Seine Rückennummer 17 löste sich im Spielverlauf zusehends ab, bis sie fast unleserlich wurde. Im weiteren Verlauf des zweiten Durchgangs holte er sich am Spielfeldrand ein Ersatzshirt. (red)
