Palästinas Fußball-Chef Jibril Rajoub darf nicht zur WM in die USA einreisen und wartet nun in Mexiko auf eine Genehmigung.
Einreise zur WM verweigertPalästinas Fußball-Chef darf nicht in die USA reisen

Trotz Akkreditierung für die Fußball-WM hat der Präsident des palästinensischen Fußballverbands, Jibril Rajoub (r), noch kein Visum für die USA erhalten. (Archivbild)
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Jibril Rajoub, der palästinensische Fußball-Funktionär, hat laut Medieninformationen wegen einer fehlenden Erlaubnis noch keine Einreise in die Vereinigten Staaten für die Fußball-WM erhalten. In Mexiko-Stadt wartet der Verbandspräsident laut der Nachrichtenagentur Associated Press aus den USA auf die entsprechende Genehmigung. Dort hatte er am Donnerstag die WM-Auftaktpartie zwischen Mexiko und Südafrika (2:0) mitverfolgt.
„Ich glaube nicht, dass es fair ist, das Recht aller Fußballfunktionäre auf der ganzen Welt, daran teilzunehmen, zu benutzen, zu missbrauchen oder zu verweigern“, kommentierte Rajoub die Lage. Zwar hat die palästinensische Nationalelf die Qualifikation für das Turnier verpasst, jedoch richtet der Weltfußballverband FIFA traditionell eine Einladung an die Leiter sämtlicher nationaler Verbände zur Weltmeisterschaft.
Verschärfte Einreisebestimmungen der USA
Im Vorjahr führten die Vereinigten Staaten neue Restriktionen für Personen mit palästinensischen Pässen ein. Diese Regelungen betreffen unter anderem Angestellte der Palästinensischen Autonomiebehörde. So wurde auch dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas im September des Vorjahres der Zutritt zur Generalversammlung der Vereinten Nationen nicht gestattet.
Vor dem Start der Weltmeisterschaft hatte bereits ein ähnlicher Vorfall für Aufsehen gesorgt. Dem somalischen Unparteiischen Omar Artan wurde der Zutritt zu den USA ebenfalls verwehrt. Er befand sich auf der finalen Liste der FIFA und hätte als erster Referee aus Somalia bei einer WM Begegnungen leiten sollen. Als Grund für die Ablehnung wurden Sicherheitsbedenken wegen mutmaßlicher Verbindungen zu einer terroristischen Vereinigung genannt.
FIFA-Präsident Infantino äußert sich
„Wir versuchen immer, Lösungen zu finden“, erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino. „Aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind, die über Regierungen und die Polizei bestimmen. Wir sind eine Sportorganisation.“ (dpa/red)
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