Die Werkself rüstet für die kommende Saison weiter auf und holt den Argentinier für eine Ablöse von etwa 20 Millionen Euro.
Verteidiger kommt aus MarseilleBayer 04 verpflichtet WM-Finalist Facundo Medina

Facundo Medina soll der Leverkusener Defensive weitere Stabilität verleihen.
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Es hatte sich in den vergangenen Tagen angebahnt, am Dienstag machte Bayer 04 Leverkusen den Transfer von Facundo Medina offiziell: Der argentinische Nationalspieler schließt sich der Werkself an. Zuvor hatte Medina den Medizincheck absolviert. Der 27-jährige Verteidiger kommt vom französischen Erstligisten Olympique Marseille (26 Einsätze), die Ablöse liegt bei etwa 20 Millionen Euro. Medina unterschreibt einen Vertrag bis 2031. Der zweikampfstarke Argentinier kann sowohl links als auch im Zentrum der Abwehr spielen.
Erfahrener Akteur mit Mentalität
Bei der WM in den USA, wo er mit Argentinien im Finale Spanien knapp mit 0:1 unterlag, setzte ihn Trainer Lionel Scaloni primär als Linksverteidiger ein. Im Spiel gegen Österreich legte er für Lionel Messi ein Tor auf. In seiner Spielart erinnert er ein wenig an Ex-Leverkusener Piero Hincapié: antrittsstark, kompromisslos und aggressiv im Zweikampf, dazu eine hitzige Mentalität. Nach einer Leihe von RC Lens hatte Marseille Medina erst kürzlich selbst fest unter Vertrag genommen, nun folgt der Schritt ins Rheinland.
„Mit Facundo Medina haben wir einen sehr erfahrenen Profi verpflichtet, der unserer Mannschaft durch seine Klasse und seine starke Mentalität sofort eine Stütze sein wird“, erklärt Bayer 04-Sportgeschäftsführer Simon Rolfes. „Er ist ein zweikampfstarker Spieler: durchsetzungsfähig und aggressiv. Facundos Qualitäten erweitern das Profil unseres Kaders um ein wichtiges Element. Wir sind froh, ihn in unseren Reihen zu haben.“
Auch Medina freut sich auf seine neue Aufgabe: „Der Sprung in die Bundesliga zu Bayer 04 ist großartig für mich“, sagt er. „Bei der WM in Nordamerika hat mir Exequiel Palacios viel über den Klub erzählt und Leverkusen in den höchsten Tönen gelobt. Pala ist schon so lange hier und hat tolle Erfolge gefeiert – das möchte auch ich mit Bayer 04 erleben.“ Wie sich die Leverkusener Defensive künftig sortieren wird, bleibt abzuwarten.
Denkbar ist, dass Medina links neben Edmond Tapsoba verteidigt, während sich der spanische Neuzugang Miguel Gutiérrez – für 25-30 Millionen Euro von SSC Neapel gekommen – ähnlich wie einst Alejandro Grimaldo offensiv immer wieder einschaltet. Jarell Quansah würde dann auf die rechte Abwehrseite rücken.
Im Angriff könnte die Werkself somit auf eine Dreierkette in der Defensive setzen. Offen ist zudem, wie stark der neue Trainer Carles Martínez rotieren lässt – mit Loïc Badé steht ein weiterer Defensivakteur bereit, der sich in dieser Saison einen Stammplatz erobern will. Medina und Badé kennen sich beide bereits, beide spielten zusammen bei Lens. Am Mittwoch steht für Bayer 04 zudem das Testspiel beim dem von Oliver Glasner trainierten Premier-League-Klub Nottingham Forest (20.45 Uhr) an. Medina dürfte da schon Teil des Kaders sein.
